Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 04/2017

Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise bitte an news@fluechtlingsrat-lsa.de

Für An- und Abmeldung siehe fluechtlingsrat-lsa.de/infoservice-anmeldung/

Inhaltsverzeichnis

 

Tagungen, Lesungen, Diskussionen

25.03. in Halle: Meine Freundin von nebenan – ein Erfahrungsaustausch zwischen Frauen صديقتي في البيت المجاور

25.03.2017 14:00, Infopoint Innenstadt, Waisenhausring 1b, 06108 Halle (Saale)

Sie sind schon einmal in eine andere Stadt oder ein anderes Land gezogen?
Dann haben Sie schon Erfahrung darin, an einem neuen Ort Freundschaften aufzubauen. Wie komme ich zum Beispiel mit meiner Nachbarin oder meinen neuen Kolleginnen in Kontakt?
Wir laden deutsche, syrische und arabische Frauen ein, die an einem Austausch interessiert sind.
Bei Tee und Keksen wollen wir über diese Erfahrungen, aber auch über unterschiedliche Traditionen sprechen.
Außerdem möchten arabische Mütter sich gerne über den Kontakt mit Mitarbeiter*innen im Kindergarten und das deutsche Bildungssystem austauschen.Unser Ziel ist es, gegenseitig unsere Traditionen und Erfahrungen kennen zu lernen und zusammen unser Wissen zu erweitern.
Es gibt Kinderbetreuung und ein*e Dolmetscher*in ist vor Ort.
http://www.friedenskreis-halle.de/component/jem/event/141-meine-freundin-von-nebenan.html

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04.04. in Halle: flüra.lokal – offenes, flüchtlingspolitisches Treffen

[English, French below]

Wir laden ganz herzlich zum zweiten flüra.lokal ein:

Zeit: Dienstag, 4.4.2017, 18:00 Uhr
Ort: Goldene Rose, Rannische Str. 19, 06108 Halle (Saale)

In gemütlicher Runde möchten wir die Arbeit des Flüchtlingsrates sowie Möglichkeiten des Mitwirkens vorstellen. Das Treffen dient dem Austausch und der Vernetzung zu aktuellen flüchtlingspolitischen Themen.

Thematischer Schwerpunkt soll der Umgang mit Behörden und Gesetzesverschärfungen sein. Der Alltag vieler geflüchteter Menschen ist geprägt durch gesetzliche Restriktionen und Probleme im Umgang mit Behörden. Dementsprechend ist auch die flüchtlingssolidarische Arbeit ständig konfrontiert mit den Hürden durch Verwaltung, Behörden und Gesetzesänderungen. Aktuelles Beispiel sind die Wohnsitzauflagen, die mit dem sog. Integrationsgesetz eingeführt wurden und in Sachsen-Anhalt in verschärfter Form angewendet werden. Wir möchten an diesem Abend über diese Änderungen informieren und uns mit euch über Handlungsmöglichkeiten austauschen.

Wir freuen uns auf einen solidarischen Austausch!

Zum flüra.lokal:
Das flüra.lokal findet ab jetzt einmal im Monat als offenes flüchtlingspolitisches Treffen statt. Der Ort wird variieren. Wir möchten den Flüchtlingsrat damit für Anregungen und Mitarbeit öffnen und die antirassistische, flüchtlingssolidarische Arbeit im Land stärken.

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We kindly invite you to our second flüra.lokal:

Tuesday, April 4th, 2017, 6.00 PM
Address: Goldene Rose, Rannische Str. 19, 06108 Halle (Saale)

In a comfortable and informal meeting we’d like to introduce the Refugee Council in Saxony-Anhalt and present possibilities of getting involved in our work. The meetings‘ main purpose is the exchange of information and perspectives on current topics in migration and asylum politics.

In this interation of our meeting we propose to take a closer look at recent tightenings in asylum laws and how to deal with the subsequent restrictions in administration.

Since many refugees‘ daily lives are directly affected by these restrictions, a refugee’s supporter’s job is getting harder as well with more hoops to jump through and more things one needs to know about. Among the most tangible topics today is the domicile reqiurement (Wohnsitzauflage) that was introduced with the federal integration law with restrictions and that’s taken even further on a state level. We’d like to inform about these and exchange ideas for individual ways of support and intervention.

We’re looking forward to seeing you!

About the flüra.lokal
The flüra.lokal takes place monthly in different locations around Saxony-Anhalt. Time and place will be announced in advance. We want to provide space for mutual exchange about recent matters in asylum and migration politics and society. The refugee council seeks to open up to new ideas and collaboration so as to strengthen the work of refugee friendly and anti-racist groups and collectives in the state.

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Nous vous invitons cordialement aux deuxieme flüra.lokal – une réunion sur des sujets anti-raciste et de réfugié(e)s.

Quand: Mardi, 4.4.2017, 18:00h
Où: Goldene Rose, Rannische Straße 19, 06108 Halle (Saale)

Dans un cercle agréable on veut presenter le travail du Flüchtlingsrat (Conseil pour les réfugié(e)s) et les possibilités à nous soutenir. La réunion serve à s’échanger et se relier sur les questions relatives à la politique des réfugié(e)s.

Cette fois, notre thème principale va être le maniement avec les autorités et les restriction de lois d’asile. La vie quotidienne du plupart de refugié(e)s est plein de restrictions legals et de problèmes avec des autorités. Un exemple actuel: La ‚Wohnsitzauflage‘ (obligation de résidence fixe), qui est très restrictive à Sachsen-Anhalt. Ce soir-là, on veut vous informer aux changements actuels et discuter des actions possibles.

Le flüra.lokal aura lieu régulièrement une fois par mois à des endroits différents.

Nous espérons de vous voir cette fois à Halle!

http://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2017/03/fluera-lokal-offenes-fluechtlingspolitisches-treffen-4-4-17-1800-uhr-halle-saale/ 

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18.04. in Halle: „Wie meinst du das?“ – Interkulturelle Missverständnisse meistern

Wann: 18. April 2017
17.00 – 20.00 Uhr
Wo: SeminarLaden am WELCOME Treff
Waisenhausring 1b
06108 Halle (Saale)

Kommunikation findet nicht nur verbal statt. Was, wenn Dein Gegenüber etwas ganz anderes wahrnimmt, als Du gemeint hast? Welche Missverständnisse durch die Unterschiede zwischen deutscher und arabischer Sprache und Kultur entstehen können und was man beachten sollte, erfahrt ihr in diesem Vortrag.

Referent: Mohamad Esmail, Psychologe

http://www.willkommen-in-halle.de/events/2094/themenabend-gesellschaft-und-migration-„wie-meinst-du-das“-interkulturelle-missverstaendnisse-meistern/ 

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20.04. in Halle: „Ehrenamt interkulturell“ für Vereine und Organisationen

Wann: 20. April 2017
08.30 – 11.00 Uhr
Wo: SeminarLaden am WELCOME Treff
Waisenhausring 1b
06108 Halle (Saale)

Vielfalt und der Umgang mit Differenz und Diversität sind zu einem aktuellen Thema auf allen gesellschaftlichen Ebenen geworden, nicht erst seit dem viele Menschen auf der Flucht vor Krieg und  Vertreibung  auch  nach  Halle  gekommen  sind und  hier inzwischen  ein  neues  Zuhause  gefunden haben. Mittlerweile haben auch Vereine, Verbände, Religionsgemeinschaften und Migrantenorganisationen  erkannt, dass sie sich neuen Zielgruppen öffnen müssen und es sich lohnt, dies auch im freiwilligen Engagement zu tun.

