Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 14/2016

Neuanmeldungen, Abmeldungen, Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise bitte an: news@fluechtlingsrat-lsa.de

 

Inhaltsverzeichnis

 

Tagungen, Lesungen, Diskussionen

regelmäßiges Sprachcafé MD-SF

Das Willkommensbündnis Magdeburg-Stadtfeld führt alle 2 Wochen ein Willkommenscafé durch, dieses könnt ihr gern ebenso mit aufnehmen als regelmäßige Veranstaltung. Erreichbar sind wir ja via kontakt@willkommensbuendnis-stadtfeld.de

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14.10. Vortrag in Quedlinburg: Die Flüchtlinge – eine Chance für Deutschland?

Im Rahmen der Vortragsreihe „Neinstedt: Kreuz und quer“ hat die Evangelische Stiftung Neinstedt Delal Atmaca als Referentin gewinnen können. Die promovierte Volkswirtin Delal Atmaca ist gebürtige Kurdin und Vorsitzende des Dachverbandes der Migrantinnenorganisation (Damigra). Sie betrachtet die sogenannte Flüchtlingskrise im gesamtgesellschaftlichen Kontext, wobei die gesellschaftliche Solidarität mit den Flüchtlingen den Aspekten von Rassismus und Sexismus gegenübergestellt wird. Auch beleuchtet sie die Rolle der Medien, ein zentraler Punkt ihres Vortrages mündet in die Frage, welche langfristigen Chancen sich aus den globalen Entwicklungen für Deutschland ergeben.
„Bei der Vortragsveranstaltung ist eine anschließende Diskussion ausdrücklich erwünscht,“ betont der Pressesprecher der Stiftung, Christian Mühldorfer-Vogt. Sie findet am Freitag, den 14. Oktober 2016 um 19.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Quedlinburg, Carl-Ritter-Str. 16 statt. Ursprünglich sollte diese Veranstaltung bereits im Juni stattfinden, sie musste verschoben werden.

https://www.facebook.com/events/1794824517462916/ 

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14.-15.10. Konferenz in Halle: Strategien gegen die AfD

https://www.facebook.com/events/1807441899487369/

Aufstehen gegen Rassismus Mitteldeutschland
in Kooperation mit Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und Prisma Leipzig.

Konferenz: Strategien gegen die AfD
14. & 15.10.16 Halle (Saale)

Anmeldung: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/lokal/leipzig/konferenz-strategien-gegen-die-afd/anmeldung/

Programm: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/lokal/leipzig/konferenz-strategien-gegen-die-afd/anmeldung/programm-konferenz-halle-1/

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat nicht nur gute Aussichten in den kommenden deutschen Bundestag einzuziehen, sondern ist auch ungebrochen und in bemerkenswertem Ausmaß in deutschen Medien und gesellschaftlichen wie politischen Debatten präsent. Die etablierten Parteien tun sich schwer, eine Strategie im Umgang mit der neu-rechten Partei zu finden. Derweil kann die AfD nach wie vor auf Rückhalt in Teilen der Bevölkerung setzen und diesen in Einfluss und Mandate verwandeln. Auch die staatlichen Institutionen scheinen die AfD und ihr rechtes, menschenfeindliches Potenzial zu unterschätzen. So ist es an den zahlreichen Bündnissen und Initiativen, Strategien gegen die AfD und die Neue Rechte insgesamt zu entwickeln und für eine plurale und menschliche Gesellschaft zu kämpfen.

Wir laden dazu ein, gemeinsam zu überlegen, was konkret vor Ort getan werden kann, um nicht in Spiralen aus Empörung und Frustration gefangen zu bleiben, sondern der sehr agilen Neuen Rechten klare Antworten entgegenzusetzen. Wie können wir die soziale Frage von Links besetzen und somit der AfD den Nährboden für ihre Politik entziehen? Wie können wir wirksam Aufklärung über die Neue Rechte betreiben, wirksame Aktionen gestalten und den öffentlichen Raum dafür nutzen? Und wie den kommenden Bundestagswahlkampf kritisch begleiten?

Dazu wollen wir Personen und Initiativen aus Mitteldeutschland vernetzen, gute Beispiele teilen, in Podien und Workshops den Raum für gemeinsame Kampagnen und Austausch schaffen um miteinander jene zu stoppen, welche Gesellschaft und Politik von rechts umgestalten wollen.

Ort und Zeit: 14. & 15. Oktober 2016 Diaokoniewerk Halle (Saale), Lafontainestraße 15 (Straßenbahnhaltestelle „Diakoniewerk“)
Beginn am Freitag ab 18 Uhr und Samstag ab 9:30 Uhr

______________________________

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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18.10. Filmabend und Diskussion in Halle: Alle Roma bleiben hier

In den vergangenen Wochen war der Südpark in Halle Neustadt immer wieder Fokus von rechtsextremen Aktionen, die sich gezielt gegen die Minderheit der dort wohnenden Rom_nja gerichtet haben. Im Einklang mit einem großen Teil der deutschsprachigen Anwohner_innen, hat sich vor Ort ein beängstigender RomaRassismus etabliert. Auch die lokale Berichterstattung hat dazu beigetragen, dass der gesellschaftliche Zeigefinger auf „die Roma“ stramm erhoben bleibt.
Wir möchten in diesem Kontext, mit einem Film- und Diskussionsabend ein anderes Licht auf die in Halle und Deutschland lebenden Rom_nja werfen. Der Film „The Awakening“ von Kenan Emini beschreibt authentisch und schonungslos das Trauma von jugendlichen Rom_nja, die in fremde Länder abgeschoben werden. Außerdem gibt er Einblick in die selbstorganiserte Widerstandsbewegung und die Kampagne
„Alle Roma bleiben hier“. Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch geben mit Kathrin Krahl vom Projekt “Romarespekt” des Bildungswerks Weiterdenken der Heinrich Böll Stiftung Sachsen und Zdravka Kasaliyska vom Projekt “Brücken bauen” in Halle (UND: mit Kenan Emini, dem Regisseur. er möchte jedoch NICHT ÖFFENTLICH ANGEKÜNDIGT werden). Während der Film einen deutschlandweiten Blick hat, werden wir das Gespräch über die aktuelle Situation in Halle führen und gemeinsam nach Möglichkeiten suchen dem lokalen RomaRassismus entgegenzuwirken.
Die Veranstaltung ist am Dienstag den 18. Oktober, um 19h in der Hafenstraße 7.

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19.10. Forum in Staßfurt: Der Islam – eine Weltreligion

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Aufnahme und Integration der vielen geflüchteten Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, vor der auch unser Landkreis steht.
Die Staßfurter URANIA e.V. hat auf der Grundlage ihres Bildungsauftrages ein Programm für die gezielte Integration von Migranten in das gesamtgesellschaftliche Leben der Region entwickelt.
Auf der Grundlage des Projektes „Weltreligionen-Weltethos-Weltfrieden“ laden wir zu unserem Forum

„Der Islam – eine Weltreligion“

herzlich ein.

Referent ist der Erste Vorsitzende der islamischen Gemeinde Magdeburg, Herr Dr. Moawia Al-Hamid.

Ort der Veranstaltung:   Staßfurter URANIA e.V.
Prinzenberg 18
39418 Staßfurt

Zeit:                                        Mittwoch, 19.10.2016  um 15:00 Uhr

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion täglich zu uns kommen, erfährt auch diese Veranstaltungsreihe eine besondere Bedeutung.

