Tel.: 0391-50549613 oder 0345-44502521
info@fluechtlingsrat-lsa.de (PGP: B429A98D)

Flüchtlingsrat Newsletter 02/2018

Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise bitte an news@fluechtlingsrat-lsa.de

Für An- und Abmeldung siehe fluechtlingsrat-lsa.de/infoservice-anmeldung/

Inhaltsverzeichnis

Tagungen, Lesungen, Diskussionen

24.05. in Halle: Europäisches Grenzregime – Vortrag und Gespräch


Vortrag und Diskussion um die Notwendigkeit zur Solidarität mit geflüchteten Menschen an den europäischen Außengrenzen und für sichere Fluchtrouten. Die Referentin, Jacqueline Andres von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) in Tübingen wird uns u.a. über aktuelle Entwicklungen im Mittelmeer, Seenotrettungen, die Verlagerung der EU-Grenzen auf diktatorische Regimes in Nordafrika berichten. Zudem wird es um die Lage in jordanischen, afghanischen oder irakischen Camps gehen.

Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. und das Psychosoziales Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt laden ein – mit freundlicher Unterstützung vom Friedenskreis Halle e.V.

Die Veranstaltungsprache ist Deutsch.

Donnerstag, 24. Mai 17:00 – 19:30
August-Bebel-Straße 48A, 06108 Halle (Saale), Deutschland

Diese Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/173747633448679/

Ausschlussklausel: Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen. Das gilt ebenso für Personen, die rechtsradikale Symbolik und Bekleidungsmarken zur Schau stellen, insbesondere gilt dies für die Modemarke Thor Steinar.

[nach oben]

25.-27. Mai in Magdeburg: Magdeburger Symposium an der OVGU

Der 2013 gegründete gemeinnützige Verein Symposium Magdeburg e.V. ist eine Initiative von Studierenden der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sein Zweck ist die Förderung politischer Bildung junger Menschen.

Dieses Jahr möchten wir uns der vielschichtigen und spannenden Thematik rund um den Begriff „Asymmetrie“ widmen: Wir möchten zeigen, dass es nicht nur negative Auswirkungen gibt, denn anstelle von Risiken können auch Chancen und Herausforderungen erkannt werden, wenn sich der Mensch diesen öffnet.

Anhand von Workshops, Panels, Vorträgen und Diskussionsrunden möchten wir das Thema Asymmetrie kritisch hinterfragen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Verständnis für verschiedene Perspektiven aus unterschiedlichen Disziplinen zu schaffen. Welche Rolle spielen symmetrische und asymmetrische Ordnungen in gesellschaftlichen Zusammenhängen und welche Möglichkeiten schaffen sie?

http://www.symposium-magdeburg.ovgu.de

Programm: https://www.facebook.com/events/817493295101609/

[nach oben]

25. bis 27. Mai in Magdeburg: Rage und Love

Ort:Insel der Jugend l Maybachstraße l 39104 Magdeburg
Auch in diesem Jahr findet wieder das studentisch organisierte Festival in der Insel der Jugend statt. Musikalisch auf dem Programm stehen Punk, Hip Hop und Hardcore. Verschiedene Initiativen, Vereine und Projekte werden über Ihre Arbeit informieren. Mit einem Infostand sind auch wir als Resonanzboden//House of Resources Magdeburg am Samstag, den 26. Mai, mit dabei. Ergänzend zu Infoständen und Musik wird es Aktionen wie einen Graffiti-Workshop oder gemeinschaftliches Tanzen mit der kurdischen Community auf dem Festival geben.

Hier finden Sie das ganze Festivalprogramm: https://www.facebook.com/events/147774785881978/

Der Eintritt läuft auf Spendenbasis mit einer Empfehlung von 5-10€.

[nach oben]

6.-8. Juni in Halle: IMK-Protestkonferenz der Jugendlichen ohne Grenzen

ANkER lichten! Bleiberecht, volle Kraft voraus!
#jogimk2018

Protestkonferenz der Jugendlichen ohne Grenzen in Halle und Quedlinburg.