Wie es gelingen kann, Veränderungsprozesse in der eigenen Organisation anzustoßen, Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion  für ein freiwilliges Engagement zu gewinnen und die Angebote so zu gestalten, dass sie attraktiv sind und ein Gewinn für alle Seiten, darum geht es in der Reihe „Ehrenamt interkulturell“.

http://www.willkommen-in-halle.de/events/2088/workshop-fuer-vereine-und-organisationen-„gemeinsam-stark-–-werte-in-der-zusammenarbeit“/ 

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22.04. in Halle: Landesweites Vernetzungstreffen der Flüchtlingsinitiativen

Liebe Unterstützer_innen,

alle Willkommensbündnisse, Nachbar- schaftsinitiativen, antirassistischen Gruppen und natürlich auch interessierte Einzelpersonen zum zweiten, landesweiten Vernetzungstreffen nach Halle ein!

Auch im Jahre 2017 ist die ehrenamtliche Unterstützung von Geflüchteten ein wichtiger Pfeiler der solidarischen Gesellschaft: Sie setzt der rassistischen Hetze etwas entgegen und trägt zu wertvollem und unbürokratischen Kontakt zwischen geflüchteten Menschen und der Mehrheitsgesellschaft bei.

Durch ihr Engagement haben sich viele Engagierte in den vergangenen Monaten und Jahren zu Expert_innen für ihre jeweiligen Themen- und Problemfelder entwickelt. Und dennoch ist die alltägliche Arbeit an der Basis niemals problem- oder konfliktfrei.

Aus diesem Grund wollen wir unser Vernetzungstre en unter genau diesen Stern stellen: Gemeinsam Lösungen entwickeln – lokal aktiv werden – solidarisch unterstützen.

Um besser planen zu können, bitten wir um eine Anmeldung unter www.fluechtllingsrat-lsa.de/initreff

Einladung und Programm als PDF

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Informationen, Webportale & Broschüren

Bericht: Situation unbegleiteter Kinder und Jugendlicher

Am 15. März 2017 hat das Bundeskabinett den Bericht des Bundesjugendministeriums zur Situation von unbegleiteten ausländischen Minderjährigen in Deutschland beschlossen. Es ist die erste umfassende Bestandsaufnahme seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung unbegleiteter ausländischer Kinder und Jugendlicher am 1. November 2015. Das Fazit: Das Verfahren zur bundesweiten Aufnahme wird von den Ländern und Kommunen verantwortungsvoll umgesetzt und funktioniert im Wesentlichen gut.

Die Entwicklung der Zahlen unbegleiteter Minderjähriger, die nach Deutschland geflüchtet sind, zeigen, dass die Einführung einer bundesweiten Aufnahme der Kinder und Jugendlichen dringend erforderlich war. Am 1. Februar 2017 waren 43.840 unbegleitete Minderjährige in Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe. Der Bericht belegt, dass die unbegleiteten Minderjährigen in der Regel gut und bedarfsgerecht versorgt werden. Mit großem Tempo wurden die dafür nötigen Strukturen in der Kinder- und Jugendhilfe geschaffen.

Für den ersten Bericht zur Situation von unbegleiteten ausländischen Minderjährigen in Deutschland wurden Länder, Kommunen und Fachverbände befragt. Zudem wurden amtliche Statistiken, Verwaltungsdaten und der Stand der Forschung zu unbegleiteten Minderjährigen ausgewertet. Weitere Informationen hier in der vollständigen Pressemitteilung.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Glinkastr. 24
10117 Berlin
Fon: 030.18 55 50
Mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Web: www.bmfsfj.de 

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Broschüre: Begleitheft zu rechtsextremen Symbolen in sieben Sprachen

Migrant*innen können sich seit kurzem in ihrer Heimatsprache über rechtsextreme Symbole und Codes informieren. Im Rahmen des Projekts „Demokratie in Vielfalt“ ist ein mehrsprachiges Begleitheft zur seit Langem im Land Sachsen-Anhalt bekannten Faltkarte „Styles und Codes des Rechtsextremismus“ von der Landeszentrale für politische Bildung erschienen. Übersetzt wurde die Erklärung der Symbole in deutscher und sechs weiteren im Land Sachsen-Anhalt relevanten Sprachen wie Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch, Polnisch und Russisch.

„Die Zahl fremdenfeindlicher Angriffe steigt derzeit dramatisch zu. Die Migrant*innen sind zweifelsohne potenzielle Opfer solcher Angriffe und sehen sich permanent in ihrer persönlichen Sicherheit bedroht. Andererseits erkennen nur wenige die Bedeutung dieser Symbole, welche ihnen im Alltag begegnen, z.B. in Straßenbahnen, Schwimmbad oder Disco. Mit dem Begleitheft werden diese Informationen auch den Migrant*innen zugänglich gemacht“, erläutert Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA und zugleich strategischer Projektbegleiter seine Intention: „Bei uns gibt es keinen Platz für Vorurteile oder Diskriminierung. Stattdessen spielen Vielfalt und Toleranz entscheidende Rollen.“

Mehrsprachigkeit kann dabei große Hilfe leisten. Druckfrische Hefte wurden innerhalb der ersten Tage von den Migrantenorganisationen in großen Mengen vorbestellt. Offenbar sind die Hefte so attraktiv, dass auch einheimische Institutionen die Bestellungen abgeben.
„Die Migrant*innen first“, so Mohamad augenzwinkernd: „die deutsche Fassung wird die Landezentrale neu auferlegen.“

Das Projekt „DiV*“ geht indes in die neue Förderperiode. Durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzung arbeitet das Team weiter auf sein großes Ziel hin: Ein gut verankertes transkulturelles Demokratieverständnis im deutschlandweit einzigartigen Netzwerk unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit. LAMSA repräsentiert so mit seinen mehr als neunzig Mitgliedsorganisationen eine Einheit der Vielfalt.

Das Begleitheft ist unter www.lamsa.de und www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de als PDF-Datei abrufbar.

Das 7-sprachige Heft als PDF

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Buch: Globale Migration – Geschichte und Gegenwart

Migration ist der Normalfall. Zugleich ist sie in ihrer weltweiten Dimension eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Fluchtursachen waren und sind Armut, Krieg oder Naturkatastrophen, und bis heute erleiden Menschen das Schicksal von Vertreibung oder Deportation. Auch die wachsende Weltbevölkerung, die alternden Gesellschaften vor allem der nördlichen Halbkugel und der Klimawandel sind Auslöser für weltweite Wanderungsbewegungen. Migration verändert die Gesellschaften sowohl dort, wo Menschen hinkommen, als auch dort, wo sie weggehen. Jochen Oltmer beleuchtet Ursachen, Formen und Auswirkungen globaler Migration in Geschichte und Gegenwart.

Autor: Jochen Oltmer, Seiten: 144, Erscheinungsdatum: 01.03.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10001

http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/243498/globale-migration?pk_campaign=nl2017-03-08&pk_kwd=243498

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Buch: Unter einem Dach

Am Anfang stand die Überzeugung, es müsse für die nach Deutschland Geflohenen doch mehr geben als Turnhallen und Suppenküchen: Eine Familie im Hamburger Umland beschließt, einen jungen syrischen Flüchtling in ihr Haus aufzunehmen. Das Zusammenleben stellt alle vor Herausforderungen: Welche Erwartungen bestehen, werden geäußert oder verschwiegen? Welche Regeln des Alltags, der Höflichkeit, der Interaktion, der Religion sind zu beachten, damit alle sich wohlfühlen? Wie, wann und was kocht man, wenn ein Muslim im Haus lebt? Wieviel Vertrautheit erwartet und erträgt jede und jeder in der Hausgemeinschaft? Syrische und deutsche Prägungen bieten, wenn sie aufeinandertreffen, Diskussionsbedarf und das Potenzial für Missverständnisse. Zugleich, das ist die ermutigende Botschaft des Buches, verändert und bereichert dieser Kontakt alle unter dem Dach der Familie Sußebach.