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme bis zum Freitag, d. 14.10.2016 telefonisch bei der Staßfurter URANIA unter
03925 / 624295 bzw. per Mail unter siegfried.mahlfeld@stassfurter-urania.de

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22.10. in Halle: 22 Jahre Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt

[English Below // Flyer in Deutsch, Englisch, Farsi, Arabisch,
Französisch im Anhang]

Liebe Freund_innen des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt,

hiermit möchten wir euch/Sie herzlich zu unserer Feier am 22.10.2016 in
Halle einladen. Anlass sind 22. Jahre Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt,
sowie die Eröffnung unseres neuen Büros in Halle (Saale).

Wann: 22. Oktober ab 18 Uhr
Wo: WelcomeTreff in Halle, Waisenhausring 2

Programm:  Sunna Huygen (Kabarett, Politik &
Poesie), Papa Dula Band (BoomFire Reggae), DJ-Team Ahbe Casabah (Soul,
R‘n‘B, Exotica), DJ*anes Fatale und Cynthesiza (tanzbare Queerbeatz)

Außerdem: Grußworte, Ausstellungen: „Asyl ist Menschenrecht“ (von
ProAsyl) & „Horizonte“ (von Überlebenskünstler_innen),
AntiRaActionTableQuiz, Essen gegen Spende, Cocktailbar…

Zur besseren Planung bittet wir um eine Anmeldung bis zum 16.10.2016
unter: info@fluechtlingsrat-lsa.de

Es können Übernachtungsmöglichkeiten und Dolmetscher*innen für Euch/Sie
organisiert werden. Bitte alle Wünsche bei der Anmeldung einfach mit
angeben. Auch für sonstige Fragen(z.B. zu Barrieren vor Ort) steht der
Flüchtlingsrat sehr gerne zur Verfügung.

Alle Infos gibt es auch im angehängten Flyer in mehreren Sprachen.

Wir hoffen ganz viele von Euch/Ihnen zu unserer Feier begrüßen zu dürfen
und freuen uns auf einen tollen Abend mit Euch/Ihnen!

Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt

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Dear friends of the Refugee Council Sachsen-Anhalt,

we want to invite you to our party on October 22. we will celebrate
our 22nd anniversary, as well as the opening of our new second office in
Halle (Saale).

when: 10/22/2016, 6pm
where: WelcomeTreff in Halle, Waisenhausring 2

Programm: Sunna Huygen (Cabaret, Politics & Poetry), Papa Dula Band
(BoomFire Reggae), DJ-Team Ahbe Casabah (Soul, R‘n‘B, Exotica), DJ*anes
Fatale und Cynthesiza (danceable Queerbeatz)

Furthermore: Greetings, exhibitions, Anti-Racist ActionTableQuiz, food
on donation, Cocktailbar

Please let us know via e-mail prior to 10/16/2016 if you plan on
attending: info@fluechtlingsrat-lsa.de

We can organize overnight accomodation and interpreters for you, please
let us know any wishes. We are happy to answer any other questions (e.g.
concerning accessibility).

We hope to see many of you at the party and are looking forward to a
great night with you!

mehrsprachige Einladung / multilingual invitation

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Ab 25.10. in Halle: Vorträge der Uni zu Migrationsrecht

 

Als PDF: das gesamte Vorlesungsprogramm

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27.10. Tagung in Halle: Bevölkerung und Land im Wandel

Das Thema Flucht und Asyl gilt als neue Herausforderung unserer Zeit. Facettenreich wird diskutiert – über kulturelle Überfremdung und Chancen sozialer Erneuerung. Facettenreich wird agiert – mit Hetze und offener Ablehnung ebenso wie mit Willkommensgesten und Zuversicht. Vergessen scheint dabei, dass Migration alltäglich ist. Seit jeher prägt sie Geschichte, seit jeher formt sie unsere Gesellschaft. Mit dem Blick zurück bietet die Tagung „Bevölkerung und Land im Wandel – Migration in Mitteldeutschland“ Denkanstöße, wie der Umgang mit Migrationsphänomenen im vergangenen Jahrhundert gelang oder missglückte. Die Regionen Sachsen-Anhalts, Sachsens und Thüringens stehen dabei im Fokus der kulturhistorischen sowie sozialwissenschaftlichen Beiträge.

Die gemeinsame Veranstaltung der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt findet am 27. Oktober 2016 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle statt. Mit der Kennnummer WTP 2016-400-73 ist sie zudem als Weiterbildung des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) für Geschichts-, Ethik-, Sozial- sowie Gesellschaftkundelehrer ausgeschrieben.

Informationen zum Programm erhalten Sie auch hier: http://www.iges.ovgu.de/-p-2202 und hier: https://www.facebook.com/events/1110974845629790/

Tagungsorganisation

Leitung: Prof. Dr. Silke Satjukow (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
—-
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Yvonne Kalinna (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
—-
Sekretariat: Silke Schneider, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Gesellschaftswissenschaften, Fachdisziplin für Geschichte, Zschokkestraße 32, 39104
Magdeburg. Mail: silke.schneider@ovgu.de; Tel. 0391 67 56988

 

Das Tagungsprogramm als PDF

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29.10. Lesung in Halberstadt: Sören Kohlhuber – Retrofieber

Sören Kohlhuber ist freier Journalist und dokumentiert regelmäßig rechte Aufmärsche in Deutschland.
Im vorliegenden Buch berichtet er von seinen Erlebnissen und Erfahrungen während er fast 60 rechte Aufmärsche in den Neuen Bundesländern begleitete. Dies geschah in einer Zeit, in der u.a. Neonazis aus den 1990er Jahren darauf hofften, die Straße wieder zurückzuerobern, um gegen Asylsuchende zu hetzen. Das RETROFIEBER der Rassisten sorgte für über 1.000 rassistische Aufmärsche und tägliche Übergriffe auf Asylunterkünfte in der gesamten Bundesrepublik.
Das Buch ist die Fortsetzung von „Deutschland, deine Nazis“ aus dem Jahr 2015.Da die Plätze begrenzt sind, wird bis zum 26.10.2016 um eine Anmeldung gebeten – soziales@zora.de -Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung von ZORA e.V., Antifa-Café Harz und Linksjugend [’solid] Harz.Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließenhttps://www.facebook.com/events/1254971841182120/ 

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01.11. Hass-Postings – lachen, löschen, anzeigen?

https://www.facebook.com/events/207986722954834/Schaufenster neues theater Halle
Große Ulrichstraße 50-51, 06108 HalleSalongespräch zum Umgang mit Hass im NetzWer sich im Netz mit moderaten Tönen in Debatten zu Flucht, Terroranschlägen oder Politik einbringt, wird oft als „sabbernder Gutmensch“ verhöhnt oder gar mit Hass überschüttet. Frauen erhalten zudem nicht selten Vergewaltigungsandrohungen. Das Phänomen Hass-Kommentar ist inzwischen so stark verbreitet, dass einige Medien Kommentarspalten schließen und ausgewählte Beiträge intensiv moderieren müssen.Viele Nutzer.innen ziehen sich zudem aus Angst vor weiteren Hasspostings aus der Netzkommunikation zurück – mit der Folge, dass moderate Stimmen aus der öffentlichen Debatte verschwinden. Was nun? Kann man Hass im Netz überhaupt regulieren? Zu welchen Maßnahmen greifen Nachrichtenseiten und was können wir als Nutzer.innen gegen Hetze im Netz tun?Podium mit Anja Hempel (Leiterin Social Media des MDR), Christin Bohmann (Redaktionsleitung Online MDR Nachrichten) und Sebastian Striegel (MdL Bündnis 90/Die Grünen, rechts-und innenpolitischer Sprecher der Fraktion)Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Swap:NETZKULTUR.