Aufruf und Termine:
thumbnail of JOGIMK2018-flyer-DINA4-folder_RGB thumbnail of JOGIMK2018-poster-DINA1_RGB
https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2018/05/6-8-juni-2018-in-halle-protestkonferenz-der-jugendlichen-ohne-grenzen/

[nach oben]

 

Informationen, Webportale & Broschüren

Arbeitshilfe: Beratungssituation im Asylverfahren – Skript für die ehrenamtliche Rechtsberatung von Geflüchteten

Wir weisen hiermit gerne auf die erste kostenfreie Online-Publikation
des Refugee Law Clinics Deutschland e.V., dem Dachverband der
ehrenamtlichen und studentischen Rechtsberatungsinitiativen im
Flüchtlingsrecht hin: „*Zur Beratungssituation im Asylverfahren – Ein
Skript für die ehrenamtliche und studentische Rechtsberatung von
Geflüchteten*“ gibt es hier als pdf
https://rlc-deutschland.de/wp-content/uploads/2018/02/Rechtsberatung-im-Asylverfahren_RLCs-Skript_2018_02.pdf

oder über unsere Webseite: https://rlc-deutschland.de/wissensmanagement/

Das Skript richtet sich als Einstiegshilfe insbesondere an werdende und
neue Berater*innen im Flüchtlingsrecht. Es kann beispielsweise in
Ausbildungsprogramme integriert werden. Auch erfahrenere Berater*innen
profitieren von der komprimierten und übersichtlichen Darstellung
verschiedener beratungsrelevanter Themenfelder.

Aus dem Inhalt:

1. – Dokumente im Asylverfahren
2. – Anhörungsvorbereitung
3. – Psychosoziale und psychotherapeutische Arbeit mit traumatisierten
    Geflüchteten
4. – Beratungspraxis
5. – Musterfälle zum Asyl- und Ausländerrecht
6. – Grenzen der Rechtsberatung
7. – Musterschriftsätze

thumbnail of Rechtsberatung-im-Asylverfahren_Skript-der-RLCs_2018_02

[nach oben]

Arbeitshilfe: Broschüre zur Familienzusammenführung nach der Dublin-III-Verordnung

Die Diakonie Deutschland hat eine neue Broschüre Familienzusammenführungen im Rahmen der Dublin-III Verordnung nach Deutschland – Anspruch – Verfahren – Praxistipps erstellt.

Diese gibt es hier zum Download:

thumbnail of 02_2018_Familienzusammenfu__hrungen

[nach oben]

Arbeitshilfe: Die wichtigsten Begriffe für den Journalisten-Alltag

In der Debatte um Flüchtlinge in Deutschland tauchen Fachbegriffe auf, die im juristischen Sinne falsch verwendet werden oder uneindeutig sind. Oft spricht man beispielsweise von „Asylbewerbern“ und „Flüchtlingen“ synonym. Bei diesen Begriffen gibt es aber unterschiedliche Definitionen, die der MEDIENDIENST INTEGRATION in einer Übersicht zusammengestellt hat.

thumbnail of Informationspapier_Begriffe_Asyldebatte

[nach oben]

Arbeitshilfe: Familiennachzug aus Eritrea

Die vorliegende Beratungshilfe richtet sich an Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Flüchtlinge zum Familiennachzug beraten. Sie behandelt den Familiennachzug zu Staatsangehörigen Eritreas, die sich mit einem humanitären Aufenthaltstitel (AT) in Deutschland aufhalten. Die Handreichung konzentriert sich dabei ausschließlich auf den Familiennachzug zu Personen, die als Flüchtlinge anerkannt wurden, denen eine Asylberechtigung zuerkannt wurde bzw. die als Resettlement-Flüchtlinge aufgenommen wurden. Diese Arbeitshilfe berücksichtigt die Situation zum Stand März 2018.

thumbnail of 2018-03-16-FamNaZu-Eritrea-final

[nach oben]

Arbeitshilfe: Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung

Das Thema „Ausbildung“ ist momentan ein zentrales Thema in der Beratung. Der Weg in die Ausbildung und das erfolgreiche Absolvieren dieser ist für viele Geflüchtete noch mit großen Hürden verbunden.

Der DPWV hat dazu eine Arbeitshilfe herausgegeben:

thumbnail of existenzsicherung-ausbildung-gefluechtete-2018_web

[nach oben]

Beratung: Gesprächseinladung des Bundesamtes: Droht Widerruf des Flüchtlingsstatus?

