Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 02/2017

Neuanmeldungen, Abmeldungen, Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise bitte an: news@fluechtlingsrat-lsa.de

Inhaltsverzeichnis

Tagungen, Lesungen, Diskussionen

07.02. Themenabend in Magdeburg: flüra.lokal

[English, French below]

Wir laden ganz herzlich zu unserem ersten flüra.lokal ein:

Zeit: Dienstag, 7.2.2017, 18:00 Uhr
Ort: Thiembuktu, Thiemstraße 13, Magdeburg-Buckau

Thematischer Schwerpunkt sollen Abschiebungen sein, u.a.:

Überblick zu den aktuellen Entwicklungen
Abschiebungen nach Afghanistan und Proteste (Aktionstag am 11.2.)
Botschaftsanhörungen und Kampagne von Afrique-Europe-Interact
Die unzähligen Asylrechtsverschärfungen zeigen ihre Wirkung und immer mehr Menschen sind von Abschiebungen bedroht oder betroffen. Der Innenminister ist enttäuscht, dass er im vergangenen Jahr seine Abschiebezahlen nicht erreicht hat und plant als Konsequenz die Ausweitung der Abschiebehaft. Um die Abschiebungen nach Afghanistan wird viel diskutiert, gerade fand die zweite Sammelabschiebung statt. Proteste und Initiativen gegen Abschiebungen haben es schwer, aber es gibt sie – wenn auch vereinzelt. Was passiert aktuell und was können wir tun?

Dazu wollen wir uns beim ersten flüra.lokal mit euch austauschen.

Das flüra.lokal findet ab jetzt einmal im Monat als offenes flüchtlingspolitisches Treffen statt. Der Ort wird variieren.

Das Treffen dient dem Austausch und der Vernetzung zu aktuellen flüchtlingspolitischen Themen. Wir möchten den Flüchtlingsrat damit für Anregungen und Mitarbeit öffnen und die antirassistische, flüchtlingssolidarische Arbeit im Land stärken.

Wir freuen uns auf einen solidarischen Austausch!

ENGLISH

We would like to cordially invite you to the first session of our new flüra.lokal, an open meeting for discussing recent matters in asylum and migration politics.

Tuesday, February 7th, 2017, 6 PM

Thiembuktu at Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg

Our focus will be forcible removal of rejected asylum-seekers i.e. deportations. Specifically, we‘ll be talking about:

overview of the recent developments
deportations to Afghanistan and the protests against it (rally on February 11th)
Embassy interviews and the Afrique-Europe-Interact campaign
The numerous tightenings of asylum law and subsequent restriction of rights begin to show effects: More and more people are threatened by the possibility of being deported or even face imminent deportation. Saxony-Anhalt‘s minister of interior affairs expresses disappointment for not reaching his yearly deportation quota and as a result is planning to extend detention and internment for future removals. And even though deportations of Afghans are discussed controversially, the next deportation seems inescapable. Where there are protests and campaigns against deportations they are scarce and their message is hard to convey – and yet they keep on fighting. What else is happening right now and what can we do?

Those and more are the things that we’d like to talk about on February 7th. We are looking forward to see you there!

Future dates:

The flüra.lokal will take place monthly. Time and place will be announced in advance. We want to provide space for mutual exchange about recent matters in asylum and migration politics and society. The refugee council seeks to open up to new ideas and collaboration so as to strengthen the work of refugee friendly and anti-racist groups and collectives in the state.

Français

Nous vous invitons cordialement à notre premier ‘flüra.lokal’- une réunion sur des sujets anti-raciste et de réfugié(e)s.

Quand: Mardi, 7.2.2017 à 18 heures

Où: Magdeburg, Thiembuktu (Thiemstraße 13)

Cette fois, notre thème principale va être le problème d’expulsions:

aperçu du dernier développements
deportations vers l’Afghanistan et protestations
auditions de deportation et la campagne de Afrique-Europe-Interact
En Allemagne il y avait beaucoup de durcissements de la loi et du droit d’asile et de plus en plus réfugié(e)s sont menacé(e)s par d’expulsions.

Des protestations et des campagnes contre les déportations ont de grandes difficultés – mais ils existent. Qu’est-ce qui se passe actuellement et que pouvons-nous faire?

Nous voulons discuter ces et autres sujets avec vous au premier flüra.lokal. Ce qui peut être un espace pour s’échanger sur les questions de politique des réfugié(e)s actuels.

Le flüra.lokal aura lieu régulièrement une fois par mois à des endroits différents.

Nous espérons de vous voir cette fois à Magdeburg!

http://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2017/01/fluera-lokal-offenes-fluechtlingspolitisches-treffen-7-2-17-1800-uhr-thimbuktu-magdeburg/ 

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14.02. Vortrag in Halle: Argumente zum Thema Angst vor dem Islam

Dienstag, 14.02.2017 | 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Wahlkreisbüro Hendrik Lange (MdL) , Halle
Am Gastronom 14
06124 Halle

mit Dr. Hilmar Preuß (Russist und Arabist)

Besonders seit dem Aufstieg der AfD und den hitzigen Debatten um Flüchtlinge ab dem Sommer 2016 kursieren verstärkt Befürchtungen und Hass gegenüber dem Islam in den sozialen Medien, Zeitungen und Fernsehen und nicht zuletzt an Stammtischen und in persönlichen Gesprächen. Der Vortrag soll Denkanstöße geben und eine Einordnung der „Islam-Diskussion“ in die gesellschaftlichen Debatten anbieten. Bereits in der Zeit der Aufklärung wurde viel über religiöse Vorurteile und Toleranz diskutiert. Im gemeinsamen Gespräch sollen nach dem Vortrag Handlungsoptionen und Argumentationsmöglichkeiten für Alltag und Politik entwickelt werden

http://www.st.rosalux.de/event/57706/argumente-zum-thema-angst-vor-dem-islam.html 