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03.-04.11. Tagung in Halle: Rechten Terror als Rechten Terror benennen

Weitere Infos auch unter:
http://www.miteinander-ev.de/index.php?page=61&modaction=detail&modid=637https://www.facebook.com/events/1385104274840781/Das Gefahrenpotential eines Terrors von Rechts wird dieser Tage von Kenner*innen der Szene als höher als noch vor Jahren eingeschätzt, auch weil der gesellschaftliche Rückhalt bzw. die gesellschaftliche Verankerung der Szene zunimmt. Es überwiegt der Eindruck, dass neonazistische Gewalttaten weiterhin verharmlost werden. Dabei gibt es viele Erkenntnisse aus dem NSU-Komplex, die bei der Analyse des aktuellen neonazistischen Terrors hilfreich sind. Die zweitägige Konferenz widmet sich deshalb dem Phänomen des rechten Terrors und der Frage, welche Lehren aus dem NSU-Komplex gezogen wurden.Termin: 03./04.11.2016
Ort: Franckische Stiftungen, Franckeplatz 1, 06110 Halle (Saale)
Kosten: 40 Euro (erm.: 10 Euro, inkl. Verpflegung)Am ersten Tag geht es um die Klärung grundsätzlicher Fragen. Es geht um die aktuelle Analyse und Einschätzung rechtsterroristischer Verwurzelung, Strukturen und Bezüge. Muss Rechtsterrorismus vor dem Hintergrund neuer organisationskultureller Entwicklungen neu definiert werden? Was macht Terror von Rechts heute aus und wo liegen seine gesellschaftlichen Wurzeln? Wie sind Politik und Gesellschaft gefordert? Am zweiten Tag geht es einerseits um die Vorstellung der nichtstaatlichen Initiative Tribunal „NSU-Komplex auflösen“, und andererseits um praktische gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten, die in verschiedenen Workshops aufgezeigt werden. Zum Abschluss des zweiten Tages wird in einem Podium noch einmal die Aufarbeitung des NSU-Komplexes in Sachsen-Anhalt thematisiert.Anmelden kann man sich bis 29. Oktober 2016 per Post, Fax (0345.202 39 28) oder Mail. Weitere Informationen finden Sie hier.Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V.
Leipziger Str. 36
06108 Halle (Saale)
Fon: 0345.202 39 27
Mail: info@boell-sachsen-anhalt.de
Web: www.boell-sachsen-anhalt.de

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03.11. Vorlesung in Magdeburg: Migration in Deutschland – Zwischen Exklusion und Inklusion

https://www.facebook.com/events/187052215066401/Dozentinnen: Linda Juang & Anne Will

Inwiefern beeinflusst ein Migrationshintergrund den schulischen und beruflichen Werdegang? Und nimmt er gar
Einfluss auf die gesellschaftliche Teilhabe? Migration in
Deutschland – eine kritische Betrachtung der aktuellen Situation, die sich zwischen Exklusion und Inklusion bewegt.

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*freier Eintritt*
*barrierefrei*
*bilingual*

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Informationen, Webportale & Broschüren

Arbeitshilfen: Wohnsitzauflage

Am 6. August ist die so genannte „Wohnsitzregelung“ des § 12a AufenthG in Kraft getreten, die viele anerkannte Flüchtlinge verpflichtet, in dem Bundesland zu wohnen, in dem sie auch während des Asylverfahrens gelebt haben. Darüber hinaus können die Bundesländer zusätzlich ortsbezogene Wohnsitzauflagen anordnen. Die Auflage gilt sogar rückwirkend für Flüchtlinge, die seit Jahresbeginn anerkannt worden sind – und unter Umständen schon vor mehreren Monaten, mit Zustimmung des Jobcenters und der Ausländerbehörde, umgezogen waren. Gerade diese rückwirkenden Fälle führen momentan zu einer großen Unsicherheit unter den Betroffenen, aber auch bei Behörden und Beratungsstellen.

Aus der Beratungspraxis haben wir die Rückmeldung erhalten, dass es diesbezüglich zahlreiche Probleme und Unsicherheiten gibt. Wir haben daher die folgende Arbeitshilfe erstellt, die Hinweise zum Umsetzung der Wohnsitzregelung geben soll. Autor der Arbeitshilfe ist Claudius Voigt, Mitarbeiter der GGUA Flüchtlingshilfe aus Münster – vielen Dank hierfür noch einmal an dieser Stelle!

Die Arbeitshilfe gibt den Stand am 22.09. wieder, eine Aktualisierung ist vorgesehen. Wir bitten Sie/Euch, uns neue Entwicklungen aus den Bundesländern bzw. Kommunen zurück zu melden, damit die Arbeitshilfe immer aktuell bleibt.

Arbeitshilfe zur Wohnsitzregelung nach § 12a AufenthG auch für anerkannte Flüchtlinge: Praxistipps und Hintergründe

Arbeitshilfe von Prof. Dorothee Frings und Rechtsanwältin Eva Steffen zur Wohnsitzauflage

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Argumentationskarten: AfD-Thesen hinterfragt

Die Karten als PDF

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Aufsatz: Die offene Gesellschaft und ihre Gegner

An der Debatte um die Begrenzung der Migration kristallisiert sich das seit 2008 weitgehend latente Krisenbewußtsein

http://www.sopos.org/aufsaetze/56bd9e9ab369e/1.phtml 

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Broschüre: Hinweise für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in das Gemeinwesen

Ungeachtet der aktuell geringeren Flüchtlingszahlen, stehen uns die eigentlichen Herausforderungen noch bevor. Sie liegen in der langfristigen sozialen und strukturellen Integration der Menschen. Diese Heraus­ forderungen sollten als Chance gesehen werden die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Als Chance, das Zusammenleben in Kommune oder Quartier für Alle zu verbessern.
Die Mittel und Methoden dazu brauchen nicht neu erfunden zu werden, sie sind aus langjähriger Erfahrung bekannt.

Zur gesamten Broschüre als PDF

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Dokumentation der Veranstaltung Motivieren. Vernetzen. Stärken. (Anhalt-Bitterfeld, Wittenberg, Dessau)

Dokumentation der Veranstaltung Motivieren. Vernetzen. Stärken. erschienen

Klausurtagung der regionalen Flüchtlingsinitiativen und Bürger_innenbündnisse pro Demokratie in Anhalt

Sie sind aus Gräfenhainichen, Köthen, Bitterfeld und Roßlau nach Aken gereist. Rund 40 ehrenamtlich Engagierte aus den hiesigen Willkommensinitiativen und Bürger_innenbündnissen haben in einem sehr lebendigen und praxisorientierten Erfahrungsaustausch viele Fragen diskutiert und dabei auch passgenaue Antworten mitgenommen. So wurde intensiv über Themen wie die Kommunikation mit Regelstrukturen, der Umgang mit rechten Bedrohungslagen und die Entwicklung neuer Projektideen diskutiert. Über den zielorientierten Verlauf und die Ergebnisse der Tagung informiert nun die entsprechende Tagungsdokumentation: Motivieren. Vernetzen. Stärken.

Die Dokumentation als PDF

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Dossier: Soll man mit Neonazis reden?