Derzeit erhalten anerkannte Flüchtlinge aus dem Irak & Syrien Post vom Bundesamt für Migration & Flüchtlinge (BAMF), in der sie zu einem »freiwilligen Gespräch« eingeladen werden. Viele der positiven Entscheidungen, die im schriftlichen Verfahren ergangen sind, sollen so überprüft werden. PRO ASYL hat Hinweise zum Verhalten und zu den gesetzlichen Grundlagen:

https://www.proasyl.de/hintergrund/gespraechseinladung-des-bundesamtes-droht-widerruf-des-fluechtlingsstatus/

[nach oben]

Beratung: Handlungsoptionen im Fall von Abschiebungen aus Sammelunterkünften

http://www.fluechtlingsrat-berlin.de/print_neue_meldungen2.php?post_id=859

Eine Handreichung für Sozialarbeiter_innen und Betreuer_innen (Stand Dezember 2017)

thumbnail of flueRaBER_handreichung_Handlungsopt_i_Fall_v_Absch_a_Sammelunter_RZ

Handreichung in der Online Ansicht und zum Ausdrucken.

 

thumbnail of flueRaBER_handreichung_Handlungsopt_i_Fall_v_Absch_a_Sammelunter_print

 

Handlungsempfehlungen auf einen Blick als Poster

thumbnail of flueRaBER_poster_Handlungsopt_i_Fall_v_Absch_a_Sammelunter

Die von Bundeskanzlerin Merkel geforderte „nationale Kraftanstrengung“ zur Abschiebung abgelehnter Asylsuchender zeigt Wirkung: Im Jahr 2016 wurden 25.375 Menschen aus Deutschland abgeschoben. Bis Ende September 2017 wurden bundesweit 18.153 Personen und 1.381 Personen aus Berlin abgeschoben. Damit stehen Abschiebungen aus Sammelunterkünften auf der Tagesordnung.
Den Flüchtlingsrat Berlin erreichten in den letzten zwei Jahren regelmäßig Anfragen von Sozialarbeiter_innen und Sozialbetreuer_innen aus den Unterkünften, wie sie sich am besten verhalten sollen, wenn die Polizei den Aufenthaltsort von Schutzbedürftigen ermitteln oder eine Abschiebung durchführen will. Sie sind verunsichert, weil die Polizei oder ihre Arbeitgeber_innen erwarten, dass sie (mandatswidrig) Hilfe bei aufenthaltsbeendenden Maßnahmen leisten, und suchen Unterstützung und Strategien im Umgang mit drohenden Abschiebungen, um den Geflüchteten zur Seite stehen zu können.

Diese Handreichung will grundlegende Informationen zu rechtlichen und berufsethischen Fragen geben, die sich bei Polizeibesuchen und Abschiebungen aus Sammelunterkünften ergeben. Sie soll zur Auseinandersetzung mit den eigenen Rechten und Pflichten anregen und die in den Unterkünften beschäftigten Personen in ihrer Rolle als professionell Tätige stärken. Die Recherche zum Thema hat gezeigt, dass sich nicht alle Fragen eindeutig beantworten lassen. Die folgenden Seiten sollen zu solidarischem Handeln ermutigen und Hilfestellung geben – ohne eine genaue Gebrauchsanweisung sein zu können.

Unterstützung und Zusammenarbeit
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die uns bei der Erstellung dieser Handreichung unterstützt haben. Für wertvolle inhaltliche Anregungen und Hinweise danken wir Hubert Heinhold, Rechtsanwalt in München sowie Berliner Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten mit Fachexpertise im Asyl-, Aufenthalts- und Strafrecht. Außerdem bedanken wir uns für das Feedback und die Hinweise aus der Praxis von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern aus Beratungsstellen und Sammelunterkünften in Berlin.

Rückmeldungen zur Handreichung
Wir freuen uns über Anmerkungen, Ergänzungen und Kritik zu dieser Handreichung, gern per E-Mail unter dem Betreff „Handreichung“ an buero@fluechtlingsrat-berlin.de. Bei Vorliegen neuer Erkenntnisse planen wir eine Aktualisierung.

