Flüchtlingsrat Newsletter 01/2022

Termine, Tipps und Hinweise bitte an news@fluechtlingsrat-lsa.de

Für An- und Abmeldung siehe fluechtlingsrat-lsa.de/infoservice-anmeldung/

Inhaltsverzeichnis

Veranstaltungen

19.01. Podiumsgespräch „Neue Rechte“ made in Sachsen-Anhalt

Mittwoch, 19.01.2022 | 19.30 Uhr | per Videokonferenz

Völkische Ideologien und Netzwerke sind weit verbreitet und eine Herausforderung für die Demokratie. Auch in Sachsen-Anhalt zeigt sich die „Neue Rechte“ fest verankert, allem voran mit dem Institut für Staatspolitik (IfS), das als wichtigste Denkfabrik rechter Kreise gilt und inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet und sogar als rechtsextrem eingestuft wird. Im Rahmen der Initiative „Eine Stadt für alle“ sprechen die Journalistin Andrea Röpke und der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit mit dem Moderator Bastian Wierzioch über die zerstörerischen Kräfte völkischer Ideologien in unserem Bundesland und darüber hinaus. Eine Kooperationsveranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt mit der Stadtbibliothek Magdeburg.

Wir bitten um Anmeldung unter E-Mail: netzwerk@sachsen-anhalt.de. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie rechtzeitig vor der Videokonferenz die Zugangsdaten.

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25.01. | Buchvorstellung Patrice Poutrus: „Umkämpftes Asyl“

Dienstag, 25.01.2022 | 19.30 Uhr | per Videokonferenz

Die Auseinandersetzung um die Asylpolitik hat die Bundesrepublik Deutschland von Anfang an begleitet. Bereits über die konkrete Anwendung der im Grundgesetz verankerten Formel „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ wurde heftig diskutiert. Nach der Wiedervereinigung gipfelten die Debatten in der Grundgesetzänderung von 1993. Der Erfurter Zeithistoriker Patrice Poutrus zeichnet die Entwicklung nach und beschreibt in seiner Studie, was die Debatte über die Jahrzehnte hinweg kennzeichnete. Bis heute, so Poutrus, spiegele die Anwendung des Asylrechts immer auch die jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Stimmungslagen wider. Im Gespräch mit der Journalistin Susann Lehmann stellt er seine zeithistorische Studie vor. Eine Kooperationsveranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt mit der Stadtbibliothek Magdeburg und dem Literaturhaus Magdeburg.

Wir bitten um Anmeldung unter E-Mail: netzwerk@sachsen-anhalt.de. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie rechtzeitig vor der Videokonferenz die Zugangsdaten.

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28.01. | Welcome to Happyland: Live-Theaterperformance
entlarvt alltäglichen Rassismus

Online-Veranstaltungen des Brandenburger Theaters bei „Denken ohne Geländer“ , 28. Januar 2022 um 10.00 Uhr und um 15.00 Uhr

Menschen diskriminieren – das machen nur Rassisten oder Rechtsextreme? Nicht ganz: Viele Menschen in Deutschland erleben tagtäglich Rassismus, oft sogar hinter Komplimenten versteckt. Unter dem Titel „Welcome to Happyland“ zeigt das Brandenburger Theater am 28. Januar 2022 um 10.00 Uhr und um 15.00 Uhr eine Eigenproduktion, die das Thema Alltagsrassismus in den Mittelpunkt stellt. Die Live-Theaterperformance mit interaktivem Anteil auf der Kommunikationsplattform Zoom wendet sich insbesondere an das junge Publikum, ist aber für alle Interessierten offen.

Die beiden Aufführungen sind Teil der Veranstaltungswoche „Denken ohne Geländer“ vom 22. Januar bis 1. Februar 2022. Diese findet bereits zum 7. Mal statt. Veranstalter sind die Hochschule Magdeburg-Stendal, das Theater der Altmark und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. Gefördert wird die Woche vom Landesprogramm »Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit« Sachsen-Anhalt, von der Altmärkischen Bürgerstiftung Hansestadt Stendal sowie den Partnerschaften für Demokratie der Hansestadt Stendal und des Landkreises Stendal.