Zu den Grundsätzen einer Demokratie gehört es, miteinander zu reden und Konflikte verbal auszutragen. Daher wirkt es auf den ersten Blick legitim, wenn Rechtsextreme fordern, dass auch mit ihnen geredet wird. Immer wieder stehen Demokraten vor der Frage, ob sie dem nachkommen wollen. Soll man mit Neonazis reden? Und wenn ja, wie? Oder falls nein, warum nicht?
http://www.bpb.de/231748

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Erstinformationen: Immer mehr Sprachen verfügbar

Nach unzähligen gesetzlichen Änderungen gibt es endlich wieder einen Flyer mit Erstinformationen für Asylsuchende vom Flüchtlingsrat. Dieser Flyer gibt einen ersten Überblick über den Ablauf des Asylverfahrens. Er richtet sich an neu in Sachsen-Anhalt ankommende Asylsuchende und zeigt die wichtigsten rechtlichen Grundlagen auf.

Stand des Flyers ist Juli 2016.

Weitere Fassungen in Tigrinya, Russisch und Hindi sind geplant.

Die Druckversion kann beim Flüchtlingsrat bestellt werden.

http://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2016/10/flyer-erstinformationen-zum-asylverfahren-in-mehreren-sprachen/

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Sammlung: AntiRa Newsletter »Kompass« 10’16

„…Quer durch Europa sind und bleiben die Räume umkämpft, Migration und die Frage der (gleichen) Rechte bestimmen nachhaltig die zentralen gesellschaftlichen Diskurse….“

Der Kompass AntiRa Newsletter für Oktober, angehängt als Volltext und im folgenden Link mit Layout und Fotos. Bitte gerne weiter verbreiten.

Direktlink:
http://kompass.antira.info/files/2016/10/53Kompass_Newsletter_Okt16.pdf 

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Themenseite Flucht: Monatsrückblick August 2016

Was ist in der Migrations- und Asylpolitik im letzten Monat passiert? Wie haben sich die Flucht- und Asylzahlen entwickelt? Wir blicken zurück auf die Situation in Deutschland und Europa.
http://www.bpb.de/233282

 

Aufrufe und Kampagnen

SCHULE FÜR ALLE – Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

Unterstützen Sie die Kampagne der Landesflüchtlingsräte, dem BumF e.V. und Jugendlichen ohne Grenzen – unterstützt von der GEW und Pro Asyl
Die Kampagne unterstützen können Sie unter: http://kampagne-schule-fuer-alle.de/
Das neue Schuljahr hat begonnen, doch viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind außen vor. Für sie herrscht Lageralltag statt Schulalltag – obwohl sie seit Monaten, zum Teil schon über einem Jahr in Deutschland leben. Bundesweit sind zehntausende junge Menschen betroffen.

Es sind viele jüngere Kinder im Alter ab 6 Jahren betroffen, insbesondere wenn sie in Aufnahmeeinrichtungen leben, noch nicht auf Kommunen oder Bezirke verteilt wurden und daher in einigen Ländern nicht der Schulpflicht unterliegen. Aber insbesondere auch 16- bis 27jährige Flüchtlinge, unter ihnen viele, die als unbegleitete Minderjährige eingereist sind. Sie brauchen Zugang zur Schule, um eine Ausbildung oder ein Studium beginnen zu können, doch das Recht auf Bildung bleibt ihnen verwehrt. Sie warten vergeblich darauf, ihren im Herkunftsland begonnenen Bildungsweg fortzusetzen und auf ihre erste Schultüte.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Landesflüchtlingsräte über den tatsächlichen Bildungszugang für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland belegt die strukturelle Ausgrenzung Zehntausender vom Lernort Schule. Lageberichte des Bundesfachverband umF, erstellt im Auftrag von UNICEF, zeigen, dass insbesondere Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen monatelang systematisch vom Regelschulbesuch ausgeschlossen werden. In vielen Bundesländern werden Personen aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ langfristig oder dauerhaft in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht. Sie erhalten, wenn überhaupt, einen Ersatzunterricht für wenige Stunden am Tag, eine Schule besuchen sie meist nicht.
Diese Praxis ist ein gleich mehrfacher Rechtsverstoß. Das Recht auf Bildung ist ein Grundrecht.

Es ist im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und auch in Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33) festgeschrieben.

Wir fordern: Schule für alle ohne Ausnahmen.

Es müssen unverzüglich ausreichende Regelschulplätze für neu zugezogene schulpflichtige Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt werden und dafür geeignete strukturelle und personelle Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Die Umsetzung der Schulpflicht bzw. des Rechts auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung ab dem ersten Tag, spätestens zwei Wochen nach Ankunft. Voraussetzung hierfür ist ein zügiges Ankommen von Neueinreisenden in Kommunen und Bezirke.
Der Zugang zu Bildungsangeboten muss passend zum Lern- und Bildungsstand der Kinder und Jugendlichen sowie ihren sonstigen Voraussetzungen gewährleistet werden.
Junge Menschen bis 27 Jahre brauchen flächendeckend und systematisch die Möglichkeit schulische Bildung und Abschlüsse nachzuholen – etwa über die Erweiterung der (Berufs-)Schulpflicht.
Die Bildungsförderung (BAföG und BAB) muss für alle Jugendliche und junge erwachsene Geflüchtete geöffnet werden.

Bildung ist Ländersache – die Landesregierung ist in der Pflicht.

Wir fordern darüber hinaus:

Schule für alle bedeutet Schule für alle in Sachsen-Anhalt lebende Kinder und Jugendliche. Es bedarf dafür ausreichender Kapazitäten in den Regelschulen. Das Recht auf Bildung als Grundrecht muss auch für Heranwachsende gelten, die in einer Erstaufnahmeeinrichtung leben müssen.
Die Kapazitäten der Sprachlernklassen müssen sich an den Bedarfen vor Ort orientieren. Darüber hinaus muss sicher gestellt werden, dass die entsprechenden Informationen in den Landkreisen, den Schulen und bei den Eltern ankommen.
Kindern und Jugendlichen muss die Teilnahme am regulären Unterricht und Schulalltag ermöglicht werden. (Sprach-)Patenschaften zwischen deutschen und nicht-deutschen Kindern müssen gefördert werden.
Es bedarf dringend Angebote der Hausaufgabenbetreuung und Unterstützung beim Lernen, vor allem in der Anfangsphase.
Den Schulen soll die Möglichkeit einer zeitweisen alternativen Leistungsbewertung gegeben werden. Das Kultusministerium und Landesschulamt müssen den Schulen entsprechende Informationen und Handlungsempfehlungen zur Verfügung stellen.
Ausreichende Weiterbildungsangebote für die Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen im Umgang mit Rassismus, dem Themenfeld Flucht und Asyl, zum interkulturellen Lernen und zum Umgang mit Traumatisierungen müssen umgehend geschaffen und beworben werden.
Der Zugang zu weiterführenden Schulen, beispielsweise Gymnasien, muss direkt ermöglicht werden. Maßgabe bei der Schulzuweisung darf nicht allein das Alter sein. Die Vorkenntnisse, Kompetenzen sowie Zielvorstellungen der Kinder und Jugendlichen müssen möglichst schon in der Erstaufnahmeeinrichtung festgestellt und berücksichtigt werden.
Auf die Lernerfolge und Entwicklung der jungen Menschen muss schnell und unkompliziert reagiert werden. Der Wechsel in eine weiterführende Regelschule muss unkompliziert ermöglicht und schnell umgesetzt werden.
Die Ungewissheit über die Zukunft, oder eine drohende Abschiebung können bei Kindern und Jugendlichen zu massivem Stress führen. Deswegen braucht es sichere Aufenthaltsperspektiven bis zum Abschluss des Bildungsgangs bzw. der Ausbildung und ein Verzicht auf Ausbildungs- und Studierverbotsauflagen durch Ausländerbehörden.
Es muss sicher gestellt werden, dass keine Kinder in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften leben. Die Lebensbedingungen entsprechen keinem kindgerechten Lebensumfeld und erschweren zusätzlich ein konzentriertes Lernen.
Kein Sparzwang auf Kosten von Kindern und Jugendlichen.
Schule für alle – ohne Ausnahmen!
Die Kampagne unterstützen können Sie unter:

http://kampagne-schule-fuer-alle.de/ 

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PRO ASYL: Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte unter der afghanischen Zivilbevölkerung im ersten Halbjahr 2016 sprechen eine deutliche Sprache: Afghanistan ist kein sicheres Land! Nicht für die Menschen, die dort leben, und erst recht nicht für Asylsuchende, die dorthin abgeschoben werden sollen.