Beratung: Häufige Fragen zu Mitwirkungspflichten

Sowohl Ausländerbehörden als auch das BAMF fordern in vielen Fällen Geflüchtete auf, sich bei der Botschaft ihres Herkunftsstaats einen Pass zu beantragen. In machen Fällen drohen die Behörden mit Sanktionen. Wir stellen zu diesen Fragen wichtige Informationen zusammen.

https://fluechtlingshelfer.info/fuer-engagierte/detail-spezielle-arbeitshilfen/news/informationen-zur-mitwirkungspflichten-bei-der-passbeschaffung/

[nach oben]

 

Kurzfilm: „Flucht und Trauma“ in mehreren Sprachen

Gerne machen wir Sie auf den neuen Kurzfilm „Flucht und Trauma“ des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI) aufmerksam. Der 2-minütige Kurzfilm zeigt mit Hilfe von Bildern, dass Schlafstörungen, Grübeln oder auch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Atemnot Symptome einer psychischen Erkrankung sein können. „Der Film soll Betroffene entlasten und ermutigen, sich Hilfe zu suchen“, erläutert der Direktor der Klinik am MPI Martin Keck in der Pressemitteilung des MPI.

Der Film liegt in sieben Sprachen vor: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Dari und Kurdisch (Kurmandschi), in Vorbereitung sind Pashto, Tigrinya und Somali. Er kann unter folgendem Link angesehen und heruntergeladen werden:

 

[nach oben]

Themenheft: Eritrea – Ein Land im Griff einer Diktatur

Die Broschüre basiert in großen Teilen auf den Beiträgen der Konferenz „Fluchtsituation Eritrea – kein Ende in Sicht?“, die am 19. Oktober 2017 in Brüssel stattfand.

Einige der Redebeiträge wurden von der Redaktion verschriftlicht und bearbeitet. Andere Beiträge wurden von den ReferentInnen selbst zur Verfügung gestellt. Die Redaktion hat dies ergänzt durch aktuelle Informationen und Artikel, um somit einen umfangreichen Überblick zur Situation in Eritrea, zur Lage der eritreischen Flüchtlinge und zu Initiativen und Aktivitäten geben zu können.

Die Konferenz war organisiert worden durch Eritrean Movement for Democracy and Human Rights, Europe External Policy Advisors (EEPA), Förderverein PRO ASYL e.V., Connection e.V., War Resisters’ International und Eritrean Law Society.
Die Durchführung der Konferenz war nur möglich durch die Unterstützung durch die Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union sowie durch Umverteilen! – Stiftung für eine solidarische Welt und A.J. Muste Memorial Institute.

thumbnail of PRO_ASYL_Connection_Broschuere_Eritrea_EinLandimGriffeinerDiktatur_Web

Eritrea: Ein Land im Griff einer Diktatur

 

[nach oben]

Zahlen: Aktuelle Zahlen zu Asyl 04/2018 (BAMF)

Diese Publikation enthält monatlich aktualisierte Daten zu ausgewählten Themen des Bereichs Asyl. Neben der monatlichen und jährlichen Entwicklung der Asylanträge und der Entscheidungen des Bundesamtes über Asylanträge werden auch die im Rahmen des Dublin-Verfahrens gestellten Übernahmeersuchen dargestellt.

thumbnail of aktuelle-zahlen-zu-asyl-april-2018

 

[nach oben]

Zahlen: Asylgeschäftsstatistik und -berichte (BAMF)

Asylgeschäftsstatistik (01-04/18)

Hier erhalten Sie die Antrags-, Entscheidungs- und Bestandsstatistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Sie wird monatlich aktualisiert und enthält Informationen zu den gestellten Asylanträgen, den Entscheidungen sowie zu den anhängigen Verfahren. Die Daten sind nach Herkunftsländern aufgeschlüsselt.

