Demonstration der afghanischen Community in Sachsen-Anhalt am 17.12.2016

[Afghanische Community in Sachsen-Anhalt & Borderless Solidarity]:

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Während der Bundesinnenminister in schusssicherer Kleidung, Stahlhelm und mit einem enormen Sicherheitsaufgebot in die angeblich so sicheren Gebiete reist, sollen Menschen, die vor Terror und Bedrohung geflohen sind, dort ihr Leben bestreiten. Der erste Abschiebeflieger am Mittwoch, den 14.12., ist ein Beweis dafür, dass die dreiste Lüge der Bundes- und Landesinnenministerien kein schlechter Scherz, sondern für bislang 34 Menschen aus Afghanistan die bittere Realität ist. Viele Menschen aus Afghanistan leben seit vielen Wochen in großer Angst vor Abschiebung und sind schockiert über die Einschätzung der Sicherheitslage durch die Bundesregierung. Aus eigener Erfahrung wissen die Afghan*innen, wie das Leben aussieht, wenn Taliban die eigene Familie bedrohen und Anschläge zum gefährlichen Alltag gehören.

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Unter dem Motto Abschiebungen nach Afghanistan stoppen kamen am Samstag, den 17.12.2016, über 400 Menschen in Magdeburg zusammen, um zu zeigen, dass sie Abschiebungen nach Afghanistan nicht einfach so hinnehmen. Sie forderten einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan, eine bessere Zusammenarbeit mit der afghanischen Botschaft, um schneller notwendige Papiere für das Asylverfahren zu bekommen und eine zügige Anerkennung afghanischer Dokumente.

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