Afghanische Flüchtlinge müssen in Deutschland und anderen EU-Staaten weiterhin Aufnahme finden und Schutz erhalten!

Unterstützen Sie den Protest von PRO ASYL! Senden Sie eine Protestpostkarte an Bundesinnenminister de Maizière und beteiligen Sie sich an unserer E-Mail-Aktion:

https://www.proasyl.de/thema/unsicheres-afghanistan/#topic-content 

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Bündnisse in Sachsen-Anhalt: Keine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten!

Gemeinsame Erklärung von Bündnissen gegen Rechts in Sachsen-Anhalt

Sachsen-­Anhalt, wie die Bundesrepublik insgesamt, hat in den vergangenen mehr als anderthalb Jahren eine massive Eskalation von rechts erlebt. Allein für 2015 weist die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. mindestens 148 rechte Aufmärsche, 104 Kundgebungen und 217 rechts motivierte Gewalttaten für Sachsen-­Anhalt aus. Auch im laufenden Jahr sind steigende Zahlen zu konstatieren. Rassistische, völkische, nationalistische wie neonazistische und andere menschenfeindliche Aktivitäten nehmen zu und führen zu Bedrohung und Gewalt.
Die Eskalation von rechts ist auch durch die Politik der AfD mitverursacht, die in ihrer Programmatik, ihren populistichen Äußerungen von führenden Funktionsträger*innen wie der Zusammenarbeit mit Akteur*innen der rechtsextremen Szene (etwa dem CompactMagazin, der Identitären Bewegung, dem neu­rechten Institut für Staatspolitik) sich als Kraft der extremen Rechten positioniert. Gleichzeitig sind ihre Wahlergebnisse auch Ausdruck der Verschiebung des gesellschaftlichen­ wie politischen Diskurses nach rechts.
Mit Einladungen von Akteur*innen der extremen Rechten und der Zusammenarbeit mit ihnen durch (partei­)politische wie zivilgesellschaftliche Gruppen und Parteien werden die Rechtsextremen gestärkt. Zur Strategie der Rechten gehört immer auch die Eroberung öffentlicher Räume und des vorpolitischen Bereichs, ihre Akzeptanz verläuft parallel zur Verschiebung des Sagbaren nach rechts – Hass und rassistische Äußerungen werden so zu einer Meinung unter vielen, Rechtsextreme zu etablierten Gesprächspartner*innen – Rassismus, Nationalismus und menschenfeindliche Einstellungen werden damit normalisiert. Ein wesentlicher Akteur dieser Strategie ist die AfD, der nun ermöglicht wird, was bei der NPD noch verhindert wurde.
Der Respekt vor der Demokratie gebietet anzuerkennen, dass sich Wahlergebnisse in die Vertretung der Wähler*innen durch Abgeordnete übersetzt. Er bedeutet nicht, dass eine Abgrenzung von Rassist*innen, Völkischen und Rechtsextremen wie ihren Unterstützer*innen nicht möglich sei – im Gegenteil, wo menschenfeindliche Haltungen vertreten werden, gibt es keine gemeinsame Gesprächsgrundlage für eine lebendige, offene und demokratische Gesellschaft. Die extreme Rechte kann kein Partner bei der Gestaltung dessen sein, was sie ablehnt und vernichten will.
Wir fordern daher, Positionen und Akteur*innen der extremen Rechten, wie die AfD, nicht durch Einladungen und gemeinsame Veranstaltungen zu unterstützen und zu fördern, sondern ihnen entschieden und mit Haltung entgegenzutreten. Wir dürfen ihnen nicht freiwillig die öffentlichen Räume überlassen und ein Podium für ihre menschenfeindliche Propaganda bieten. Für eine plurale, offene Gesellschaft welche auf der Anerkennung der Würde jedes Einzelnen fußt.

https://bgrmagdeburg.wordpress.com/2016/09/01/keine-zusammenarbeit-mit-der-extremen-rechten/

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Stellenauschreibungen und Förderungen

 

Integrationspreis Sachsen-Anhalt: Integration braucht Engagement

Sachsen-Anhalt lobt Integrationspreis aus
Magdeburg. „Integration braucht Engagement“ – unter diesem Motto lobt Sachsen-Anhalt auch in diesem Jahr den Integrationspreis des Landes aus. Um das Engagement von Einheimischen und Zugewanderten für gelungene Integration und interkulturellen Austausch zu würdigen, wird der Preis seit 2010 jährlich vergeben. Ausgeschrieben ist er in drei Kategorien „Engagiert für Willkommenskultur“, „Zusammenleben von Anfang an – Kitas und Schulen gestalten Vielfalt“ und „Bildung, Ausbildung und Arbeit – Schlüssel erfolgreicher Integration“. Zudem wird eine Ehrung für besonderes individuelles Engagement vorgenommen. Der erste Preis in jeder Kategorie ist mit 1.000 Euro, der zweite Preis mit je 500 Euro dotiert.

Verliehen wird der Integrationspreis im Rahmen einer Festveranstaltung am 13. Dezember 2016 in Magdeburg. Bewerbungen sind bis 1. November 2016 per Mail oder postalisch möglich. Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen findet man auf der Webseite: http://www.integriert-in-sachsen-anhalt.de

Integrationsbeauftragte der Landesregierung Sachsen-Anhalt
Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration
Turmschanzenstr. 25
39104 Magdeburg
Fon: 0391.567 46 82
Mail: integrationspreis@ms-sachsen-anhalt.de
Web: www.integriert-in-sachsen-anhalt.de

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Förderung für Veranstaltungen mit Flüchtlingen

Bereits seit zwei Jahren führt die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus das Projekt „Veranstaltungen mit Flüchtlingen“ durch.

Durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums des Innern und von Pro Asyl ist es der Stiftung ab sofort möglich, Veranstaltungen im Rahmen dieses Projekts das ganze Jahr über zu fördern. Im beigefügten Flyer finden Sie detaillierte Informationen zur Planung und Durchführung.

Das Projekt soll Menschen, die in Deutschland aus welchen Gründen auch immer Schutz suchen, die Möglichkeit bieten, in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen Veranstaltungen zu organisieren, deren Themensetzung und Ablauf sie selbst bestimmen. Für die sog. Mehrheitsgesellschaft besteht dadurch die Gelegenheit, einen Perspektivwechsel zu vollziehen, indem sie von Menschen mit Fluchterfahrung oder von anderen Experten zur Flüchtlingssituation in Deutschland informiert wird oder schlicht mit Geflüchteten zum Austausch zusammenkommt.