Statistik: Herkunftsländer thumbnail of hkl-antrags-entscheidungs-bestandsstatistikl-kumuliert-2018

Geschäftsstatistiken Januar – April 2018

thumbnail of 201801-statistik-anlage-asyl-geschaeftsberichtthumbnail of 201802-statistik-anlage-asyl-geschaeftsberichtthumbnail of 201803-statistik-anlage-asyl-geschaeftsberichtthumbnail of 201804-statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht

[nach oben]

Zahlen: Bericht der Härtefallkommission Sachsen-Anhalt 2017

Im Jahr 2017 beriet die Härtefallkommission in zehn Sitzungen über insgesamt 25 Anträge abschließend. Bei elf Anträgen beschloss die Kommission ein Härtefallersuchen, da sie dringende humanitäre oder persönliche Gründe feststellte, die einen weiteren Aufenthalt im Bundesgebiet rechtfertigen. Innenminister Stahlknecht entsprach allen Ersuchen und ordnete die Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen an. Von den Anordnungen waren 44 Personen begünstigt, davon neun Familien mit 27 minderjährigen Kindern. Hauptherkunftsländer der von den Anordnungen begünstigten Personen waren Albanien und das Kosovo.

Der vollständige Bericht ist als Download unter folgendem Link nachzulesen:

thumbnail of Taetigkeitsbericht_2017

[nach oben]

 

Aufrufe und Kampagnen

Informationen zum Umtausch von „Gutscheinen“

Solidarität statt Sanktionen!
Informationen zum Umtausch von „Gutscheinen“ mit Geflüchteten von der Tauschgruppe Halle

http://antiranetlsa.blogsport.de/gutscheintausch/

[nach oben]

Solidarität mit den Festgenommenen in Ellwangen

In Ellwangen haben Bewohner_innen eines Erstaufnahmezentrums Anfang Mai eine Abschiebung verhindert, bei einem weiteren Polizeizugriff wurden mehrere Bewohner_innen verletzt und verhaftet.

Nun kommen auf die Betroffenen hohe Kosten zu, bei Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V. könnt ihr spenden:

GLS Bank Stuttgart
Konto-Nr.: 7033074200 – Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V.
IBAN: DE80 4306 0967 7033 0742 00
Verwendungszweck: ELLWANGEN

[nach oben]

Spendenaufrufe des Antirassistischen Netzwerkes Sachsen-Anhalt

Unterstützen Sie konkret und direkt die Arbeit des Antirassistischen Netzwerkes Sachsen-Anhalt!

Wir bedanken uns im Voraus herzlichst bei allen SpenderInnen und UnterstützerInnen!

Allgemein an das Netzwerk spenden

Das Antirassistische Netzwerk unterstützt sowohl einzelne Personen und Familien, die z.B. von Sanktionen betroffen sind, als auch allgemein Flüchtlinge und ihre politischen und sozialen Kämpfe für ein menschenwürdiges Leben und für ihr Recht auf Rechte. Konkret bedeutet das z.B. die Isolation in den Lagern aufzubrechen, Mobilität möglich zu machen und Öffentlichkeit zu schaffen. Dabei entstehen immer wieder Fahrtkosten, die für Flüchtlinge oft nicht tragbar sind oder auch Sachkosten, die wir über Spenden refinanzieren müssen. Wir freuen uns über jede kleine, finanzielle Spende, die unsere unabhängige und solidarische Arbeit möglich macht!

Für nicht Einzelfall spezifische Spenden können sie folgendes Konto verwenden:
Spendenkonto:
Verein zur Förderung antirassistischer Arbeit in Sachsen-Anhalt
IBAN: DE76 8005 3762 1894 0553 02
BIC: NOLADE21HAL
Betreff: Wir Bleiben Alle
Bei Fragen können Sie sich an folgende Mail-Adressen werden:

antiramd[at]riseup.net

mail[at]no-lager-halle.org

Unsere Spendenaufrufe in der Übersicht:

http://antiranetlsa.blogsport.de/images/Spendenaufrufe_2018_05.pdf

Unser Spendenaufruf als Netzwerk für unsere Arbeit allgemein:

http://antiranetlsa.blogsport.de/images/2018_05_01_Spendenaufruf_Sanktionen_web.pdf
Spendenaufruf für L. aus Burkina-Faso:

http://antiranetlsa.blogsport.de/images/Mai2018_L_Spendenaufruf.pdf
Spendenaufruf für Frau P.:

http://antiranetlsa.blogsport.de/images/Mai2018_SpendenaufruffrFrauP1.pdf

[nach oben]

Welcome United: Aufruf unterzeichnen

German below

——–
Dear friends,

the anti-racist parade „Welcome United“ is back! The parade in Berlin last September was just the beginning – even bigger, even more colorful, even louder we will enter this year the streets of Hamburg on September 29th. For unconditional solidarity – for the right to come, go and stay. We’ll come united!