Weitere Informationen und aktuelles Programm

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10.02. | 12.02. | 10.03.2022 | Online-Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche

Die bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche findet vom 10. bis 12. Februar sowie am 10. März 2022 als komplett digitale Veranstaltung statt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Weitere Informationen zu Referierenden und Arbeitsgruppen sowie das ständig aktualisierte Programm finden Sie hier.

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Bildung

Mo., 10.01. | 14.02. | 14.03. | 11.04.2022 (jew. 19-21h) | Fortbildungsreihe zur Aufenthaltsverfestigung | Online (Flüchtlingshilfe Lippe)

In den verschiedenen Modulen referiert Frank Gockel zu unterschiedlichen Aspekten der Aufenthaltsverfestigung. Die Fortbildung richtet sich in erster Linie an Menschen, die ehrenamtlich Geflüchtete beraten und begleiten und leichte Vorkenntnisse im Aufenthaltsrecht haben. Die Module können unabhängig voneinander besucht werden.

Zur Veranstaltungsreihe

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Do., 13.01. | 20.01. | 27.01. | 03.02.2022 (jew. 16-17.30h) | Arbeitsmarktzugänge und Bleibeperspektiven für Geflüchtete | Online (Flüchtlingsrat Niedersachsen u.a.)

Die Schulungsreihe stellt die Basics des Asyl- und Aufenthaltsrechts einfach und verständlich dar. Im Fokus stehen Optionen und Hürden der Arbeitsmarktintegration sowie die damit häufig eng verbundenen Bleibeperspektiven. Dabei sollen auch die jeweiligen Änderungen, die sich im neuen Koalitionsvertrag abzeichnen, skizziert werden.

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Do./Fr., 13.+14.01. | 27.+28.01 | 10.+11.02. | 24.+25.02.2022 | Transkulturelle Kompetenzen im Asylverfahren | Online (Zohre Esmaeli Foundation gGmbH)

Eine Workshopreihe der Zohre Esmaeli Foundation gGmbH. Die Teilnehmer*innen widmen sich in vier Blöcken den Themen „Kommunikation und Konfliktlösung in der Arbeit mit Schutzsuchenden“, „Kulturelle Herkunftskontexte von Schutzsuchenden in Deutschland – Afghanistan und Iran“, „Gendersensibilisierung in der Arbeit mit Schutzsuchenden“ sowie „Diskriminierungssensibilisierung für die Arbeit mit Schutzsuchenden“.

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Sa., 15.01. | 29.01. | 12.02. | 26.02. | 12.03.2022 | Psychosoziale Perspektiven auf Flucht, Gesundheit und geschlechtliche/sexuelle Vielfalt | Oldenburg und online (IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.)

Vor und auf der Flucht machen viele geflüchtete Menschen psychisch sehr belastende und traumatisierende Erfahrungen. Wie kann in der Beratung und Therapie professionell damit umgegangen werden? Welche Haltungen, Handlungsansätze und Methoden braucht es? Die Fortbildungsreihe widmet sich diesen Fragen aus einer psychosozialen Perspektive – mit besonderem Fokus auf die Themen Gesundheit und geschlechtliche Identitäten sowie sexuelle Orientierungen.

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Fr., 28.01. | 11.02. | 25.02. | 04.03.2022 | Migrations- und traumapädagogische Perspektiven auf (Flucht-)Migration, Bildung und Schule | Oldenburg und online (IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.)

Wie kann in der Schule und der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit sensibel mit (transgenerationalen) Traumatisierungen und Diskriminierungen umgegangen werden? Welche Haltungen und Handlungsansätze braucht es? Die Fortbildungsreihe widmet sich diesen Fragen aus einer trauma- und migrationspädagogischen Perspektive.

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ZEMIGRA-Online-Seminar-Reihe zur Arbeitsmarktintegration im Februar und März 2022

ZEMIGRA bietet nämlich im neuen Jahr weitere Seminare zu folgenden Themen an: Rechtliche Grundlagen von Zugewanderten, Arbeitsmarktzugang und Fördermöglichkeiten, Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung und Fachkräfteeinwanderungsgesetz.