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16.02. Diskussion in Halle: Teilhabe statt Ausgrenzung

Donnerstag, 16.02.2017 | 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Landesbildungszentrum für Körperbehinderte Halle, Halle
Murmansker Str. 16
06130 Halle

mit Nadine Wettstein (Freie Dozentin und Beraterin für Inklusion)

Gegenwärtig gibt es viele Diskussionen um den Umgang mit Behinderung und besonders auch um die schlimme Personalnot an Förderschulen. Kinder mit Behinderung und ihre Familien haben dasselbe Recht auf ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben wie alle Menschen. Egal ob es um die Schule, das (spätere) Berufsleben oder die vielen anderen Lebensbereiche geht, damit jüngeren und älteren Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben möglich wird, müssen die geeigneten Bedingungen geschaffen werden

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06.-07.03. Fachtagung in Merseburg: Was bringen Geflüchtete mit?

Merseburg. Die zweitägige Fachtagung „Arbeit im Themenbereich Sexualität mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten (UMA) im Rahmen der Hilfe zur Erziehung“ beschäftigt sich mit Plenumsvorträgen und intensiver Arbeit in Workshops mit folgenden Themen:

Vortragsthemen:

Was bringen Geflüchtete mit? – Ein interdisziplinärer Einblick in die Flüchtlingssituation
Psychosoziale Versorgung von UMA
Migrations- und Asylrecht
Kinder und Jugendliche mit sexualisiert grenzverletzenden Verhalten
Workshop-Themen:

Rechtliche Aspekte bei der Arbeit mit UMA
Diversity
Gelingende Kommunikation
Sexualpädagogische Konzepte und Grundlagen sexueller Bildung umG
Grundlagen für alltagsunterstützende Person UMA
Intersektionalität
Familienplanung und Schwangerschaftskonfliktberatung
Trauma und Biografiearbeit
Sexuelle Gewalt UMA
Termin: 06.-07.03.2017
Ort: Hochschule Merseburg
Kosten: 95 Euro

Eine Veranstaltung des Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt(Landesjugendamt), der Bundesarbeitsgemeinschaft „Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten“ e.V. (BAG KJSGV e.V.) und der Hochschule Merseburg (Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur).

Anmeldungen bitte über:

Landesverwaltungsamt
Landesjugendamt
Ernst-Kamieth-Str. 2
06112 Halle (Saale)
Fon: 0345.514 16 40
Mail: kathrin.stude@lvwa.sachsen-anhalt.de 
Web: www.lvwa.sachsen-anhalt.de  

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15.03. Vernetzungstreffen für Integration in Halle

viel hat sich in den letzten eineinhalb Jahren von der spontanen Flüchtlingshilfe zu kontinuierlichen Integrationsangeboten getan. Es ist eine große Vielfalt von Aktivitäten, Projekten, Initiativen entstanden, die sich mit großem Engagement und vielen Ehrenamtlichen für Integration und ein gutes Zusammenleben ganz unterschiedlicher Menschen in Halle einsetzen. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Die Koordinierungsstelle Engagiert  für Flüchtlinge möchte in Kooperation mit dem Dienstleistungszentrum Migration und Integration der Stadt Halle (Saale) und dem evangelischen Kirchenkreis Halle-Saalkreis Organisationen, Vereine und Initiativen, die sich ehrenamtlich für Geflüchtete einsetzen, zu einem Vernetzungstreffen am 15. März 2017, 14.30 bis 17.30 Uhr im Stadthaus Halle (Saale) einladen. Wir wollen miteinander im Gespräch bleiben und Fragen bearbeiten wie: Was kann freiwilliges Engagement zu einer gelingenden Integration beitragen? Wo stehen eineinhalb Jahre nach dem bewegten Herbst der spontanen Flüchtlingshilfe 2015 die inzwischen entstandenen ehrenamtlichen Initiativen, Projekte und Kirchengemeinden, die sich für Geflüchtete einsetzen? Welche zukünftigen Herausforderungen gilt es, in den Blick zu nehmen und gemeinsam anzupacken?
Das Vernetzungstreffen soll Gelegenheit bieten, neben inhaltlichen Impulsen miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Weichen für den weiteren Integrationsprozess zu stellen.

Um das Treffen vorzubereiten und die Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer gut einbeziehen zu können, möchten wir Sie um Ihre Unterstützung bitten.
Es wäre sehr hilfreich, wenn Sie uns auf folgende Fragen eine kurze Antwort / Einschätzung geben könnten:

Welche fachlichen Inhalte zum Thema ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe/ Integration wären für Sie relevant? (z.B. aktuelle Gesetzeslage, Verweisungswissen, etc….)
Ihre Antwort:

Zu welchen Themen möchten Sie sich gern mit anderen Initiativen, Organisationen und Projekten in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit austauschen?
Ihre Antwort:

Welche Problemlagen und Alltagsbedürfnisse nehmen Sie aktuell bei Geflüchteten wahr, die evtl. von ehrenamtlichen Projekten & Initiativen stärker beachtet / unterstützt werden könnten?
Ihre Antwort:

Bitte schicken Sie uns Ihre Antworten bis 27. Januar 2017 an kontakt@koordinierungsstelle-halle.de

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Informationen, Webportale & Broschüren

Arbeitsvorlage: Reflexion der Ehrenamtlichen Unterstützung

Flüchtlingsrat Thüringen: Dieser Leitfaden ist für Gruppen oder Initiativen von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsunterstützung konzipiert. Mit Hilfe der Fragestellungen und Methoden könnt ihr euch selbst und eure Arbeit reflektieren. Der Leitfaden hilft, das eigene Selbstverständnis zu konkretisieren sowie Ziele und Aufgaben zu strukturieren. Insbesondere die Verbildlichung hilft oft Lösungsansätze zu entwickeln und Potenziale sichtbar zu machen. Diese Reflektion beugt Frust und Überforderung vor. So könnt ihr weiterhin zielgerichtet aktiv sein und eure Energie für die Unterstützung der Geflüchteten besser bündeln. Denn Ehrenamt soll Spaß machen und sinnstiftend sein.

Arbeitsvorlage Reflexion im Ehrenamt

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Broschüre: Leitfaden zum Flüchtlingsrecht

Die Broschüre führt in die materiellrechtlichen Voraussetzungen für die Gewährung von Flüchtlings- oder anderweitigem Schutz ein. Sie ergänzt damit weitere Einführungen, deren Schwerpunkt auf dem Asylverfahren liegt. Behandelt werden u.a. die folgenden Themen:

Internationale und nationale Formen des Schutzes,
Rechtsfolgen einer positiven Entscheidung,
Familienasyl und Familiennachzug,
Widerruf und Rücknahme,
Asylfolgeantrag.
Ergänzt wird die Darstellung durch Hintergrundinformationen, Tipps für die Beratungspraxis und Fallbeispiele. Die Broschüre ist damit sowohl für Einsteigerinnen und Einsteiger in das Thema geeignet als auch für alle, die sich mit den umfangreichen gesetzlichen Änderungen der letzten Jahre vertraut machen wollen.

Leitfaden Flüchtlingsrecht 2016

http://www.asyl.net/arbeitshilfen-publikationen/arbeitshilfen-zum-aufenthalts-und-fluechtlingsrecht/leitfaden-zum-fluechtlingsrecht.html 

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Informationsblatt: Wohnsitzregelung nach § 12a AufenthG für Sachsen-Anhalt

Mit dem Integrationsgesetz wurde am 6.8.2016 die Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge eingeführt. Sie verpflichtet Flüchtlinge mit Anerkennung bzw. mit Aufenthaltserlaubnis in demjenigen Bundesland zu wohnen, in dem sie ihr Asylverfahren durchlaufen haben.

Die Bundesländer haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Wohnsitznahme weiter zu beschränken. Sachsen-Anhalt macht mit dem „Erlass zum Integrationsschlüssel“ vom 17.1.2017 davon Gebrauch. Geflüchtete werden einem bestimmten Landkreis bzw. einer kreisfreien Stadt zugewiesen. Die Landkreise haben sogar die Möglichkeit, kreisintern einen bestimmten Wohnort zuzuweisen.

In einem Infoblatt haben wir die wichtigsten Informationen dazu zusammengestellt.

Infoblatt Deutsch

Infoblatt Französisch

Infoblatt Farsi
Weitere Übersetzungen folgen in Kürze.

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Neuauflage/Aktualisierung: Informationen zur Anhörung

 

Hinweise für Asylsuchende in Deutschland

4. Auflage, Stand: Dezember 2016

Die Anhörung ist für den Ausgang eines Asylverfahrens häufig von entscheidender Bedeutung. Die Informationsblätter geben wichtige Hinweise darauf, was bei der Anhörung zu beachten ist. Daneben enthalten sie kurze Informationen zum Ablauf des Asylverfahrens.

Die Informationsblätter wurden für die 4. Auflage vollständig überarbeitet und ergänzt. In der neuen Auflage liegen sie bislang in den folgenden Sprachen vor:
http://www.asyl.net/arbeitshilfen-publikationen/arbeitshilfen-zum-aufenthalts-und-fluechtlingsrecht/informationsblatt-anhoerung/

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Publikationsreihe: Soziale Rechte für Flüchtlinge

http://www.migration.paritaet.org/start/publikationen/

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SeeleFon für  Flüchtlinge

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) e.V. und der BKK-Dachverband bieten seit dem Herbst 2016 ein „SeeleFon für Flüchtlinge“ an. Bei einem Kontakt mit diesem Krisentelefon finden psychisch erkrankte Menschen mit Migrationserfahrung und ihre Angehörigen ein offenes Ohr. In arabischer, französischer und englischer Sprache haben die Betroffenen und ihr soziales Umfeld die Möglichkeit, ihre seelischen Nöte mitzuteilen und durch geschultes Personal Unterstützung zu bekommen.

Damit Betroffene um dieses Angebot wissen, brauchen wir Ihre Unterstützung. Deshalb wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie diese e-mail mit den dazugehörigen Anhängen an Ihre Verteiler weitersenden. Es wäre wünschenswert, wenn durch einen Domino-Effekt das „SeeleFon für Flüchtlinge“ einen größeren Bekanntheitsgrad und Aktionsradius erfährt. Und vor allem hätten Betroffene und ihre Angehörigen durch das „SeeleFon für Flüchtlinge“ eine Gelegenheit, kultursensibel und niederschwellig mit ihren seelischen Nöten begleitet zu werden.
Informationen zum Krisentelefon (mehrsprachig)

 

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Statistik: BAMF Jahresbilanz 2016

 

Die Statistik als PDF

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Aufrufe und Kampagnen

Romasupport in Halle

Aufruf // AG Zuwanderung // Januar 2017

ZIVILGESELLSCHAFT FÜR ROM*NJA!