Attached you will find our call. We ask you to sign this call – send us an e-mail to mail@welcome-united.org by May 10th.

In the days after that we will officially kick-off this year’s campaign – with you on board.

Let’s come united!

——————————

Who should sign?
Everyone should join, who cares about solidarity and anti-racism. Whether political groups, cafes, clubs, welcome initiatives or individuals: everyone is invited and encouraged to sign and be there.

Who are we?
We are an open initiative of people from different social, anti-racist and political networks. Behind us are no big organizations and no parties. In the next months, there will be numerous opportunities for cooperation for those who wish.

What’s being planned on 29th of September?
We’re planning a big antiracist parade in Hamburg: demo, train, carnival, theater, music. We want to see our stories on the streets, make the unheard heard and bring our demands into the public debate.

Want to participate?
Sign the call and forward it! There are already many events, events, demonstrations taking place. Start and continue networking, write us, join the process. Participate in the mobilization and organize a journey in convoys, buses or even „Trains of Hope“ – so that we will become visibly many on the 29th of September- because we are many!
____________________________
Liebe Freund*innen,
die antirassistische Parade „Welcome United“ ist wieder da! Die Parade in Berlin im letzten September war erst der Anfang – noch größer, noch bunter, noch lauter werden wir in diesem Jahr am 29. September die Straßen Hamburgs erobern. Für bedingungslose Solidarität – für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben. We’ll come united!
Im Anhang findet Ihr unseren Aufruf. Wir bitten Euch, diesen Aufruf zu unterschreiben – schreibt uns bis zum 10. Mai eine E-Mail an mail@welcome-united.org.
In den Tagen danach starten wir dann offiziell unsere diesjährige Kampagne – mit Euch an Board.
Let’s come united!
——————————
Wer soll unterschreiben?
Es sollen alle mitmachen, denen Solidarität und Antirassismus wichtig sind. Egal, ob politische Gruppen, Cafés, Clubs, Willkommensinitiativen oder Einzelpersonen: Alle sind eingeladen und aufgefordert, zu unterschreiben und dabei zu sein.
Wer sind wir?
Wir sind eine offene Initiative von Personen aus verschiedenen sozialen, antirassistischen und politischen Netzwerken. Hinter uns stehen keine großen Organisationen und keine Parteien. In den nächsten Monaten wird es für alle, die möchten, zahlreiche Gelegenheiten der Mitarbeit geben.
Was ist am 29.9. geplant?
Wir planen eine große antirassistische Parade in Hamburg: Demo, Zug, Karneval, Theater, Musik. Wir wollen unsere Geschichten auf den Straßen sehen, den Ungehörten Gehör verschaffen und unsere Forderungen in die öffentliche Debatte bringen.
Was könnt Ihr tun?
Unterschreibt den Aufruf und leitet ihn weiter! Es finden bereits jetzt viele Events, Veranstaltungen, Demonstrationen statt. Vernetzt Euch, schreibt uns, macht mit. Beteiligt Euch an der Mobilisierung und organisiert eine Anreise in Konvois, Bussen oder gar „Trains of Hope“ – damit wir am 29.9. richtig viele werden – denn wir sind viele!

[nach oben]

Stellenauschreibungen und Förderungen

Förderung „GRENZENLOS WILLKOMMEN“

Im Jahr 2018 stärkt die Deutsche Jugend in Europa (djo) ihre Mitglieder, indem sie ehrenamtliche Initiativen für, mit und von geflüchteten Jugendlichen mit zehn Kleinstprojekt-Förderungen von jeweils 750 Euro unterstützt. Wichtig ist, dass an den Projekten geflüchtete Kinder und Jugendliche direkt beteiligt sind.
Die Projektentwicklung, Antragstellung, Umsetzung und Abrechnung wird bei Bedarf durch das Coaching-Programm begleitet. Zusätzlich können die Projekte mit einer Antragstellung im Förderprogramm „Noch viel mehr vor“ der Stiftung Aktion Mensch kombiniert werden.
Einzureichen ist eine Projektbeschreibung und ein Finanzierungsplan (max. 2 Seiten als pdf) bis zum 31. Juni 2018 per Email.
Hier können Sie weitere Informationen u.a. zu den Förderbedingungen nachlesen:
thumbnail of ausschreibung-foerderung-grenzenlos-willkommen-2018

