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PM Tag des Flüchtlings: #Welcome United #unteilbar #NichtMeineLager

PRESSEMITTEILUNG,
Magdeburg, 28.09.2018

Tag des Flüchtlings:  #Welcome United #unteilbar #NichtMeineLager

Flüchtlingsrat ruft zur Teilnahme an der antirassistischen Parade „United against racism“ und der #unteilbar-Demonstration auf und unterstützt die neue Kampagne #NichtMeineLager

Weiterhin steigt die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind. Die Abwehrmaßnahmen gegen Schutzsuchende werden hierzulande stetig verschärft. Abschreckung, Abwehr und Isolierung in Lagern – so lautet die Antwort auf Menschen, die Zuflucht vor Gewalt, Unrecht und Unterdrückung suchen.

Damit einher gehen rassistische Mobilisierungen im Netz und auf der Straße, die das gesellschaftliche Miteinander vergiften. Opferberatungsstellen berichten von einem »unerträglichen Ausmaß« rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt seit den Vorfällen in Chemnitz, Köthen und Dortmund.1

Aber es geht auch anders: Viele Menschen wollen diese zunehmende Entrechtung und menschenfeindliche Enthemmung nicht hinnehmen und setzen der Ausgrenzung ihre Solidarität entgegen. Ob auf Demonstrationen gegen rechte Hetze, in der Bewegung Seebrücke – für sichere Fluchtwege, im Netzwerk Solidarische Stadt, in selbstorganisierten Gruppen und alltäglichen Kämpfen – die Stimme derer, die mit dieser menschenverachtenden Politik nicht einverstanden sind, wird stärker und lauter.

»Am Samstag, den 29.9. werden unter dem Motto ›We`ll Come United‹ wieder Zehntausende zu einer großen Parade des Antirassismus und der Solidarität in Hamburg zusammen kommen. Auch das Bündnis #unteilbar organisiert eine Großdemonstration am 13. Oktober in Berlin unter dem Motto ›Solidarität statt Ausgrenzung‹. Wir rufen dazu auf, sich diesem Protest anzuschließen.«, so Stefanie Mürbe vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt.

An den Demonstrationen werden auch unzählige Geflüchtete und Migrant*innen teilnehmen, die damit gegen Isolierung und rassistische Sondergesetze auf die Straße gehen. Europa und Deutschland setzten verstärkt auf eine Politik der Inhaftierung und Festsetzung Schutzsuchender. Mit dem Gesetz zum längeren Aufenthalt in der Erstaufnahmeeinrichtung schlägt auch die Landesregierung den Weg der Desintegration und Dauerisolierung ein.2

»Mit der neuen Kampagne #NichtMeineLager richten sich PRO ASYL und die landesweiten Flüchtlingsräte gegen diese Abschottung von Schutzsuchenden in Lagern und Haftzentren. Wir unterstützen die Initiative und rufen zum Mitmachen auf.«, so Mürbe vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt.

Alle Forderungen und Infos zur Kampagne gibt es unter www.nichtmeinelager.de

Pressekontakt: Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt | Stefanie Mürbe | Tel.: 0391 50549613

1http://verband-brg.de/index.php/161-pe-vom-25-09-2018-opferberatungsstellen-registrieren-unertraegliches-ausmass-rechter-gewalt-seit-chemnitz.
2Vgl. dazu die Pressemitteilung des Flüchtlingsrates vom 30.08.2018: https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2018/08/pm-landesregierung-beschliesst-desintegrationsprogramm/.

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