Autor: Amir Baitar / Henning Sußebach, Übersetzung: Amir Baitars Texte wurden aus dem Arabischen übersetzt von Larissa Bender, Seiten: 192, Erscheinungsdatum: 06.03.2017, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 10041

http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/243570/unter-einem-dach?pk_campaign=nl2017-03-08&pk_kwd=243570 

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Jahresbilanz 2016 der Mobilen Opferberatung

265 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 401 direkt davon betroffenen Menschen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2016 in Sachsen-Anhalt registriert. Damit hat sich die Zahl der bekannt gewordenen politisch rechts und rassistisch motivierten Angriffe im Vergleich zu 2015 erneut erhöht. So hatte die Mobile Opferberatung im März 2016 für das Jahr 2015 217 Angriffe bekannt gegeben und damit eine Verdopplung im Vergleich zu 2014 konstatieren müssen.

Zwei Drittel der Angriffe waren rassistisch motiviert. Damit setzt sich der anhaltende Anstieg rassistischer Gewalt seit 2014 unvermindert fort. Eine besonders besorgniserregende neue Entwicklung ist, dass deutlich mehr Kinder von rassistischer Gewalt betroffen waren. 2016 war es zudem nur glücklichen Umständen geschuldet, dass in Sachsen-Anhalt die Betroffenen bei sechs versuchten Tötungsdelikten mit politisch rechtem Hintergrund überlebt haben. Bei 88 Prozent der dokumentierten Fälle handelt es sich um versuchte bzw. vollendete Körperverletzungs- bzw. Raubdelikte. Daneben wurden zwölf Brandstiftungen sowie sechs Nötigungen bzw. Bedrohungen und neun Sachbeschädigungen aufgrund der jeweils gravierenden Folgen für die Betroffenen in die Statistik aufgenommen.

Näheres zum Bericht: http://www.mobile-opferberatung.de/mobile-opferberatung-veroeffentlicht-jahresbilanz-2016-anstieg-auf-265-rechte-gewalttaten-markiert-bitterste-bilanz-seit-bestehen-des-projekts-sachsen-anhalt-braucht-bleiberechtserla/

Statistik als PDF

 

Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt
c/o Miteinander e.V.
Erich-Weinert-Str. 30
39104 Magdeburg
Fon: 0391.620 77 52
Mail: opferberatung.mitte@miteinander-ev.de
Web: www.mobile-opferberatung.de 

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Thesenpapier: AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt – Kulturkampf von Rechts

Seit einem Jahr ist die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten. Ihr Einzug in das Landesparlament in Magdeburg markiert den bisherigen Höhepunkt der Mobilisierungsfähigkeit einer rechten Partei in Deutschland. Miteinander e.V. zieht mit fünf Thesen eine erste Bilanz des Agierens der AfD im Landtag und veröffentlicht hierzu ein miteinanderaktuell.

http://www.miteinander-ev.de/index.php?page=61&modaction=detail&modid=650 

Thesenpapier als PDF

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Übersicht: Migrationspolitik – Februar 2017

Was ist in der Migrations- und Asylpolitik im letzten Monat passiert? Wie haben sich die Flucht- und Asylzahlen entwickelt? Wir blicken zurück auf die Situation in Deutschland und Europa.

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/flucht/243582/migrationspolitik-februar-2017?pk_campaign=nl2017-03-08&pk_kwd=243582

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Aufrufe und Kampagnen

»Die Menschen gehen hier langsam zugrunde« – Aufruf von PRO ASYL

In diesen Tagen jährt sich das Inkrafttreten des EU-Türkei-Deals. Und mittlerweile wird immer klarer, dass die EU Schutzsuchenden kein Asyl mehr gewähren will: Mehr als 60.000 Flüchtlinge sitzen in Griechenland fest. Über 15.000 sind es in den Haft- und Elendslagern auf den Ägäischen Inseln. Die Menschen dort hungern, frieren und verzweifeln: Ihnen droht die Abschiebung in die Türkei.

Angesichts dieser Entwicklung haben wir den Einsatz von PRO ASYL in der Ägäis weiter ausgebaut:

Mitarbeitende des PRO ASYL-Teams RSPA (Refugee Support Program Aegean) recherchieren und dokumentieren vor Ort die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern und versuchen, die Menschen aus den Lagern herauszubekommen.
RSPA-Anwältinnen organisieren Einzelfallklagen gegen im Rahmen des EU-Türkei-Deals geplante Abschiebungen. Bislang konnten sämtliche Abschiebungen von Menschen, die ein Schutzgesuch gestellt haben, verhindert werden.
Das Team hilft Flüchtlingen bei der häufig sehr schwierigen Familienzusammenführung. Vor allem Familien, Müttern mit Kindern und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen steht es dabei zur Seite. Bereits mehrfach ist es uns gelungen, Familien wieder zusammenzubringen.
Aktuell untersucht unser Team rechtswidrige Zurückweisungen von Flüchtlingen in die Türkei. Dies betrifft zum Beispiel zehn syrische Schutzsuchende, die von der Insel Kos illegal in die Türkei abgeschoben wurden. Hier bereiten wir Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vor.
Dort wo die Politik versagt, müssen wir heute mehr denn je zusammenstehen, um den schutzsuchenden Menschen zu helfen.

Unterstützen Sie unseren rechtlichen, politischen und humanitären Einsatz für Flüchtlinge mit Ihrer Spende:

https://www.proasyl.de/spenden/

Auch als Fördermitglied sind Sie herzlich willkommen:
https://www.proasyl.de/mitglied-werden/ 

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Bedarfsermittlung zum Fortbildungsangebot „Pädagogische Handlungsstrategien im Umgang UMF“

Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen hat auch die Nachfrage nach psychosozialer Unterstützung dramatisch zugenommen, dies auch gerade in Bezug auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF). Mit dem erheblichen Zustrom dieser Gruppe von besonders zu schützenden Kindern und Jugendlichen innerhalb der Jugendhilfe steigt auch die Anzahl derjenigen, die psychisch belastet sind und Anzeichen von Traumafolgestörungen im Alltag zeigen. Vor diesem Hintergrund hat das Psychosoziale Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt eine Konzeption für Fortbildungsmaßnahmen mit dem Titel „Pädagogische Handlungsstrategien im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ erarbeitet.

Durch diese Fortbildungen sollen die Teilnehmenden mehr Handlungssicherheit für ihre tägliche Arbeit erhalten. Sie werden sensibilisiert für die Situation von Jugendlichen, welche aufgrund von Flucht, Krieg, Gewalt und Folter traumatisiert sind. Anhand von eigenen oder mitgebrachten Fallbeispielen können verschiedene Strategien und pädagogische Handlungsmöglichkeiten vorgestellt und gemeinsam in der Gruppe entwickelt werden. Zugleich erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in diesem Rahmen mit anderen Fachkräften auszutauschen und voneinander zu profitieren.