[nach oben]

Bund fördert Integration von jungen Zuwanderern

Ab sofort Bewerbungen möglich (Antragsfrist endet am 31. Mai)
Das Bundesjugendministerium fördert gemeinwesenorientierte Projekte zur Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen zwölf und 27 Jahren. Interessierte Träger können Anträge auf einen Zuschuss von bis zu 70.000 Euro für jedes Projektjahr bis zum 31. Mai 2018 einreichen. Gefördert werden können Vorhaben zur Integration junger zugewanderter Menschen.

Die Projekte sollten sich an den beiden Themenschwerpunkten „Identitätsbildung: Stärkung der eigenen Identität – Empowerment“ oder „Teilhabe: Partizipation auf Augenhöhe“ orientieren. Ausgeschlossen sind Projekte zum Spracherwerb und mit Bezug zum Arbeitsmarkt.

Ausgeschrieben werden die Projektmittel über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Möglich ist eine bis zu dreijährige Projektlaufzeit. Die Anträge können bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)  gestellt werden.

Weitergehende Informationen u.a. zu den Vorgaben finden Sie hier: http://jugendsozialarbeit.news/integration-junger-zugewandeter-foerdern-jetzt-projektgelder-beantragen/

Kontakt: BAG EJSA e.V., Wagenburgstraße 26-28, 70184 Stuttgart

Ansprechpartner dort: Benjamin Weil (fachliche Beratung), Telefon: 0711/16489-32, und Daniela Urano (rechnerische Beratung), Telefon: 0711/16489-31

[nach oben]

Projektmitarbeit beim Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt

Der Flüchtlingsrat Sachen-Anhalt sucht
eine*n Mitarbeiter*in
für das Projekt »Right of Residence – Informationskampagne zu Bleiberecht und Aufenthaltsperspektiven«. Arbeitsbeginn ist der 01.07.2018.
Wir freuen uns über Bewerbungen von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung, Schwarzen Menschen oder People of Color.
Das Projekt »Right of Residence – Informationskampagne zu Bleiberecht und Aufenthaltsperspektiven« ist im September 2017 gestartet und hat das Ziel landesweit über das stichtagsunabhängige Bleiberecht nach §§ 25a und 25b AufenthG für langjährig Geduldete sowie weitere Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung, z.B. durch § 60a AufenthG, zu informieren.
Das Aufgabenprofil umfasst
Recherche zur rechtlichen Lage und Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung
Analyse der Zugangsvoraussetzungen zu Informationen und Bildungsformaten der verschiedenen Kampagnenzielgruppen
Planung und Umsetzung von Informations- und Bildungsveranstaltungen
Interessenvertretung gegenüber Landes- und kommunalen Behörden
Von Bewerber*innen erwarten wir:
(Fach-)Hochschulabschluss im sozialen oder geistes-, sozial-, politikwissenschaftlichen Bereich oder vergleichbare Qualifikation
Kenntnisse in den Themenbereichen Asylpolitik und Aufenthaltsrecht,
praktische Erfahrungen im Themenfeld
Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
sehr gute Deutschkenntnisse und mindestens eine Sprache, die Geflüchtete sprechen
Team- und Kooperationsfähigkeit
Flexibilität, Belastbarkeit und persönliches Engagement
Die Stelle hat einen Umfang von 15 Stunden/Woche für Juli und August und ab September 25 Stunden/Woche. Eine Weiterführung des Projektes 2019 wird angestrebt.
Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L Ost, Gruppe 10.
Arbeitsort ist Halle (Saale) oder Magdeburg.
Die Stelle ist befristet bis 31.12.2018. Eine Verlängerung wird angestrebt.

Aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung, die in Kraft treten wird, bitten wir Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (ohne Foto) bis zum 08.06.2018 ausschließlich postalisch an folgende Adresse zu senden:
Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.
Kurallee 15
06114 Halle (Saale)
Für Rückfragen stehen Ihnen Christine Bölian unter 0391/50 549 613 und Soma Said unter 0345/22 60 95 15 zur Verfügung.
Die Bewerbungsgespräche werden am 13.06. von 16:00-19:00 und am 15.06. von 10:00-13:00 Uhr in Magdeburg stattfinden.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

thumbnail of 180516 Stellenausschreibung Mitarbeit ROR

[nach oben]

 

Seminare, Workshops, Weiterbildungen

We’ll Come United-Sommercamp vom 5.-8. Juli in Brandenburg

Wir haben einen guten Ort gefunden. Das Camp findet auf dem Gelände von KuBiB e.V., der „Quecke“ in Falkenberg statt. Es wird vielfältige Treffen- und Arbeitsräume geben, auch für spontane kreative Ideen. Workshops, Beratung, Konzerte, Theater, eine Bastelwerkstatt, ein Café u.v.m. sind in Planung. Wir nehmen uns mehrere Tage Zeit um zu diskutieren, gemeinsam Strategien zu entwickeln und handfeste Materialien zu erstellen. Wir wollen darüber hinaus zusammen kochen, Kaffee trinken, Musik machen, tanzen und eine gute Zeit haben.

Kontakt und Anmeldung für das Sommercamp: welcomeunitedsummerschool@gmail.com oder Whats app: 015171872272

[nach oben]

 

Meinungen und Meldungen

Die Vereinbarkeit von Sonderrecht für Asylsuchende und Geduldete aus sicheren Herkunftsstaaten mit Art. 3 GG

Der Autor David Werdermann schreibt: Im Rahmen meiner rechtswissenschaftlichen Tätigkeit habe ich mich mit Sonderrecht für Menschen aus sicheren Herkunftsstaaten (Einreise- und Aufenthaltsverbote, Lagerpflicht, Residenzpflicht, Arbeitsverbot, Ausschluss von Ausbildungsduldung, Integrationleistungen Schulpflicht u.a.) befasst, von dem insbesondere Roma/Romnja aus den Westbalkanstaaten betroffen sind. Dabei bin ich zu der Auffassung gelangt, dass die Regelungen zu einem großen Teil gegen den allgemeinen Gleichheitssatz nach Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz verstoßen.

Das Instrument der sicheren Herkunftsstaaten erfreut sich seit einigen Jahren größer werdender Beliebtheit. Nicht nur die Liste der sicheren Herkunftsstaaten wurde sukzessive ausgeweitet, sondern auch das Recht, das an die Herkunft aus diesen Staaten anknüpft. Durch verschiedene Änderungen im Asyl-, Aufenthalts-, Sozial- und Abstammungsrecht ist ein Sonderrecht für Asylsuchende und Geduldete aus sicheren Herkunftsstaaten entstanden. Der nachfolgende Beitrag untersucht, ob die neuen Gesetze, die an die Herkunft aus einem sicheren Herkunftsstaat anknüpfen, mit dem Gleichheitssatz des Art. 3 GG vereinbar sind.

Den Artikel gibt es hier: http://www.davidwerdermann.de/wp-content/uploads/2018/03/sonderrecht-sichere-herkunftsstaaten.pdf
Im Interview mit Radio Dreyeckland habe ich versucht, den Aufsatz zu erläutern: https://rdl.de/beitrag/sonderrecht-f-r-menschen-aus-sicheren-herkunftsstaaten-vs-art-3-grundgesetz

Der Autor hofft, dass der Beitrag auch in der politischen Auseinandersetzung um den Umgang mit Roma/Romnja aus den Westbalkanstaaten helfen kann und einen Beitrag dazu leistet, ihre Diskriminierung zu überwinden. Er kann möglicherweise auch in der Diskussion um die von der Regierung geplante Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten verwendet werden

[nach oben]

Spiegel: Flüchtlinge an Schulen – Wie Apartheid

»An vielen Schulen bleiben junge Flüchtlinge und andere Migranten unter sich. Was bedeutet das für den Lernerfolg, die Integration? Eine Studie liefert Einblicke.«

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/fluechtlinge-an-schulen-das-problem-heisst-segregation-a-1194851.html

[nach oben]


Facebooktwittergoogle_pluspinterest