Abschiebung in Halle: Von der Ferienfreizeit in den Abschiebeflieger

Gestern kam es in Halle erneut zu einer Abschiebung, in deren Rahmen ein Kind aus seiner Tagesgruppe von der Polizei abgeholt wurde.
 
Als am frühen Morgen des 12. Juli zwei Familien aus einer Sammelunterkunft in Halle abholt wurden, war eines der Kinder auf einer freiwilligen Ferienfreizeit für Kinder zwischen 14 und 16 Jahren. Daraufhin holte die Polizei den Jungen aus dem Bildungshaus Villa Jühling ab – unter den Augen von Betreuer_innen und anderen Jugendlichen, teilweise mit eigenen Fluchterfahrungen.
Wie schon bei der »Kindergartenabschiebung« vor drei Wochen kritisieren wir das Vorgehen der Behörden scharf. Keine Abschiebung ist human, sie aber unter den Augen von anderen Jugendlichen durchzuführen, ist einfach nur noch fahrlässig. »Die Umsetzung geltenden Rechts« wie die Zwangsmaßnahmen so gerne genannt werden, führt damit zu bodenloser Ungerechtigkeit und unnötigem Leid.
Für mehr Hintergründe zur Position des Flüchtlingsrats haben wir am 20.06. ein Papier über Abschiebungen und Rückkehrmanagement veröffentlicht:
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