Sprachbegleitung (Rumänisch/Spanisch/Italienisch) // Sprachtandem // Solidarität // Aktionen

Seit dem 1. Januar 2014 haben auch rumänische und bulgarische Staatsangehörige die uneingeschränkte Arbeitnehmer*innenfreizügigkeit in der EU erlangt. Diese Freiheit, welche für alle EU-Bürger*innen selbstverständlich ist, nutzen seitdem auch Menschen mit rumänischem Pass, um nach Deutschland und Halle zu ziehen. Die meisten von ihnen verstehen sich selbst als Rom*nja oder werden in der Öffentlichkeit als solche wahrgenommen. In ihren Herkunftsländern waren sie häufig Opfer extremer Benachteiligung, Diskriminierung und Rassismus. Dies setzte sich auch in Halle fort.

Zunächst zogen die meisten Rom*nja nach Halle-Silberhöhe, da sie dort günstigen Wohnraum fanden. Ein Teil der lokalen Bevölkerung reagierte schnell mit antiromaistischer und nationalistischer Hetze im Netz und auf der Straße. Es gründete sich eine „Bürgerwehr“ aus rechtsextremen und gewaltbereiten Hooligans, die nicht davor zurückschreckten, Familien mit vermeintlich rumänischem Aussehen massiv zu bedrohen, zu bespucken, sowie deren Kinderwägen und Autos anzuzünden. Das fremdenfeindliche Klima verdichtete sich zunehmend, woraufhin ein Jahr später viele Familien aus der Silberhöhe an das Quartier am Südpark in Halle-Neustadt zogen. Obwohl eine Gewalteskalation wie in der Silberhöhe dort bisher ausblieb, entwickelte sich ähnliche Ablehnung mit öffentlichen Hetzen in sozialen Netzwerken und rechten Demonstrationen.

Das Gefühl der Zweitrangigkeit und die Diskriminierung durch Angestellte bei Ämtern, Behörden, Ärzt*innen oder anderen öffentlichen Einrichtungen gehören zum Alltag für Rom*nja. Und da viele Betroffene Analphabet*innen sind und kein Deutsch beherrschen, haben sie kaum eine Chance gehört zu werden, sich gegen Diskriminierung zu wehren, oder auf ihre Lebenssituation aufmerksam zu machen. Seit nunmehr fast drei Jahren lebt diese Minderheit in Halle nahezu isoliert vom gesellschaftlichen Geschehen, da es keine passenden Integrationsangebote für sie gibt und sich nur wenige Akteur*innen solidarisch mit ihnen zeigen. Deshalb rufen wir zu mehr ehrenamtlichem Engagement für und Solidarität mit Romn*ja und ihren Unterstützer*innen auf:

– Begleite Romn*ja bei Behördengängen oder Arztbesuchen, wenn du Rumänisch, Spanisch oder Italienisch sprichst
– Nimm am Sprachtandem teil und lerne Rumänisch, Romanes oder Spanisch
– Sei solidarisch in sozialen Netzwerken und auf der Straße
– Unterstütze Informationsveranstaltungen, Stadtteilfeste und Aktionen bei Organisation und Durchführung

Wenn du Interesse hast, dich für und mit Rom*nja zu engagieren, dann schreibe eine Email an romasupport@halle-gegen-rechts.de 

Aufruf Romasupport

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START-Stipendium hilft Schüler*innen mit Migrationshintergrund

Deutschland. Das START Stipendienprogramm ist die größte deutsche Förderinitiative für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Ziel ist die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn sowie für eine aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland. START richtet sich an motivierte Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und bietet ein zweijähriges Stipendienprogramm auf dem Weg zu einem qualifizierten Schulabschluss.

Leistungen des Stipendiums:

finanzielle Förderung pro Schuljahr
Seminare, Ausflüge, Feriencamps
Laptop und Drucker
Netzwerk aus jungen Menschen
Beratung und Betreuung
Bewerben können sich junge Menschen, wenn sie:

zwischen 14 und 21 Jahren alt sind
seit maximal 5 Jahren in Deutschland leben
mindestens 8. Klasse sind
auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind
die Deutsche Sprache gut beherrschen
Die Bewerbungsfrist läuft vom 1. Februar bis 15. März 2017.

START-Stiftung gGmbH
Friedrichstr. 34
60323 Frankfurt (Main)
Fon: 069.300 388 400
Mail: info@start-stiftung.de
Web: www.start-stiftung.de

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Stellenauschreibungen und Förderungen

DKJS: Kommunalberatung (25h) im Projekt »Willkommen bei Freunden«

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich für Bildungserfolg und gesell- schaftliche Teilhabe junger Menschen ein. Für dieses Ziel bringt die DKJS Akteure aus Staat, Wirtschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen und entwickelt mit ihnen Antworten auf aktuelle Herausforderungen im Bildungssystem.

Die DKJS sucht im Rahmen einer Elternzeitvertretung für das Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Servicebüro Magdeburg
eine Kommunalberaterin / einen Kommunalberater
(im Umfang von 25 Wochenstunden).