Alle Veranstaltungen finden online über MS Teams statt, jeweils von 09:30 – 11:00 Uhr. Es besteht die Möglichkeit an allen Veranstaltungen teilzunehmen oder sich für einzelne Seminare anzumelden. Die Seminare richten sich dabei sowohl an hauptamtlich als auch ehrenamtlich Engagierte. Eine Übersicht zu den Seminaren und Infos zur Anmeldung sind hier zu finden: https://lsaurl.de/Seminarreihe. Anmeldeschluss ist der 11. Februar 2022.

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Kampagnen und Aufrufe

Petition #AfghanistanNotSafe: Sachsen-Anhalt muss ein Landesaufnahmeprogramm etablieren!

Zum Startzeitpunkt unserer Petition #AfghanistanNotSafe: Sachsen-Anhalt muss ein Landesaufnahmeprogramm etablieren! sah es düster aus. Beispiele aus anderen Bundesländern, die bereits konkrete Pläne beim Bundesinnenministerium vorgelegt hatten, zeigten, dass im Bund keine Notwendigkeit dafür gesehen wurde, Initiativen aus den Ländern zu genehmigen.

Durch die veränderten politischen Konstellationen auf Bundesebene sieht das nun aber anders aus – Thüringen, Bremen und Berlin legten in den vergangenen Tagen Entwürfe für Landesaufnahmeprogramme vor.

Einige Länder betrachten Landesaufnahmeprogramme skeptisch, weil auch der Bund ein Aufnahmeprogramm angekündigt hat. Die laufenden Aufnahmeprogramme für Familienangehörige von syrischen Geflüchteten in verschiedenen Bundesländern zeigen aber deutlich, dass es durchaus möglich wäre, solche Programme aufzusetzen, ohne sie mit einer Mammutbürokratie zu verknüpfen.

Lassen Sie uns auch in Sachsen-Anhalt erneut ein Landesprogramm fordern! Unterzeichnen Sie die Petition, teilen Sie sie mit Bekannten und Kolleg*innen, und helfen Sie uns, Menschen aus Afghanistan zu evakuieren.

Mit so viel Unterstützung wie möglich wollen wir der Landesregierung in wenigen Wochen einen erneuten Aufschlag präsentieren.

Zur Petition

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Informationen und Arbeitshilfen

Abschiebungen aus der Flüchtlingsunterkunft – Rechtlicher Rahmen für die Soziale Arbeit in Sachsen-Anhalt

Gemeinsam mit der Diakonie Mitteldeutschland, dem Caritasverband für das Bistum Magdeburg und dem Paritätischen Sachsen-Anhalt hat der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt eine neue Handreichung veröffentlicht.

Bei Abschiebungen aus Gemeinschaftsunterkünften stellt sich für Sozialarbeiter*innen und Unterstützer*innen vor Ort die Frage, wie sie sich verhalten soll(t)en. Dabei geht es meist um die zentrale Frage, ob und inwieweit ihrerseits Mitwirkungsverpflichtungen bei behördlichen Abschiebungsmaßnahmen bestehen und wann eine Kooperation abgelehnt werden kann oder sogar muss.

Wir wollen mit dieser Handreichung über die Rechtslage informieren, Grenzen und Spielräume aufzeigen sowie Orientierung und Hilfestellung bieten. Dies betrifft z. B. Fragen wie: Muss die Polizei in die Unterkunft gelassen werden? Ist man als Mitarbeiter*in verpflichtet, auf Nachfragen Personen zu identifizieren? Muss man das Zimmer von Bewohner*innen aufschließen?

Die Broschüre kann auch in gedruckter Form beim Flüchtlingsrat bestellt werden.

Zur Handreichung

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Verzeichnis „Rassismuskritisch und empowernd arbeiten mit jungen geflüchteten Menschen“ (BumF)

Auf über 20 Seiten hat der BumF Infomaterialien und Anlaufstellen für Fachkräfte sowie Angebote für Kinder und Jugendliche gesammelt. Jede Menge Ideen und Anregungen also, die eigene Haltung und Arbeit zu reflektieren und rassismuskritisch weiterzuentwickeln.