Anfallende Kosten wie Raummieten, Honorare, Fahrtkosten oder Sachmittel können von der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus gefördert werden.

Nähere Informationen finden Sie in den FAQ sowie im Formular der Antragsstellung.

Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus
Goebelstr. 21
64293 Darmstadt
Fon: 06151.33 99 71
Mail: stiftung@interkultureller-rat.de
Web: www.stiftung-gegen-rassismus.de

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Förderung von Kulturmaßnahmen für geflüchtete junge Frauen

Das Paritätische Bildungswerk fördert als Verband unter dem Titel „Frauen iD“ Bündnisse für Bildung, die kulturelle Projekte für geflüchtete junge Frauen zwischen 18 und 26 Jahren durchführen. Es handelt sich um eine 100%tige Förderung mit einer maximalen Summe von 50.000 Euro, die im Auftrag des Bundesbildungsministeriums im Programm „Kultur macht stark“ vergeben wird. Gefördert werden Kulturangebote aus allen Sparten wie Malerei, Theater, Musik, Tanz und angewandte Kunst. Ziel ist es, das Selbstwertgefühl und die Selbstlernkompetenzen der geflüchteten Frauen „in Deutschland“ („iD“) durch kulturelle Bildungsangebote zu fördern. Bis zum 31. Dezember 2017 können Kulturmaßnahmen gefördert werden. Nähere Informationen sind hier zu finden: http://www.frauen-id.de/

Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
Heinrich-Hoffmann-Str. 3
60528 Frankfurt am Main
Fon: 069.670 62 20
Mail: uwe.weppler@paritaet.org
Web: www.frauen-id.de

 

Seminare, Workshops, Weiterbildungen

15.10. Seminar in Dessau: »Populismus am Mittagstisch«

Tagesseminar der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt am Samstag, den 15. Oktober 2016, von 10 – 17 Uhr, in der Volkshochschule Dessau

Was tun, wenn gute Freunde, Familienmitglieder oder sympathische Kolleg*innen abfällig über Geflüchtete sprechen, und meinen „die sind doch alle kriminell“ oder „die nehmen uns die Arbeitsplätze weg“? Während wir rechte Hetze im Netz wegklicken können und über „besorgte Bürger“ kopfschüttelnd hinweggehen mögen, ist der Umgang mit Menschen im sozialen Nahfeld deutlich herausfordernder. Wie gehen wir also mit rechtspopulistischen Äußerungen von Menschen um, die uns am Herzen liegen und denen wir nicht aus dem Weg gehen können oder wollen?

Im Tagesseminar mit dem Sozialarbeiter und Rechtsextremismus-Experten Samuel Signer setzen wir uns zunächst mit der Einordnung rechter Aussagen im nahen Umfeld auseinander. Im nächsten Schritt erlernen und üben wir die jeweils passenden Kommunikationsstrategien, um auf rechte Aussagen (selbst-)bewusst und zielgerichtet zu reagieren.

Anmeldung: Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung via Email an projekte@boell-sachsen-anhalt.de und Bestätigung durch uns möglich.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, weshalb Sie am Seminar teilnehmen möchten und in welchem Bereich Sie derzeit eingebunden sind.

Die Teilnahme ist kostenpflichtig: 15 Euro (ermäßigt 10 Euro). Die Plätze sind begrenzt und werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.

Informationen / Kontakt

Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 36 | 06108 Halle (Saale)
Telefon: 0345 – 202 39 27
Fax: 0345 – 202 39 28
Email: info@boell-sachsen-anhalt.de

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17.10. Seminar in Magdeburg: Flüchtlinge zwischen Gewalterfahrungen, Heimatlosigkeit und steter Unsicherheit

Flüchtlinge zwischen Gewalterfahrungen, Heimatlosigkeit und steter Unsicherheit
Magdeburg. Vor allem Mitarbeiter*innen der Behörden, Ämter und die der Akteure sozialer Arbeit sind mit der Herausforderung konfrontiert, handlungssicher im Umgang mit geflüchteten Menschen zu sein. Doch wie mit jemandem umgehen, dessen Lebenserfahrungen so weit entfernt liegen von den eigenen? Was heißt es, vertrieben worden zu sein, in ständiger Angst zu leben, von Gewalt und Tod bedroht oder betroffen zu sein? Wie prägen die Gewalt- und Kriegserfahrungen weiterhin das Leben der Geflohenen? Welche Auswirkungen hat es auf die Arbeit mit geflüchteten Menschen?

Termin: 17.10.2016, 09:30-16:30 Uhr
Ort: PARITÄTISCHES Bildungswerk LSA, Wiener Str. 2, 39112 Magdeburg
Kosten: 95 Euro

Das Seminar zeigt geopolitische Prozesse auf, die aktuellen Fluchtbewegungen erklärbar zu machen, Ursachen und Auswirkungen aufzuzeigen, Erklärungsmodelle zu finden und die damit verbundenen Folgen in den Kontext zur Arbeit mit geflüchteten Menschen zu bringen. Es unternimmt ebenso den Versuch, mögliche Ressourcen sichtbar zu machen und mittels aktueller Fallbeispiele darzustellen. Bedürfnisse und Wünsche, aber auch Ängste und Befürchtungen, an allen Seiten des „Helfertisches“ werden angesprochen und diskutiert, um Ideen, Arbeitsthesen und Strukturen für die individuellen Arbeitsfelder zu finden.

Anmeldungen für die Veranstaltung können noch kurzfristig entgegengenommen werden. Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Onlineanmeldung finden Sie hier:
http://buchung.bildungswerk-lsa.de/seminar.php?id=2346

Paritätisches Bildungswerk
Wiener Str. 2
39112 Magdeburg
Fon: 0391.629 33 13
Mail: bildungswerk@paritaet-lsa.de
Web: www.bildungswerk-lsa.de

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18.10. Workshop in Halle: Ich und die Anderen – Vielfalt im Ehrenamt.

https://www.facebook.com/events/1206750106060884/

Beim Engagement für Geflüchtete wird sich fast jeder hin und wieder dabei „ertappen“, irritiert über Verhaltensweisen, Äußerungen oder Auftreten anderer Menschen zu sein. Bei aller Empathie hat man manchmal ein Gefühl von Fremdheit und führt das schnell auf die unterschiedliche kulturelle Herkunft zurück.

Der Workshop bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die eigene Rolle mit ihren spezifischen Herausforderungen zu reflektieren und neue Impulse und Anregungen im Umgang mit Vielfalt zu bekommen. Die Übungen zu diesen Schwerpunkten beruhen auf dem Konzept „Eine Welt der Vielfalt“. Es geht um die Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen und dem Thema „Fremdsein“, die Differenzierung angelernter Bilder, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und so neue Erfahrungen machen zu können.
Es wird großen Wert auf die Eigenaktivität der Teilnehmer*innen gelegt, so dass insbesondere mit Einzel- und Gruppenarbeit, Simulationen und Rollenspielen gearbeitet wird.

Trainerinnen: Nicole Niemann, Juliane Kolbe

Bitte meldet euch an unter

Veranstaltungsdetails

Veranstalter und Kontakt:
Freiwilligen-Agentur Halle
Leipziger Str. 82, 06108 Halle (Saale)
Tel. 0345/ 200 28 10 | Mail: fortbildung@freiwilligen-agentur.de

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18.10. Seminar in Magdeburg: Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen

Magdeburg. Viele Geflüchtete haben in ihrem Herkunftsland oder auf ihrer Flucht traumatische Ereignisse erlebt, mit deren Folgen sie hier in Deutschland zu tun haben. Diese äußern sich in vielfältigen Symptomen, die für die Geflüchteten bzw. den Menschen, die mit ihnen zu tun haben, oftmals nicht mit den Ereignissen in unmittelbaren Zusammenhang gebracht werden. Das Erkennen einer Traumatisierung und der entsprechende Umgang hiermit kann ein entscheidender Wendepunkt für das Leben von Flüchtlingen und ihre Angehörigen bedeuten. Das Seminar möchte einen Einblick in die Hintergründe von geflüchteten Menschen geben.