Worum geht es im Programm?

Kommunen erleben eine enorme Herausforderung, dem Auftrag gerecht zu werden, das Wohl geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu befördern und ihnen Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen. Durch das Programm „Willkommen bei Freunden“ sollen bundesweit Kommunen unterstützt werden, die junge Geflüchtete aufnehmen, indem ihnen Information, Qualifizierungsmaßnahmen und Beratung angeboten werden. Das Programm möchte eine Willkommenskultur befördern und die Personen stärken, die sich haupt- und ehrenamtlich für (junge) Menschen mit Fluchtgeschichte engagieren. Neben den Kommunen werden auch die Bundesländer sowie Wirtschafts- und Fachverbände und Flüchtlingsselbstorganisationen in das Programm eingebunden.
Das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ ist ein gemeinsames Programm der DKJS und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Welche Standorte gibt es?

Die Programmsteuerung ist in Berlin angesiedelt. Zusätzlich sind Servicebüros in Berlin, Magdeburg, Hamburg, Köln, München und Frankfurt eingerichtet.

Zu Ihren Aufgaben gehören insbesondere:

  • Abstimmung einer Förderstrategie für Landkreise mit den relevanten Ansprechpersonen in der Verwaltung und Begleitung der Prozesse in den Landkreisen
  • Entwicklung und Durchführung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten, bspw. Analyseworkshops, für Kommunalverwaltungen
  • Durchführung weiterer Formate vor Ort und überregional wie: fachlicher Austausch auf Peer Ebene, Hospitationsreisen zu Kommunen mit bewährten Praxisansätzen, Fachveranstaltungen
  •  Betreuung und Zusammenarbeit mit externen Prozessbegleiterinnen und -begleitern
  •  Dokumentation und WissensmanagementSie passen zu uns, wenn Sie folgendes Profil besitzen:
  • Sie verfügen über einen Hoch- oder Fachschulabschluss.
  • Sie haben Erfahrung in der direkten Zusammenarbeit mit Kommunen.
  • Sie haben Kenntnisse und/oder Erfahrungen in der Arbeit mit geflüchteten Kindern und
    Jugendlichen.
  • Sie besitzen eine fachliche Expertise in den Bereichen Netzwerkmanagement und
    Kooperation in lokalen Bildungslandschaften, Veränderungsprozesse, Gestaltung von
    partizipativen Prozessen.
  • Sie verfügen über Kenntnisse kommunaler Strukturen.
  • Sie besitzen Moderations- und Methodenkompetenz sowie Konfliktfähigkeit.
  • Sie sind kommunikationsstark, serviceorientiert, verfügen über interkulturelle
    Kompetenzen und haben idealerweise selbst Migrationserfahrung.
  • Sie sind bereit zu Dienstreisen innerhalb von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.
  • Sie besitzen Einfühlungsvermögen und Durchsetzungsfähigkeit.
  • Sie arbeiten gern im Team.

Wir freuen uns auf Sie:

Als bundesweit agierende Bildungsstiftung und gemeinnütze Non-Profit-Organisation bieten wir interessante Arbeitsaufgaben, fachliche Herausforderungen und Platz für eigene Ideen. Es erwartet Sie ein freundliches Arbeitsklima in einem motivierten, multiprofessionellen Team. Wir unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexible Arbeits- und Elternzeiten, insbesondere auch für junge Väter. Hinzu kommen 30 Tage Urlaub bei einer 5- Tage-Woche und eine betriebliche Altersvorsorge.

Der Arbeitsort ist Magdeburg. Die Stelle ist im Rahmen einer Elternzeitvertretung vorerst befristet bis zum 31.12.2017.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie das dargestellte Profil erfüllen, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (Motivationsschreiben, Lebenslauf und relevante Zeug- nisse) bis zum 05.02.2017 – ausschließlich per E-Mail als zusammenhängende PDF-Datei (max. 5 MB) – unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung und Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins an: steffi.otterburg@dkjs.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Timon Perabo unter Tel.: 0391/562 877 – 24 oder timon.perabo@dkjs.de

Der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sind vielfältige Teams wichtig. Wir freuen uns deshalb über Bewerbungen von Menschen aller gesellschaftlichen Gruppen.
Weitere Informationen zu unserer Arbeit und zum Programm finden Sie unter: www.dkjs.de und www.willkommen-bei-freunden.de 

Ausschreibung als PDF

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IJGD: Referent*in für BFD mit Flüchtlingsbezug gesucht

Magdeburg. Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) suchen für den Standort Magdeburg ab sofort eine*n pädagogische*n Mitarbeiter*in (Referent*in). Die Beschäftigung ist vorerst bis zum 31.12.2017 befristet und umfasst zunächst 30 Wochenstunden, kann aber ausgebaut werden. Eine Vergütung erfolgt in Anlehnung an TVöD EGr 9b.