Die Fortbildungen werden ab dem Frühjahr 2017 in den Räumen des PSZ an den Standorten Halle und Magdeburg bzw. vor Ort angeboten. Das Fortbildungsangebot wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert und ist somit für die Teilnehmenden grundsätzlich kostenlos. Hauptzielgruppe dieser Veranstaltungen sind Betreuer*innen und (Sozial-)Pädagog*innen, welche in ihrer täglichen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen auf Herausforderungen stoßen und sich in Bezug auf Ursachen und Symptome von Trauma sowie pädagogische Handlungsmöglichkeiten weiterbilden möchten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Standorte:

Psychosoziales Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt
Liebknechtstr. 55
39108 Magdeburg
Fon: 0391.631 098 07
und
Charlottenstr. 7
06108 Halle (Saale)
Fon: 0345.212 57 68
Mail: kontakt@psz-sachsen-anhalt.de 
Web: www.psz-sachsen-anhalt.de

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Stellenauschreibungen und Förderungen

Aktionsfonds für eine Offene Gesellschaft

Deutschland. Die Robert Bosch Stiftung unterstützt als Partner der „Initiative Offene Gesellschaft“ Aktionen für eine Offene Gesellschaft. Übernommen werden Sachkosten für Projekte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein Wir-Gefühl stärken, die für Toleranz, Vielfalt und Demokratie eintreten.

Gefördert werden Projekte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein Wir-Gefühl stärken, für Toleranz, Vielfalt und Demokratie eintreten und sich gegen politischen Radikalismus und Hass positionieren. Dies können Einzelveranstaltungen sein, ebenso aber auch Veranstaltungsreihen oder mehrwöchige Aktionen. Denkbar sind kreative Ansätze (Theater, Songs, Texte) ebenso wie Debattenbeiträge oder Feste für Demokratie. Beantragt werden können bis zu 3.000 Euro, übernommen werden allerdings ausschließlich Sachkosten. Bewerben können sich Schulen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Vereine und kleine Initiativen sowie kommunale Stellen. Bewerbungen sind laufend möglich. Nähere Informationen sind hier zu finden:

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/70155.asp

Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart
Fon: 0711.46 08 40
Mail: impressum@bosch-stiftung.de
Web: www.bosch-stiftung.de

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Antidiskriminierungsbüro Sachsen: Mitarbeiter_in Öffentlichkeitsarbeit

Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) eröffnet nochmals das Bewerbungsverfahren und sucht zum 01.05.2017 eine_n Mitarbeiter_in für das Projekt „Beratung stärken – Rechte durchsetzen – Inklusion leben. Qualifizierte Antidiskriminerungsberatung für Menschen mit Behinderung“ in Leipzig (20h/ Woche, TVöD 10, befristet bis 31.12.2018). Die Stelle ist in ein erfahrenes Projektteam eingebunden. Eine Einarbeitung in den Aufgabenbereich wird ermöglicht.

Im Rahmen des Projektes ist die Stelle eine_r Projektmitarbeiter_in für den Aufgabenbereich Öffentlichkeitsarbeit zu besetzen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Presse – und Öffentlichkeitsarbeit des Projekts.

Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von Menschen mit Behinderung und/ oder persönlichem bzw. familiären Zugang zu Behinderung, da das ADB in seiner Mitarbeiter_innenstruktur möglichst vielfältige Erfahrungshintergründe repräsentieren möchte.

Im Sinne eines Nachteilsausgleichs werden Menschen mit Behinderung (nach Definition des SGB IX) bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Faires Bewerbungsverfahren

Um Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit sicher zu stellen, verwenden wir ausschließlich ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren. Das heißt, wir beurteilen Ihre Qualifikation und fachliche Eignung zunächst ohne Ihre persönlichen Daten wie Name, Geschlecht, Alter etc. zu kennen.

Bitte senden Sie ausschließlich das ausgefüllte Bewerbungsformular per E-Mail bis zum 02.04.2017 an:
bewerbung@adb-sachsen.de

Andere Formen der Bewerbung sind nicht zugelassen.

Weiterführende Informationen zu unseren Stellenausschreibungen und die Bewerbungsformulare finden Sie auf unserer Webseite oder im Anhang.

Stellenausschreibung als PDF

Bewerbungsformular

Kontakt:
Antje Barten, antje.barten@adb-sachsen.de
Tel. 0341 – 30 39 49 2

Mit freundlichen Grüßen,
das Team des Antidiskriminierungsbüros Sachsen

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djo fördert Kleinstprojekte mit Programm „Grenzenlos Willkommen“

Im Jahr 2017 stärkt der Deutsche Jugend in Europa Bundesverband (djo) erneut ehrenamtliche Initiativen für, mit und von geflüchteten Jugendlichen mit der Vergabe von zehn Kleinstprojekt-Förderungen mit jeweils 750 Euro für Projekte, an denen geflüchtete Kinder und Jugendliche beteiligt sind.

Die Projektentwicklung, Antragstellung, Umsetzung und Abrechnung wird bei Bedarf durch das Coaching-Programm begleitet. Zusätzlich können die Projekte mit einer Antragstellung im Förderprogramm „Noch viel mehr vor“ der Stiftung Aktion Mensch kombiniert werden. Die Projekte können kulturelle, künstlerische, erlebnispädagogische Aktivitäten sowie Aktivitäten zur Förderung von gesellschaftlicher Teilhabe — z.B. Sprachlern-, Patenprojekte oder Projekte der politischen Bildung — umfassen. Projektvorschläge können bis zum 2. Mai 2017 eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm der djo finden sich hier und in der Ausschreibung

djo-Deutsche Jugend in Europa Bundesverband e.V.
Kuglerstr. 5
10439 Berlin
Fon: 030.446 77 80
Mail: info@djo.de
Web: www.djo.de

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Förderung von Erstorientierungskursen für Asylbewerber*innen

Ein großer Teil der aktuellen Asylbewerber*innen stammt weder aus einem Land mit hoher Anerkennungsquote, noch aus einem sicheren Herkunftsland.  Für diese Gruppe gab es bislang kein bundesweit einheitliches Orientierungsangebot. Daher sollen ab Juli 2017 in Zusammenarbeit zwischen dem Land Sachsen‐Anhalt und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) flächendeckend Maßnahmen zur Erstorientierung  und Wertevermittlung für Asylbewerber*innen realisiert werden. In Erstorientierungskursen erhalten Asylbewerber*innen wesentliche Informationen über das Leben in Deutschland und erwerben gleichzeitig erste Deutschkenntnisse. Das BAMF fördert im Rahmen einer Zuwendung Träger, die solche Kurse durchführen.

Träger der geplanten Maßnahmen können eingetragene Vereine, die seit mehreren Jahren landesweit in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, landesweit  tätige  (gemeinnützige) Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sofern ihr vorrangiges Ziel die Flüchtlingshilfe oder die Erwachsenenbildung ist, und Volkshochschulen und Volkshochschulverbände. Maßnahmen sind förderfähig, wenn sie frühestens am 1. Juli 2017 beginnen und spätestens zum 31. März 2018 enden.

Die Antragsfrist endet zum 31. März 2017.

Alle weiteren Informationen finden Sie im PDF

Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt
Turmschanzenstr. 25
39114 Magdeburg
Fon: 0391.567 46 71
Mail: elke.neuschulz@ms.sachsen-anhalt.de
Web: www.ms.sachsen-anhalt.de 

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Geschäftsführung für die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.

Die .lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. sucht ab dem 01. Oktober 2017 eine neue Geschäftsführung. Die .lkj) ist der Dach- und Fachverband im Land Sachsen-Anhalt kulturelle Kinder- und Jugendbildung; Freiwilligendienste in Kultur und Bildung im In- und Ausland; Breitenkulturarbeit und Soziokultur.