Termin: 18.10.2016, 09:30-16:30 Uhr
Ort: PARITÄTISCHES Bildungswerk LSA, Wiener Str. 2, 39112 Magdeburg
Kosten: 95 Euro

Anmeldungen für die Veranstaltung können noch kurzfristig entgegengenommen werden. Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Onlineanmeldung finden Sie hier: http://buchung.bildungswerk-lsa.de/seminar.php?id=2347

Paritätisches Bildungswerk
Wiener Str. 2
39112 Magdeburg
Fon: 0391.629 33 13
Mail: bildungswerk@paritaet-lsa.de
Web: www.bildungswerk-lsa.de

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21.-22.10. Workshop in Halle: Strategien gegen Rassismus und für mehr Stärke im Alltag

Rassismus beeinflusst alle Bereiche im alltäglichen Miteinander und ist sehr vielfältig. People of Color* sind täglich auf unterschiedliche Art und Weise und in verschiedenen Situationen davon betroffen: privat, bei der Arbeit und auch in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Universitäten und Ämtern. Somit ist es wichtig, Wege zu finden, wie diese Personengruppe für solche Situationen gestärkt werden kann. Die Folgen von Rassismus sind auch vielfältig. Für einige ist es das Gefühl als Mensch nicht angenommen und ausgegrenzt zu werden. Schweigen, Depressionen und andauernden Erkrankungen sind die Folgen.
Hier setzt der Workshop „ganzheitliches und nachhaltiges Empowerment für vom Rassismus betroffene Menschen“ an. Er bietet den Teilnehmenden neue Sichtweisen für einen erfolgreichen und fortschreitenden Umgang mit Rassismus.

Übersetzungen können angeboten werden, hierfür benötigen wir vorab einen Hinweis, welche Übersetzung für welche Sprache benötigt wird. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Fahrtkosten können übernommen werden.

Zeit: 21.10.-22.10.2016
Ort: Jugendherberge Halle/ Saale Große Steinstrasse 60 06108 Halle
Seminarleitung: Ely Almeida Rist und Loivo De Castro

* People of Color (abgekürzt als PoC) ist ein Begriff für Menschen, die in der Mehrheitsgesellschaft als nicht-weiß angesehen werden und wegen ethnischer und/oder rassistischer Zuschreibungen alltäglichen, und anderen Formen des Rassismus ausgesetzt sind.

Anmeldung und Informationen gibt es hier: http://www.lkj-sachsen-anhalt.de/?page_id=7120&ai1ec=

کارکاه توانمند سازی: راهبرد و استراتژی بر علیه نژادپرستی و توانایی بیشتر در زندگی روزمره
نژادپرستی تاثیر خود را در همه موارد در زندگی روزمره با همنوعان بجا می گذارد و شکلهای گوناگون دارد.   
     People of Color*.        مردم از هر رنگ و نژادی و در شکلها و شرایط مختلف، تحت تاثیر این واقعه هستند
( این واژه به کسانی اطلاق میشود که در جامعه ای زندگی میکنند که سفید پوستان در اکثریت آن قرار دارند، و آنها جزو اقلیت هستند و  بخاطر نسبتهای روزمره قومی و یا نژادپرستانه، از جامعه طرد میشوند.) 
 اینگونه انسانها در شرایط مختلف تحت تاثیر این رفتارها هستند: چه درزندگی خصوصی، در محل کار و حتی در مجامع و محافل عمومی، مثل مدارس، دانشگاه ها و اداره جات.  بهمین دلیل ما باید راهکارهایی پیدا کنیم که این گروه های انسانی را در مقابله با شرایطی اینگونه، آماده و قوی کنیم. عواقب نژادپرستی هم متعدد و مختلف است. برای برخی انسانها، معنی پذیرفته نشدن میدهد و برای برخی دیگر، جدا شدن و فاصله گرفتن از جامعه. سکوت، افسردگی و امراض دیگر از عواقب نژادپرستی محسوب می شود.
هدف این کارگاه، « توانمند سازی مستمر وپایدار برای کسانی است که از نژادپرستی رنج برده اند.» این کارگاه، دیدگاه جدیدتری ، در برخورد صحیح و پیشرفته برای مبارزه  با  نژادپرستی به شرکت کنندگان می بخشد.  
  روز و ساعت کارگاه: 21 و 22 اکتبر 2016-
Ort: Jugendherberger halle, große Steinstrasse 60. 06108 Halle  محل:
کارگاه در برگیرنده: سمینار بزبان آلمانی برگزار می شود و ترجمه بزبانهای فارسی، عربی، فرانسوی و انگلیسی هم در دسترس شرکت کنندگان قرار می گیرد.
Angabe Kontakt: : anmeldung@jugend-lsa.de, Soma Saidتماس:

ورشة  تقوية : استراتيجيات لمواجهة العنصرية ولقوة اضافية في الحياة اليومية

ان العنصرية تؤثر في شتى مجالات الحياة اليومية وهي متنوعة بشكل كبير.
أناس الألوان* يواجهون وبشكل يومي وبطرائق مختلفة مواقف عنصرية: في حياتهم الخاصة, في العمل, في الأماكن العامة كالمدارس والجامعات والدوائر الحكومية. ولذلك فإن من الضروري ايجاد طرق لدعم وتقوية هؤلاء الأشخاص في مواجه هذه المواقف.
ان عواقب وتبعات العنصرية متنوعة أيضاً منها أن يشعر البعض بالرفض والتهميش في المجتمع والبعض الآخر يلتجئ للصمت والاكتئاب والشعور المستمر بالمرض.
ان  ورشة العمل هذه هي مكان لـ “ تقوية شاملة ومستدامة لضحايا العنصرية “ بحيث تقدم هذه الورشة أفاق جديدة في التعامل المتقدم والناجح مع  العنصرية.
* أناس الألوان: هو مصطلح يشير الى الأشخاص الذين ينظر اليهم من قبل مجتمع الأكثرية كأشخاص من ذوي البشرة غير البيضاء أو الأشخاص الذين يتم  توصيفهم في الحياة اليومية بصفات عرقية أو عنصرية نمطية أو تعرضهم لأي شكل أخر من أشكال العنصرية.
التاريخ والمدة:  21.-22.10.2016
مكان النعقاد الجلسات العليمية:  Jugendherberge Halle, Große Steinstrasse 60 • 06108 Halle
الفئة العمرية: Ab 16 Jahre, Peopla of Color
رسم المشاركة:  بدون
فئات مشمولة:  اللغة المستخدمة في الجلسة هي الألمانية وستتم الترجمة الى اللغات التالية: الفارسية , العربية , الفرنسية والانكليزية
للتواصل:  :  anmeldung@jugend-lsa.de, Soma Said

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04.-05.11. Workshop in Magdeburg: Argumentations- und Handlungstraining gegen Antisemitismus

Antisemitische Aussagen und stereotype Abbildungen begegnen uns in Öffentlichkeit und Politik, im privaten Umfeld oder in den sozialen Netzwerken im Internet. Antisemitismus in seinen vielfältigen Formen ist salonfähig und bleibt oft unwidersprochen. Gleichzeitig sind verschiedene Formen von Antisemitismus nicht in jedem Fall auf den ersten Blick eindeutig zu erkennen und die Diskussionen sind oft hitzig und emotional aufgeladen.