Aufgaben:

Begleitung und Organisation und Durchführung von Bildungsseminaren/-veranstaltungen von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Erwachsenen
Informations- und Beratungstätigkeit für Freiwillige und Einsatzstellen
Überwachung und Kontrolle der finanziellen Mittel des Bereiches
Erstellen von Übersichten zur Haushalts- und Teilnehmersituation
Öffentlichkeits-, Vernetzungs- und Lobbyarbeit für den Arbeitsbereich
Konzeptarbeit, Weiterentwicklung des Bereiches
Mitarbeit in vereinsinternen und –externen Fachgruppen und Arbeitskreisen
Voraussetzungen:

Abgeschlossenes Pädagogisches/ Sozialpädagogisches Studium oder vergleichbaren Abschluss
Arbeitserfahrungen im Bereich der Freiwilligendienste oder vergleichbaren Bereich
Praktische Vorerfahrungen im Bereich der interkulturellen Jugend- und Erwachsenenbildung
Möglichst praktische Vorerfahrungen bei der Betreuung und Begleitung Geflüchteter und der gesetzlichen Rahmenbedingungen
Fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in der konzeptionellen Arbeit
Erfahrungen in der Fördermittelverwaltung und -abrechnung
Soziale und kommunikative Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein, Engagement, Kreativität und Organisationsvermögen
Bereitschaft zu mehrtätigen Dienstreisen wird vorausgesetzt, ebenso EDV-Grundlagen

Weitere Informationen und die vollständige Stellenausschreibung hier.  Die Bewerbung kann bis zum 4. Februar 2017 per Mail  oder Post eingereicht werden.

ijgd LV Sachsen-Anhalt e.V.
Westendorf 26
38820 Halberstadt
Fon: 03941 5652-0
Mail: gf.halberstadt@ijgd.de
Web: http://www.freiwilligesjahr-sachsen-anhalt.ijgd.de/ 

Stellenausschreibung BFD Flüchtlingsbezug

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Informationsverbund Asyl und Migration: Referentin/Referenten mit Schwerpunkt Online-Redaktion

 

Greifswalder Straße 4 ⋅ 10405 Berlin ⋅ Tel. 030/46793010 ⋅ Fax 030/46793329 ⋅ kontakt@asyl.netwww.asyl.net

Aufgabe des Informationsverbunds Asyl und Migration (www.asyl.net) ist die Unterstützung der Flüchtlings- und Migrationsarbeit, insbesondere durch die Sammlung und Au ereitung von Informationen zur einschlägigen Recht- sprechung sowie zur Situation in den Herkun sländern. Der Verein wird von den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege sowie Amnesty International und Pro Asyl getragen und arbeitet mit UNHCR zusammen. Für die Geschä sstelle in Berlin suchen wir ab dem 1. März 2017 eine Referentin/einen Referenten.
Ihre wichtigsten Aufgaben:
• Online-redaktionelle Betreuung von www. uechtlingshelfer.info und der dazugehörigen Facebook-Präsenz (Auf- bereitung und Erarbeitung von Inhalten für die Homepage, Aktualisierung von Adressdatenbeständen)
• Online-redaktionelle Mitarbeit bei www.asyl.net (insbesondere Facebook-Präsenz der Seite)
• Konzeptionierung und Erarbeitung von Publikationen
• Konzeptionierung und Durchführung von Workshops
• Öffentlichkeitsarbeit für das Programm „Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen“
Wir erwarten:
• Einschlägige abgeschlossene Hochschulausbildung
• Gute Kenntnisse des Asyl- und Aufenthaltsrechts, Erfahrungen in der haupt- oder ehrenamtlichen Flüchtlingsar-
beit sind erwünscht
• Erfahrung mit Content Management Systemen und Sicherheit im Umgang mit sozialen Medien; sehr gute allge-
meine Computerkenntnisse
• Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
• Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich darzustellen; journalistische Erfahrungen sind erwünscht
• Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten und zur e ektiven Arbeitsorganisation
Wir bieten:
• Bezahlung nach TVöD (E13) und betriebliche Altersvorsorge (VBLU)
• Interessante und eigenverantwortliche Tätigkeit mit  exiblen Arbeitszeiten
• Arbeit in einem kleinen engagierten Team

Die Stelle wird aus Fördermitteln finanziert und ist vorerst befristet bis zum 31. Dezember 2017.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 13. Februar 2017 per Post oder E-Mail an die o. g. Adresse. Für Rückfragen steht Ihnen Michael Kalkmann ebenfalls unter der o. g. Adresse zur Verfügung.

Ausschreibung als PDF

 

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LKJ Sachsen-Anhalt: Geschäftsführung

Stellenausschreibung Geschäftsführung

Die .lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. sucht ab dem 01. Oktober 2017 eine neue Geschäftsführung.

Die .lkj) ist der Dach- und Fachverband im Land Sachsen-Anhalt
– kulturelle Kinder- und Jugendbildung;
– Freiwilligendienste in Kultur und Bildung im In- und Ausland;
– Breitenkulturarbeit und Soziokultur.

In der .lkj) sind über 30 Fachverbände der Kinder- und Jugendkulturarbeit sowie kulturelle Einrichtungen als Mitglieder organisiert. Als anerkannter landesweiter Träger der Jugendhilfe nach SGB VIII bildet die. lkj) ein wichtiges Bindeglied in der Querschnittsaufgabe zwischen sozialer Arbeit, Bildung, Kultur und bürgerschaftlichem Engagement.

Gesamt Ausschreibung (PDF)

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Malteser: Dozent*innen für Kurse zur Erstorientierung und Wertevermittlung

Weißenfels/Zeitz. Für ein Modellprojekt zur „Erstorientierung und Wertevermittlung“ in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge suchen die Malteser an den Standorten Weißenfels und Zeitz ab dem 1. Februar 2017 eine*n engagierte*n Dozenten*in für 30 Stunden pro Woche.

Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist ein katholisches Dienstleistungsunternehmen mit vielfältigen sozialen und karitativen Aufgabenschwerpunkten, insbesondere in den Bereichen Soziale Dienste, Rettungsdienst, Fahrdienste und Ausbildung.