In der .lkj) sind über 30 Fachverbände der Kinder- und Jugendkulturarbeit sowie kulturelle Einrichtungen als Mitglieder organisiert. Als anerkannter landesweiter Träger der Jugendhilfe nach SGB VIII bildet die . lkj) ein wichtiges Bindeglied in der Querschnittsaufgabe zwischen sozialer Arbeit, Bildung, Kultur und bürgerschaftlichem Engagement.

Aufgaben:

Verantwortliche Leitung einer gemeinnützigen Organisation mit über 20 Mitarbeitenden
Mitarbeit und Kommunikation mit Verbandsgremien, Verwaltung und Politik im Land Sachsen-Anhalt
Beratung und Unterstützung von Mitgliedsorganisationen, Initiativen und Ehrenamtlichen
Koordination der Verwaltung und Mittelbewirtschaftung
Zusammenarbeit im Leitungsteam des Verbandes
Konzeption, Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
Publikations- und Öffentlichkeitsarbeit
Koordination, Qualitätsentwicklung und Controlling der Prozesse und Projekte
Voraussetzungen:

Hochschulabschluss
Erfahrungen in der Leitung einer gemeinnützigen Organisation
Fähigkeit zum selbstorganisierten und strukturierten Arbeiten
Kenntnisse der kultur- und sozialpolitischen Strukturen in Sachsen-Anhalt und im Themenfeld der Kulturellen Bildung
Sicheres Auftreten, Teamfähigkeit, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Kontaktfreudigkeit,
Sozialkompetenz, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen
Erfahrungen in der Erschließung und Nutzung regionaler Netzwerke
Erfahrung und Kompetenzen im Umgang mit Haupt- und Ehrenamtlichen
Gute EDV- und Web-Kenntnisse und Erfahrungen mit CMS und in der Öffentlichkeitsarbeit
PKW-Führerschein
Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten und zur eigenen Weiterbildung
Wohnort Magdeburg oder nähere Umgebung
Erwartet wird zudem:

Persönliches Engagement, Motivation, Flexibilität, Teamorientierung, kommunikative Kompetenzen, sachbezogenes
Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick, Kenntnisse der Strukturen in Sachsen-Anhalt, kulturelle
Interessen, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit
Geboten wird:

ein lebendiges, offenes Team, selbstverantwortliches Arbeiten, familienfreundliches Unternehmen
verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem dynamischen Arbeitsfeld
Vergütung angelehnt an TVL 11
Beginn der Tätigkeit ist der 1. Oktober 2017 in Magdeburg. Die Arbeitszeit beträgt 40 Wochenarbeitsstunden. Die Stelle wird öffentlich gefördert. Die Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Zuwendungsgeber. Bei Einladung zu einem Bewerbungsgespräch werden Reisekosten nicht erstattet. Die Vorstellungsgespräche sind im Zeitraum zwischen dem 24. und 29. April 2017 geplant. Die vollständige Ausschreibung ist hier zu finden.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung und Motivationsschreiben ausschließlich per Mail bis zum 31. März 2017 an die:

.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
Brandenburger Str. 9
39104 Magdeburg
Fon: 0391.244 51 64 oder -60
Mail: info@lkj-sachsen-anhalt.de 
Web: www.lkj-sachsen-anhalt.de 

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Jugendbildungsreferent*in für die djo-Sachsen-Anhalt e.V.

Die djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. ist ein landesweit tätiger, freiheitlich-demokratischer, überparteilicher und überkonfessioneller Jugendverband. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der außerschulischen Bildungs-, Kultur- und Integrationsarbeit sowie in der Internationalen Begegnung. Die djo sucht ab 1. Juni 2017 eine*n Jugendbildungsreferent*in in geschäftsführender Funktion (Vollzeit, 40 Stunden).

Aufgaben:

Selbstständige Planung, Organisation und Durchführung von Angeboten der politischen Bildung, der interkulturellen und kulturellen Jugendbildung, der Stärkung sozialer Kompetenzen, der Aus- und Fortbildung Ehrenamtlicher und Multiplikator*innen sowie der Internationalen Jugendarbeit
Fachliche Beratung und Anleitung lokaler Vereine, Jugendinitiativen und Migrant*innenselbstorganisationen
Entwicklung von bedarfsgerechten Bildungskonzepten und Weiterbildungsprogrammen
Antragsstellung, Controlling, Berichtswesen, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising  Personalverantwortung (2 Mitarbeiterinnen, Honorarkräfte, Praktikant*innen)
Politische und fachliche Außenvertretung des Landesverbandes (Mitarbeit in Gremien und Netzwerken
Voraussetzungen:

Pädagogischer oder sozialwissenschaftlicher Abschluss (Studium)
Einschlägige Berufserfahrungen möglichst im Bereich der Integrationsarbeit und außerschulischen Jugendbildung – insb. Fähigkeiten zur selbstständigen Durchführung von Seminaren
Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Verwaltungen sowie im Umgang mit Fördermitteln und Fördermittelakquise
Sicheres Auftreten, Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick, Kontaktfreudigkeit und Vorerfahrung in Netzwerkarbeit
Interkulturelle Kompetenzen – Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen mit Migrationserfahrung
Bereitschaft zu mehrtägigen Dienstreisen und Wochenendarbeit
Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil
Die Stelle ist zunächst bis 31. Dezember 2018 befristet, kann jedoch, weitere Förderzusagen vorausgesetzt, verlängert werden. Formaler Einstellungsbeginn ist der 1. August 2017. Die Einarbeitung erfolgt ab dem 1. Juni 2017. Individuelle Absprachen für einen späteren Beginn der Einarbeitung sind möglich. Die Bezahlung erfolgt in Anlehnung an TV-L.

Aussagekräftige Bewerbungen sind bis zum 12. April 2017 einzureichen.

djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.
Große Klausstr. 11
06108 Halle (Saale)
Fon: 0345.548 47 22
Mail: info@djo-sachsen-anhalt.de 
Web: www.djo-sachsen-anhalt.de 

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Jugendclub 83 sucht Sozial- oder Erlebnispädagog*in

Der Verein Jugendclub 83, Träger der gleichnamigen offenen Jugendeinrichtung in Wolfen, sucht ab 1. Mai 2017 eine*n Sozialpädagog*in oder eine*n Erlebnispädagog*in bzw. Erzieher*in. Die Stelle ist projektbezogen zunächst bis Dezember 2017 zu besetzen. Eine Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung besteht. Die Stelle umfasst 40 Stundenwochen und wird nach TV- vergütet.

Aufgaben:

Absicherung der Öffnungszeiten des Jugendclubs
Eigenverantwortliche Beratung, Begleitung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen
Selbstständige Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen
Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen, Fachdiensten und Schulen
Eigenständige Umsetzung von Sozialkompetenztraining, Präventionsprojekten sowie erlebnispädagogischen Projekten und Fahrten
Voraussetzungen:

Abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik, Erlebnispädagogik oder Erzieher*in
Erfahrungen im Bereich der offenen Jugendarbeit, Bewegungsförderung, Teamentwicklung und Medienkompetenz
Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen
Flexibilität bei Arbeitszeiten und Tätigkeiten
Führerschein der Klasse III bzw. B
Positive Einstellung zur Zielgruppe Effiziente, flexible und selbstständige Arbeitsweise
Gute administrative Fähigkeiten und Freude an der Zusammenarbeit im Team, einschließlich Ehrenamtlicher

Jugendclub 83 e.V.
Kirchstr. 15
06749 Bitterfeld-Wolfen (OT Wolfen)
Fon: 03493.827 60 00
Mail: Jugendclub_83@gmx.de
Web: www.jugendclub83.org

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Mikroprojektförderung durch das Projekt Resonanzboden – House of Resources

Im Bereich der Integration tätige Vereine, Verbände, Initiativen, Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen in Magdeburg und Umgebung, können im Rahmen des Projektes Resonanzboden Förderung für sogenannte Mikroprojekte beantragen. Gefördert werden bis zu 1.500 Euro pro Projekt, Kooperationen mit bis zu 3.000 Euro. Der Eigenmittelanteil muss 20 Prozent der Gesamtkosten betragen. Voraussetzung für die Antragsstellung ist die Teilnahme an einer der Antragswerkstätten.