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Themenseite zu Passbeschaffung und Identitätsklärung (BumF)

Der BumF hat die Themenseite zu Passbeschaffung und Identitätsklärung aktualisiert. Zur Unterstützung der Beratung wurden hier relevante Arbeitshilfen, Rechtsprechung und Vorlagen auf einer neuen Themenseite gesammelt.

Zur Themenseite

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Handreichung: Widerruf, Rücknahme und Erlöschen des Schutzstatus (Flüchtlingsrat Baden-Württemberg)

In dieser Handreichung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des Erlöschens, des Widerrufs und der Rücknahme sowie der Ablauf des Verfahrens vorgestellt. Die Handreichung kann kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen und in gedruckter Form bestellt werden.

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Rechtliche Expertise: Bisexualität als Fluchtgrund

Die Fachstelle für LSBTI* Geflüchtete der Schwulenberatung Berlin hat bei der Rechtsanwältin Juliane Linke eine rechtliche Expertise zum Thema „Bisexualität als Fluchtgrund“ in Auftrag gegeben, die soeben erschienen ist. Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, mit welchen Problemen bisexuelle Geflüchtete im Asylverfahren konfrontiert sind.

Im Laufe der Untersuchung werden immer wieder Strategien aufgezeigt, die es ermöglichen sollen, der Vielfalt sexueller Orientierungen im Asylverfahren angemessen Rechnung zu tragen.

Zum Download

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Atlas of Migration 2021

Die gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat jüngst ihren über 500 Seiten umfassenden Atlas of Migration 2021 veröffentlicht. Der Atlas stellt quantitative Daten über das Migrationsgeschehen in 27 EU-Mitgliedstaaten und 171 Ländern und Gebieten weltweit bereit. Die Daten werden in einzelnen Länderprofilen sowie in Übersichten für Kontinente und subkontinentale Regionen dargestellt. Die aktuelle Ausgabe 2021 enthält auch einen thematischen Abschnitt, der neue Einblicke in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Migration in Europa und weltweit bietet. Der Atlas kann als PDF-Datei (>73 MB(!)) heruntergeladen werden.

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Afrozensus-Report

In Deutschland leben über 1 Million Menschen afrikanischer Herkunft. Bis jetzt gab es über diese Gruppe kaum weitere statistische Angaben. Der Afrozensus versucht dem entgegen zu wirken. Rund 6.000 Schwarze Menschen wurden in der von Each One Teach One (EOTO) e.V. und Citizens For Europe durchgeführten Afrozensus-Onlineumfrage zu Anti-Schwarzem Rassismus, ihren Diskriminierungserfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen, ihrem Umgang mit Diskriminierung, ihrem Engagement sowie zu den Aspekten Resilienz und Empowerment befragt. Mitte Dezember ist nun in der Auswertung der 300 Seiten starke Afrozensus-Report erschienen.

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Stellenausschreibungen und Förderungen

Stellenausschreibungen United4Rescue: Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit

Ausschreibung Fundraising und Spendenadministration
Ausschreibung Kommunikation und Öffentlichkeitsabeit

Bewerbungsschluss ist jeweils der 13. Februar.

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Studienvorbereitende Deutschkurse für Geflüchtete in Halle

Am 21. Februar 2022 beginnen am Studienkolleg der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg neue studienvorbereitende Sprachkurse für geflüchtete Studienbewerber*innen auf den Niveaus B2 (Vorkurs) und C1 (DSH-Kurs).

Ziel des Vorkurses auf B2-Niveau ist es, die Teilnehmenden entweder auf den Besuch eines DSH-Kurses oder der Fachkurse des Studienkollegs im Wintersemester 2022/23 vorzubereiten. Die Teilnehmenden des Vorkurses erhalten (neben Deutsch) auch Unterricht in Mathematik oder Englisch – je nach angestrebter Studienrichtung.

Ziel des DSH-Kurses auf C1-Niveau ist die Vorbereitung der Teilnehmenden auf die DSH-Prüfung im Juni 2022.

Beide Kurse sind für Geflüchtete kostenfrei und finden als Präsenzkurse statt.

Alle Informationen zur Anmeldung

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Die Informationen sind vom Projekt »Fachstelle Flucht und Asyl« bereit gestellt. Das Projekt wird gefördert durch:

 

 

 



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