Aufgaben:

Didaktische Aufbereitung und Durchführung eines Orientierungskurses für erwachsene Geflüchtete
Niedrigschwellige Vermittlung erster Deutschkenntnisse
Ansprechpartner*in für die Flüchtlinge sein, Unterstützung in Alltagsfragen
Dokumentation und Mitwirkung an der Evaluation
Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit
Kooperation mit dem Malteser Ehrenamt
Voraussetzungen:

Qualifikation: BAMF-Zulassung nach § 15 Integrationskursverordnung ODER Hochschulabschluss als Deutsch- bzw. Fremdsprachen- oder Grundschullehrer ODER neuphilologischer bzw. pädagogischer Hochschulabschluss mit mindestens 500 UE Sprachlehrerfahrungen ODER sonstiger Hochschulabschluss verbunden mit mindestens 1000 UE Sprachlehrerfahrungen und DaF/DaZ-Fortbildungen
Fremdsprachenkenntnisse (mindestens Schulwissen) in Englisch oder Französisch oder Arabisch
EDV und Internetkenntnisse
hohe Empathie und Einfühlungsvermögen
Konflikt-, Kritik- und Kommunikationsfähigkeit
Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein
Teamfähigkeit, Kreativität, Flexibilität, Wertschätzung und konsequente Vorgehensweise
Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung
Identifikation mit unseren Zielen als katholisches Dienstleistungsunternehmen
Geboten wird:

eine attraktive Vergütung gem. AVR inklusive betrieblicher Altersvorsorge
eine spannende Aufgabe in einem gesellschaftlich wichtigen Aufgabenbereich
Es erwarten Sie: Eigenverantwortliches Arbeiten und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, Fort- und Weiterbildungen mit Entwicklungsmöglichkeiten, eine starke Gemeinschaft im Verbund der Malteser, angemessene Vergütung nach AVR Caritas.

Bei Interesse senden Sie Ihre Online-Bewerbung per Mail an:

Malteser Hilfsdienst gemeinnützige GmbH
Hermann-Hesse-Straße 1a
39118 Magdeburg
Fon: 0391.609 31 20
Mail: Anke.Brumm@malteser.org 
Web: www.malteser-magdeburg.de

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PRO ASYL: Beratungsmitarbeiter_in

PRO ASYL, die bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge, ist eine europaweit tätige unabhängige Menschenrechtsorganisation mit 23.000 Mitgliedern.
Für die Geschäftsstelle in Frankfurt am Main sucht der Förderverein PRO ASYL e.V. eine(n)

Engagierte(n) Mitarbeiter(in) für das Beratungsteam in Vollzeit

Die regelmäßigen Aufgaben umfassen insbesondere:
–      Telefonische und schriftliche Beantwortung inhaltlicher Anfragen
–      Telefonische und schriftliche Beratung von Flüchtlingen und Unterstützer*innen in asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragen
–      Kooperation mit lokalen Beratungsstellen, Fachanwält*innen und sonstigen Hilfsstrukturen
–      Einzelfallarbeit
–      Recherchen zu inhaltlich relevanten Themen

Sie erfüllen folgende Voraussetzungen:
–      Gute Kenntnisse im Asyl- und Aufenthaltsrecht
–      Team- und Kommunikationsfähigkeit
–      Belastbarkeit und fallübergreifende Analysefähigkeit
–      Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
–      Beherrschung der gängigen Microsoft Office Anwendungen

Wir bieten:
–      die Mitarbeit in dem engagierten Team einer angesehenen Nichtregierungsorganisation
–      Gleitzeit
–      Weiterbildungsmöglichkeiten

Rahmenbedingungen:
–      Der vorgesehene Arbeitsbeginn ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt
–      Vergütung in Anlehnung an TVöD Bund
–      Durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit 39 Stunden
–      Vertrag zunächst auf 1 Jahr befristet
–      Dienstort: Frankfurt am Main

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 17.02.2017
ausschließlich per e-Mail an bewerbung@proasyl.de

Bei gleicher Qualifikation stoßen Bewerbungen von Menschen mit Flüchtlingsbiographie auf besonderes Interesse.

Stellenausschreibung als PDF

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Seminare, Workshops, Weiterbildungen

04.02. in Dessau: Argumente gegen Stammtisch Rassismus

Wir üben mit neuen Erkenntnissen gegen alte Reflexe. Was, wenn man reden muss, aber sprachlos wird. Weil da jemand gegen geflüchtete Personen oder sozial Schwache schwadroniert oder Hass und Ängste schürt. Dieses Seminar hilft gegen Sprachlosigkeit, denn wir verknüpfen Wissen über Argumentation, der Psychologie und Politik mit Übungen für die Praxis. Ob Bürgerversammlung, Debatte im Bekanntenkreis oder in der politischen Debatte – Populismus taucht in vielen Bereichen auf. Doch wie begegnet man den Argumenten am Stammtisch? Was tun gegen Reden, die Hass schüren, Ängste sähen, mit Vorurteilen zündeln? Damit beschäftigt sich dieser Workshop und liefert Theorie und viel Praxis.