Antragsunterlagen für die Mikroprojekte 2017 können ab sofort eingereicht werden. Diese Formulare und weitere Informationen gibt es hier:

http://resonanzboden.global/antragstellung/

Projekt „Resonanzboden“
.lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
Brandenburger Str. 9
39104 Magdeburg
Fon: 0391.244 51 77
Mail: resonanzboden@lkj-sachsen-anhalt.de 
Web: www.resonanzboden.global  

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Pädagogische*r Mitarbeiter*in im Freiwilligendienst gesucht

Das Landesjugendwerk der AWO Sachsen Anhalt e.V. ist ein unabhängiger Jugendverband der Arbeiterwohlfahrt und steht bei der Arbeit in verschiedenen Bereichen der der außerschulischen Jugendbildung für Werte wie Toleranz, Gleichheit und Gerechtigkeit.

Neben diesem Bereich ist der Jugendverband auch anerkannter Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes. Zur Verstärkung des Teams in diesem Bereich wird eine Elternzeitvertretung von 1. Mai 2017 bis zum 1. Juni 2018 gesucht. Der Stellenumfang beträgt 30 Wochenstunden und wird nach dem TVÖD vergütet.

Aufgaben:

Planung, Durchführung und Nachbereitung von Seminarwochen für Jugendliche sowie Seminartage und Workshops für Erwachsene
pädagogische Begleitung und Beratung der Freiwilligen sowie ihrer Einsatzstellen
Umsetzung und Weiterentwicklung des Seminarkonzeptes
Finanzplanung und -abrechnung im Rahmen der Seminargestaltung
Evaluationen und deren Auswertungen
Pflege und Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit
Planung und Durchführung von Fachveranstaltungen und Arbeitskreisen
Teilnahme an Fortbildungen und Fachtagungen
Voraussetzungen:

abgeschlossenes Hochschulstudium (Uni/FH),vorzugsweise in Erziehungswissenschaften und (Sozial)Pädagogik
Kenntnisse und Erfahrungen in den Freiwilligendiensten, der Jugendarbeit und/oder in der (außerschulischen) Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen
Hohes Einfühlungsvermögen und Lust auf die Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen
sehr gute Kommunikations-und Beratungskompetenz
Kenntnisse und Erfahrungen in Projektmanagement und Verwaltung
hohe Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung
sicheres Auftreten, Teamfähigkeit, Kontaktfreude, Organisationsgeschick, Einsatzbereitschaft, Bereitschaft zur Innovation
gute EDV-Kenntnisse, sichere Rechtschreibkenntnisse, Führerschein Klasse B
Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit und Interessensvertretung
Interesse an der Mitarbeit in einem politisch-engagierten Jugendverband, Begeisterung für Kinder-und Jugendpolitik
Vertrautheit mit den Strukturen und Inhalten der Jugend(verbands)arbeit sowie mit Partizipationsprozessen
Identifikation mit den Zielen und Grundsätzen des Jugendwerkes der AWO und der Arbeiterwohlfahrt
Bewerbungen können bis zum 2. April 2017 per Mail oder Post eingereicht werden.

Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.
Tom Bruchholz, Geschäftsführer
Schönebecker Str. 82-84
39104 Magdeburg
Fon: 0391.83 80 90 44
Mail: Bildung@AWO-Jugendwerk-LSA.de  
Web: www.awo-jugendwerk-lsa.de

 

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Seminare, Workshops, Weiterbildungen

ab April: 3. Durchgang Kontaktstudium MIGRATION UND FLUCHT

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund anhaltender Nachfrage seitens Kolleginnen und Kollegen aus diversen Berufs- und Tätigkeitsfeldern im Bereich Migration und Flucht hat sich das Hei-MaT – Heidelberger Zentrum für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik entschlossen, ab April 2017 einen dritten Durchgang ihres zweisemestrigen Kontaktstudiums (als berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahme) anzubieten.

Das Kontaktstudium richtet sich an alle, die sich in der Praxis intensiv mit Fragen und Herausforderungen rund um die Themen Migration und Flüchtlingsintegration beschäftigen, insbesondere auch an Mitarbeiter/innen der kommunalen Verwaltung und weiterer Einrichtungen.

Das Ziel dieser berufsbegleitenden Weiterbildungsmaßnahme ist es, mit den Teilnehmenden fachliche Expertise in verschiedenen Handlungsfeldern wie Ausländer-/Asylrecht, kommunale Integration und institutionelle Netzwerke, schulische Integration, Umgang mit Traumata und religiöser Radikalisierung von Jugendlichen sowie lösungsorientierte Beratungskompetenz für die berufliche Praxis zu erarbeiten. Begleitet wird das Kontaktstudium von einem Sprachkurs, der für Arabisch und Farsi auf A1/A2 Niveau angeboten wird und mit einer Sprachprüfung abschließt.

Einen ersten Eindruck von der Seminararbeit im Kontaktstudium erhalten Interessierte auf folgendem Blog: http://migration-und-flucht.blogspot.de/

Ich erlaube mir, Ihnen unseren Studienflyer zukommen zu lassen, verbunden mit der Bitte, diese Information in Ihren Netzwerken zu streuen bzw. an diejenigen Personen weiterzuleiten, von denen Sie annehmen, dass diese interessiert sein könnten.

Für Nachfragen stehen wir Ihnen jederzeit sehr gerne zur Verfügung.

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21.-22.04. Weiterbildung: Gewaltfreie Kommunikation

Die Kraft der Empathie für mich selbst und andere – Gewaltfreie Kommunikation in der Sozialen Arbeit
Die Akteur_innen in der Sozialen Arbeit zeichnet oft eine hohe Eigenmotivation und der Wille zur aktiven Gestaltung eines konstruktiven Lebensumfelds und Miteinanders aus.
In der Praxis werden diese Ansprüche mit einer Realität konfrontiert, in der die Gestaltungs-möglichkeiten begrenzt, die Tätigkeit manchmal wenig sinnhaft und ihre Wirksamkeit fragwürdig ist. Hinzu kommen Konflikte im Team, finanzieller Druck und persönliche Überforderung, was zu sinkender Motivation und psychischen Belastungen bis hin zum Burnout führt.
Wie können Haltungen und Handlungsstrategien in der Sozialen Arbeit verankert werden, die allen Menschen im höchsten Maße dienlich sind und im Besonderen die professionell Tätigen stärken und unterstützen?
Genau hier setzt die Gewaltfreie Kommunikation an: Sie vermittelt konkrete Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösung, in welchen die Haltung von Authentizität, Empathie und Wertschätzung erfahrbar und umsetzbar werden.
Mit dem Gelernten erlangen wir die Kompetenzen Win-Win-Win-Situationen für uns, unser Gegenüber und das Lebensumfeld zu kreieren.
Die Herangehensweise des Seminars ist praxisorientiert und lädt zu Interaktion, Reflektionsbereitschaft und Selbstverantwortung ein.

Termin:
21.4. und 22.4.2017

Ort:
Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.

Referent:
Sören Heise, langjähriger und erfahrener Trainer im Bereich Kommunikation, Konflikte und GFK

Zielgruppe: Mitarbeiter_innen und Multiplikator_innen aus der Kinder- und Jugendarbeit, aus Schule, Schulsozialarbeit und Jugendbildung sowie engagierte Eltern und interessierte Menschen.

Seminargebühren, inkl. Material und Verpflegung:
75,- Euro (Für Student_innen und Menschen ohne festes Einkommen: 50,- Euro)

alle Infos und Anmeldung: http://www.awo-jugendwerk-lsa.de/awowp/event/fortbildung-gewaltfreie-kommunikation/

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25.04. in Magdeburg: „Migration/Asyl in Deutschland – Recht“ Geflüchtete/Migrant*innen in sozialen Einrichtungen

In diesem Seminar werden die rechtlichen Grundlagen von Flucht und Asyl dargestellt. Hieran anschließend wird auf die rechtlichen Fragen des Aufenthaltes von Migranten in Deutschland eingegangen – d. h., die Regelungen zu sozialen Leistungen dargestellt sowie der Arbeitsmarktzugang erläutert. Ebenso wird auch auf Fragen des Anspruches auf Kita und Schulplätze und Teilnahme an Integrationskursen eingegangen.

Termin: 25.04.2017, 9:30-16:00
Ort: PBW Magdeburg, Wiener Str. 2, 39112 Magdeburg
Kosten: 99,00 Euro (für Absolvent*innen und Schüler*innen der Fachschulen Drübeck/Aschersleben 65,00 Euro) (inkl. Seminarunterlagen)

Inhalte:

Begriffsklärung Migranten/Flüchtlinge, Lebenssituation von Migranten und Flüchtlingen in Deutschland
Grundlagen zum Asylrecht
das neue Integrationsgesetz
Ansprüche auf Leistungen, Rechte, Pflichten
Anspruch auf Kita-Platz
Anspruch auf Schulplatz
Dieses Seminar ist Bestandteil der modularisierten Qualifizierung „Flüchtlinge/Migranten in sozialen Einrichtungen“ – Sem.-Nr. des Gesamtkurses: 2B-004-17K und kann unabhängig gebucht werden. Weitere Informationen und eine Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier: https://pbw-md.de/seminar/31

Paritätisches Bildungswerk
Wiener Str. 2
39112 Magdeburg
Fon: 0391.629 33 13
Mail: bildungswerk@paritaet-lsa.de 
Web: www.pbw-md.de 

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ab 25.04. in Magdeburg: Zertifikatskurs für alltagsunterstützende Person UMA

Durch die weltweite Ausweitung von Krisen sehen sich immer mehr Menschen gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen. Eine Gruppe, die von diesen Entwicklungen von besonders schwerwiegender Weise betroffen ist, sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMA). Im Jahr 2015 haben deutsche Jugendämter über 30.000 Flüchtlingskinder in Obhut nehmen müssen. Diese leiden in einer nicht geringen Zahl unter psychischen Störungen aufgrund traumatisierender Ereignisse vor oder während ihrer Fluchtgeschichte. Pädagogische Fachkräfte werden hier vor erhebliche Anforderungen gestellt. Aus diesem Grund wird ein Qualifizierungskurs zur Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen angeboten.

Termine: Halle (Saale) (Kursnummer: ZK602/2 HAL)

Modul I: 24.04.–25.04.2017
Modul II: 19.06.–20.06.2017
Modul III: 14.08.–15.08.2017
Modul IV: 11.09.–12.09.2017
Termine: Magdeburg (Kursnummer: ZK602/14 MD)

Modul I: 26.04.–27.04.2017
Modul II: 21.06.–22.06.2017
Modul III: 16.08.–17.08.2017
Modul IV: 13.09.–14.09.2017
Kosten: 350 Euro

Durch die Fortbildung werden die Teilnehmenden qualifiziert, selbstständig Mitarbeiter*innen Ihrer eigenen Einrichtung oder auch in anderen UMA-Einrichtungen in Sachsen-Anhalt zu relevanten Themenbereichen in Bezug auf UMA zu beraten. Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte und geeignete Personen von freien Trägern in der Arbeit mit UMA.

Nähere Informationen zur Fortbildung erhalten Sie hier im Fortbildungskatalog auf Seite 94. Auskunft zur Anmeldung und Organisation gibt Ihnen Kathrin Stude unter 0345.514 16 40 oder per Mail.

Der Fortbildungskatalog als PDF

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Ernst-Kamieth-Str. 2
06112 Halle (Saale)
Fon: 0345.51 40
Mail: poststelle@lvwa.sachsen-anhalt.de
Web: www.lvwa.sachsen-anhalt.de 

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29.04.: Courage zeigen – aber wie? Was tun gegen Diskriminierung und Rassismus im Alltag

Wer kennt sie nicht – alltägliche Situationen, in denen Andere oder man selbst diskriminiert und/oder abschätzig behandelt werden. Es können öffentliche Begebenheiten sein, wie das Motzen im Wartezimmer über den „Schwarzen, der eher herein gerufen worden ist“, sexistische Witze, Beschimpfungen als „Schwuchtel“, Stammtischparolen gegen Geflüchtete, Kinder, die von Eltern gedrillt und angebrüllt werden etc. Aber auch im Privaten und in der Schule hat abwertendes Verhalten Platz: „Neulich habe ich wieder was über die Zigeuner gehört …!“, einer Frau wird wie selbstverständlich die Bücherkiste beim Tragen abgenommen, Sprüche wie „Ein Klaps hin und wieder schadet nicht!“, …

Dies sind Situationen, in denen keine offene körperliche Gewalt auftritt, die uns aber oft wütend, sprach- oder hilflos machen. Es sind Situationen, in denen wir Meinungen hören und Taten sehen, die unseren Werten widersprechen und durch die wir das Wohl(ergehen) Anderer oder unserer selbst gefährdet sehen. Doch Selbstbehauptung und Eintreten für Andere sind trotzdem seltener als solche Vorfälle. Das hat viele Gründe, u.a: Es fehlen Ideen und Übung.

Im geschützten Rahmen des Workshop wollen wir daher:
mutiges Verhalten üben und damit aus der Rolle der Ohnmächtigen und Sprachlosen austreten!
viele Handlungsoptionen für ganz konkrete Situationen erarbeiten, egal ob sachlich und ernst oder kreativ und unerwartet!
Anregungen aus Wissenschaft und Praxis erhalten
Klarheit gewinnen, wo und warum man die persönlichen Werte gefährdet sieht und welche Hürden uns vom Sicht- und Hörbarwerden abhalten.
Am Ende des Tages nimmt jede*r mindestens 7 Ideen für die nächsten Vorfälle von Alltagsrassismus und dummen Sprüchen mit. Garantiert!

Für wen ist der Workshop? Der Workshop richtet sich in erster Linie an interessierte Jugendliche (bis 27 Jahre) oder Ehrenamtliche in der Jugendarbeit, die in Sachsen-Anhalt leben oder arbeiten.
(Wer sich besonders für die Auseinandersetzung mit rassistischen Äußerungen stärken möchte, dem sei auch ein Workshop im Herbst empfohlen!)