Neben typischer Argumentationsmuster und Gegenstrategien geht es noch tiefer. Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie und der politischen Psychologie liefern Mittel für die Kommunikation in vielen Bereichen – sei es die Bürgerversammlung, die Facebookdebatte oder das Zweier-Gespräch. Was aber, wenn jemand bewusst radikalisiert? Auch dafür liefert das Seminar Mittel, um emotional geschickt mit solcherlei umzugehen. Es liefert Input, der stets sofort geübt wird. Nur praktische Übung lässt aus Wissen Wirkung werden.

Um Anmeldung wird gebeten: kritidis@rosaluxsa.de oder 0391-25191473

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6.-10.2. in Halle: Filmworkshop für Geflüchtete

Liebe Kooperationspartner, liebe Paten, liebe Geflüchtete,
vom 6 bis 10. Februar bietet der Offene Kanal Wettin einen Filmworkshop “Café Sehnsucht” für Geflüchtete zwischen 18 und 26 Jahre an, bei dem man lernt, wie man ein Story-board entwirft, eine Kamera bedient und Filme schneidet. Er findet im SeminarLaden am WELCOME Treff, Waisenhausring 1b statt. Flyer in mehreren Sprachen finden Sie im Anhang.

Die Werbung läuft gerade erst an, so dass noch viele Plätze frei sind. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Einladung zum Filmworkshop weitergeben oder selbst nutzen.
Die Anmeldung erfolgt unter http://cafesehnsucht.wettintv.de  

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13.-18.03. Teamschulung des Netzwerk für Demokratie und Courage

NDC-Teamschulung vom 13. bis 18.03.2017 in Magdeburg

Im Frühjahr führt das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) Sachsen-Anhalt in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung wieder eine Teamschulung durch. Dabei können sich junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zu Teamer_innen von Projektschultagen gegen Diskriminierung, Rassismus und Neonazismus ausbilden lassen. In der 6-tägigen Schulung werden thematische wie auch methodische Grundkenntnisse für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen vermittelt.

Was ist das NDC? – Ein Erklärfilm: https://vimeo.com/102763410
Nähere Informationen zur Teamschulung finden Sie/ findet ihr im angehängten Flyer.

Zeit: 13.-18.03.2017
Ort: Magdeburg-Ottersleben
Kosten: 50 €
Anmeldungen bis zum 17.02.2017 unter:
Mail: sachsen-anhalt@netzwerk-courage.de
Online: www.netzwerk-courage.de >> aktiv werden

Bei Fragen:
sachsen-anhalt@netzwerk-courage.de
0391 – 52 09 37 31

Bei Interesse senden wir Ihnen/ euch unsere Flyer auch in Papierform zu.

NDC Teamschulungsflyer 2017

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weitere Meldungen und Fundstücke

Presseerklärung des Flüchtlingsrats zu Integrationsschlüssel und Wohnsitzauflage in Sachsen-Anhalt

Erlass zur Wohnsitzregelung für anerkannte Flüchtlinge offenbart Augenwischerei mit der Integration – in Sachsen-Anhalt wiegen Planungsinteressen der Verwaltung schwerer als Freiheitsrechte
Das Innenministerium hat am 17.01.2017 einen Erlass veröffentlicht, der die landesinterne Zuweisung von anerkannten Flüchtlingen nach einem bestimmten Schlüssel festlegt. Danach bestimmen sich gerade mal 30 Prozent aus der Arbeitslosenquote und dem Angebot an Berufsausbildungsstellen. Der größte Anteil von 70 Prozent richtet sich nach dem Einwohneranteil der Landkreise und kreisfreien Städte an der Gesamtbevölkerung.

„Was hat der Einwohneranteil mit Integration zu tun?“, fragt Stefanie Mürbe, Sprecherin des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt. „Dort wo viele Menschen leben, gibt es auch mehr Infrastruktur für Integration. Die Regelung verstößt damit klar gegen den Zweck des Gesetzes.“

Laut Gesetzeswortlaut und -begründung verfolgt die Wohnsitzregelung allein das Ziel der „nachhaltigen Integration in die Lebensverhältnisse der Bundesrepublik“. Als integrationspolitische Ziele werden in der Gesetzesbegründung vor allem die Versorgung mit angemessenen Wohnraum, der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und die Möglichkeit des Erwerbs der deutschen Sprache sowie die Existenz integrationsfördernder Angebote definiert. In Gebieten mit geringem Bevölkerungsanteil sind diese Angebote gerade häufig nicht geben.

Wenn sich der Zuweisungsschlüssel zu 70 Prozent nach dem Einwohneranteil an der Gesamtbevölkerung berechnet, geht es offenbar vor allem um die gleichmäßige Verteilung der Sozialleistungen. Damit verstößt die Regelung gegen europäisches Recht, denn der Europäische Gerichtshof hat die Verhängung von Wohnsitzauflagen zu diesem Zweck für unrechtmäßig erklärt.

„Damit müssen wir unsere seit Monaten geäußerte Kritik erneut wiederholen: Wohnsitzzuweisungen sind rechtsverletzend, diskriminierend und integrationspolitisch absurd. Indem anerkannte Flüchtlinge nicht nur auf das Bundesland, sondern auf Landkreise und sogar bis hin zur Gemeinde zugewiesen werden, wird das Recht auf Freizügigkeit in Sachsen-Anhalt stärker beschnitten als es durch die Bundesgesetzgebung notwendig wäre. Die Planungsinteressen der Verwaltung wiegen damit schwerer als die grundlegenden Rechte eines Menschen auf Bewegungsfreiheit.“ resümiert Mürbe.

PM FR LSA. Erlass zur Wohnsitzregelung: Augenwischerei mit Integration

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