Sprache und Arbeitsweise: Wir möchten allen Interessierten unabhängig von ihrer Muttersprache die Teilnahme ermöglichen. Der Workshop wird daher wahrscheinlich mehrsprachig stattfinden (zumindest aber auf Deutsch). Methodisch arbeiten wir sowohl mit Rollenspielen und erfahrungsbasierten Übungen als auch mit theoretischen Inputs, Erfahrungsaustausch und gemeinsamer Diskussion.

Teilnahmebeitrag:
20 EUR für Teilnehmende aus Sachsen-Anhalt (Dank der Förderung des Landesjugendamtes Sachsen-Anhalt)
30 EUR für Teilnehmende außerhalb Sachsen-Anhalts
Ein vegetarischer Mittagsimbiss ist im Beitrag enthalten.
(Am Geld soll es nicht scheitern! Nimm bitte Kontakt mit uns auf, wenn du diesen Beitrag nicht zahlen kannst.)

Trainer*innen:

Victoria Mine Röber (Trainerin für konstruktive Konfliktbearbeitung und Zivilcourage

Markus Wutzler (Dipl. Psychologe, Referent für Friedensbildung, Zivilcourage-Trainer)

 

ANMELDUNG per E-Mail (bis 17. April)
Bitte teile uns deine möglichen Arbeitssprachen bei der Anmeldung mit!
http://www.friedenskreis-halle.de/bildungsprogramm/courage-zeigen-aber-wie-was-tun-gegen-diskriminierung-und-rassismus-im-alltag.html

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19.05. in Halle: Fortbildung: „Re.Imagining Activism -Was läuft falsch und wie gehen wir es an?“

Halle (Saale). Seit Jahrzehnten leisten zivilgesellschaftliche Organisationen einen wichtigen Beitrag, um die Welt mit weniger Armut, besserer Versorgung und Bildung ein kleines Stückchen besser zu machen und die Natur zu respektieren. Leider waren diese Anstrengungen oft nur begrenzt erfolgreich. Doch woran liegt das und welche Rolle hat jede*r Einzelne dabei?

Termin: 19.5.2017, 08:30 – 20.5.2017 13:00 Uhr
Ort: Gemeindehaus St. Georgen Evangeliumsgemeinde Halle e.V., Glauchaer Str. 77, 06110 Halle (Saale)
Kosten: 20 Euro (inkl. Unterkunft und Verpflegung)

In der Fortbildung „Re.Imagining activism- A participal guide for the Great Transition“ des internationalen Netzwerks Smart CSOs Lab setzen sich die Teilnehmenden mit diesen und weiteren Fragen rund um Strategien, Materialen und die eigene Rolle in Organisationen und der Bildungsarbeit auseinander.

Der ReActivism Guide bildet dabei die Grundlage und gibt ein Überblick über bestimmte Vorgehensweisen und Strategien. Dieser dient dazu Aktivist*innen und Menschen, die sich für soziale Veränderungen einsetzen, zu unterstützen und ihnen einen Weg zu zeigen, ihre Ziele effektiv und nachhaltig zu erreichen, sowie verschiedene Workshopmodule anzuwenden, um in Themen oder Diskussionen einzusteigen.

Es wird um eine Anmeldung per Mail bis zum 28. April 2017 gebeten.

mohio e.V.
Große Klausstr.11
06108 Halle (Saale)
Fon: 0345.614 159 93
Mail: kontakt@mohio.org
Web: www.mohio.org

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weitere Meldungen und Fundstücke

Für ein gelingendes Miteinander in unserer Gesellschaft: Interkulturelle Orientierung in der Diakonie

Die vorliegende Stellungnahme entfaltet die Position der Diakonie zur interkulturellen Orientierung aus theologischer Sicht. Sie versteht sich als Beitrag zum verbandlichen Dialog, wie er zur Zeit im Projekt „Interkulturelle Orientierung in der Diakonie“ stattfindet.

Die gesamte Stellungnahme als PDF

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Neue Beratungsstelle zu Diskriminierung und Alltagsrassismus in Sachsen-Anhalt: Entknoten

Im Rahmen des Projektes ENTKNOTEN realisiert das Landesnetzwerk Migranten-organisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. ein Beratungsangebot zum Thema Alltagsrassismus und Diskriminierung. Migrantinnen und Migranten und weitere Personen, die von Diskriminierung betroffen sind, können künftig in den Beratungsstellen in Halle und Magdeburg Unterstützung suchen als auch das mobile Beratungsangebot im gesamten Bundesland Sachsen-Anhalt in Anspruch nehmen.

https://www.alltagsrassismus-entknoten.de 

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Sanctuary Cities in der BRD: Widerstand gegen die Abschiebepolitik der Bundesregierung

Sanctuary Cities nennen sich in den USA und Kanada Städte, die sich weigern, an der Abschiebungspolitik des Bundesstaates mitzuwirken. Sie etablierten sich in den 80er Jahren in Nordamerika und gehen auf die kirchliche Sanctuary-Bewegung und noch weiter auf antike Kulturen und die Abarahamischen Religionen zurück. Momentan erfahren sie erhöhte Aufmerksamkeit, weil Präsident Trump verkündete, verstärkt undokumentierte Menschen abschieben zu wollen und dazu den rund 300 nordamerikanischen Sanctuary Cities, darunter Städte wie New York und L.A., den Kampf angesagt hat.

Die Idee verbreitete sich weiter nach Großbritannien, wo sich verschiedene Städte zusammengeschlossen haben, die die Kultur der Gastfreundschaft und des Willkommens beleben möchten und das Ziel haben, dass sich geflüchtete Menschen dort sicher fühlen.

Nun gründen sich auch in deutschen Städten Initiativen, die sich Ähnliches für ihre Kommunen wünschen. Angesichts einer zunehmend restriktiveren Anerkennungspraxis von Asylsuchenden und aktueller Verschärfungen in der Bundesabschiebepolitik, mehren sich hierzulande Stimmen, die die betroffenen „Stadt-MitbürgerInnen“ hiervor schützen möchten.

Der gesamte Artikel:
http://fluechtlingsforschung.net/sanctuary-cities-in-der-brd/ 

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Start des Coworking-Space „ResonanzRaum“

Magdeburg. Ab dem 1. März 2017 bietet das Projekt „Resonanzboden“ einen Coworking-Space in Magdeburg in der Brandenburger Straße 9 im Raum 2.03 an.

Die Zielgruppen des ResonanzRaums sind Vereine, Gruppen, Initiativen und Einzelakteur*innen, die integrativ tätig sind, Freiberufliche, Kreative und Wissensarbeiter*innen, die Impulse in den Bereichen Integration, Soziales und Kultur setzen. Vielfach sind es kleine Gruppen und Initiativen, oftmals privat, für die die Anmietung eines Büros im klassischen Sinne, wie auch Mietentgelte für einen herkömmlichen Coworking-Platz finanziell nicht machbar sind. Ein Arbeitsort mit der typischen Infrastruktur wird von einigen jedoch durchaus benötigt. Darüber hinaus fungiert der Coworking-Space als Treffpunkt/Austauschplatz mit anderen und ist somit auch ein Vernetzungspunkt.

Weitere Informationen und die Nutzungsvereinbarung finden Sie hier: http://resonanzboden.global/reso-service/coworking-space/

Projekt „Resonanzboden“
lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. Brandenburger Str. 9
39104 Magdeburg
Fon: 0391.244 51 77
Mail: resonanzboden@lkj-sachsen-anhalt.de 
Web: www.resonanzboden.global 

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