Zunächst werden im Seminar einzelne inhaltliche Grundlagen für eine Auseinandersetzung mit Antisemitismus vermittelt. Anschließend lassen sich mit Hilfe bestimmter Techniken und Instrumente dann wirkungsvolle Gegenargumentationen aufbauen. Verschiedene Ziele und Zielgruppen werden in der Argumentation ebenso besprochen wie die Grenzen von Sachargumenten und Diskussionen. In zahlreichen Praxisübungen probieren sich die Teilnehmenden in der Anwendung verschiedener Strategien und Argumente sowie in möglichen Handlungsweisen aus. Das zweitägige Seminar soll helfen Hemmungen abzubauen, wenn es darum geht klar gegen antisemitische und sonstige diskriminierende Meinungen aufzutreten.

Termin: 4.11.2016, 16:00 – 20:00 Uhr und 5.11.2016, 9:00 – 18:00 Uhr
Ort: Seminarraum des Landesjugendwerks der AWO Sachsen-Anhalt, Schönebecker Str. 82-84, Magdeburg
Kosten: 10 Euro (Übernachtung: muss bei Bedarf eigenverantwortlich organisiert werden)
Zielgruppe: Jugendliche und erwachsene Multiplikator*innen in der Jugend-, Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit, aber auch sonstige Interessierte

Zur Anmeldung bitte eine Mail bis zum 25. Oktober 2016 mit dem Betreff „Anmeldung AHT“ senden mit folgenden Informationen: Name, Vorname; Wohnort; Tätigkeit/Träger (oder sonstige Motivation); E-Mail-Adresse.
Netzwerk für Demokratie und Courage
Landesnetzstelle Sachsen-Anhalt
c/o Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.
Schönebecker Str.  82-84
39104 Magdeburg
Fon: 0391.520 93 731
Mail: sachsen-anhalt@netzwerk-courage.de
Web: www.netzwerk-courage.de

 

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weitere Meldungen und Fundstücke

1 Jahr »Willkommen in Köthen«

Anlässlich unseres einjährigen Bestehens gibt es einen Videoclip unserer Initiative.
Von keinem geringeren als Christian Brückner, der Synchronstimme von Robert de Niro, gesprochen.
Wir freuen uns sehr über den Film und würden uns sehr freuen, wenn ihr ihn weiterverbreitet.
http://www.lichtempfindlich.org/
http://www.willkommen-in-koethen.de/
http://www.mz-web.de/koethen/imagefilm–koethener-initiative-wirbt-mit-beruehmter-stimme–24778742 

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Lesbos: „Was ich sah, war der Horror“

Ausgehungert, dehydriert, schwer verletzt: Als das Flüchtlingslager
Moria niederbrannte, war die Anwältin Ariel Ricker vor Ort. Sie
berichtet von dramatischen Zuständen.
Von Ariel Ricker <http://www.zeit.de/autoren/R/Ariel-_Ricker-/index>, Lesbos
21. September 2016, 19:18 Uhr 308 Kommentare
<http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-09/lesbos-feuer-moria-fluechtlingslager-ariel-ricker-augenzeuge/komplettansicht?print#comments>

/Am Montagabend kam es im völlig überfüllten Auffanglager Moria auf der
griechischen Insel Lesbos zu Krawallen und einem Großbrand
<http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-09/griechenland-brand-fluechtlingslager-tausende-fliehen>.
Rund 5.000 Flüchtlinge ergriffen daraufhin die Flucht, darunter
zahlreiche Frauen mit Säuglingen im Arm. //Ein Großteil des Lagers wurde
durch das Feuer zerstört, darunter 60 Wohncontainer, Hunderte Zelte und
drei Verwaltungscontainer, verletzt wurde niemand. Weil das Feuer im
hoch gesicherten Lager ausbrach, werden die Bewohner verdächtigt, den
Brand gelegt zu haben. Neun wurden mittlerweile festgenommen
<http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-09/brandstiftung-lesbos-griechenland-fluechtlingslager-festnahme>//.
Nach dem Drama sicherte der griechische Migrationsminister Ioannis
Mouzalas dem Bürgermeister von Lesbos in einem Schreiben zu, dass auf
Lesbos kein neuer Hotspot gebaut werde, sondern stattdessen die
Flüchtlingszahlen reduziert werden sollen./

/Die Anwältin Ariel Ricker war wenige Stunden nach dem Großbrand im
Lager. Hier schildert sie, was sie in der Nacht in Moria erlebt hat.
Ariel Ricker ist Anwältin und leitet die Hilfsorganisation Advocates
Abroad auf der griechischen Insel Lesbos. Mit ihrem Team bietet sie
Flüchtlingen kostenlose Rechtsberatung an./

„Den ganzen Montag über war die Stimmung im Flüchtlingslager Moria
bereits angespannt. Nachdem Gerüchte um eine bevorstehende
Massenabschiebung kursierten, einigten sich viele Flüchtlinge am Morgen
auf einen friedlichen Protest und begannen einen Hungerstreik. Eine
Gruppe beschloss dann, den Streik eigenmächtig zu beenden, und löste
damit die Tumulte aus. Erste kleine Feuer wurden gelegt. Das berichteten
mir mehrere Mandanten und ein Kollege über WhatsApp. Ich selbst war zu
der Zeit in Mytilini, dem Verwaltungszentrum von Lesbos.

Im Laufe des späten Nachmittags erreichten mich Bilder und Videos von
immer größeren Bränden. Irgendwann war klar, dass ich dort hinmusste.
Das ganze Lager stand in Flammen, die Situation geriet außer Kontrolle.
Ich hatte brennende Asylanträge vor Augen. Die Papiere sind mitunter das
Wertvollste, was die Flüchtlinge besitzen. Sie sind ihre einzige
Hoffnung auf eine Bleibe in Europa.

Gegen halb acht Uhr abends fuhr ich mit meinem Erste-Hilfe-Koffer, ein
paar Wasserflaschen und einem Kollegen nach Moria. Zu dem Zeitpunkt war
uns nicht klar, dass wir fast die einzigen Helfer an dem Abend sein würden.

Es gibt zwei Wege zum Lager, der bekanntere führt über die Küste. Dieser
Weg wurde von Polizeibeamten blockiert. Das hielt viele Helfer davon ab,
überhaupt zum Lager zu fahren. Doch es gibt noch einen Hintereingang zum
Lager, den wir ansteuerten. Wir rechneten nicht damit, reingelassen zu
werden.

Verzweifelt, hungrig, gestresst

In Moria hatte es schon viele Krawalle und Brände gegeben. Tausende
Flüchtlinge verharren bereits seit Monaten in dem überfüllten Lager. Sie
sind verzweifelt, hungrig, gestresst und fassen keine klaren Gedanken
mehr. Nur ein Prozent erhält Asyl in Griechenland. Die fehlende
Perspektive setzt vielen zu. Einer meiner Mandanten ist erst 19 Jahre
alt, doch seine Haare sind schon grau. So ergeht es vielen Jugendlichen
dort. Dass einige Flüchtlinge ihr eigenes Lager angezündet haben sollen,
überrascht mich nicht. Wenn man Menschen über Monate wie Tiere
behandelt, ist alles möglich. Es hat sich unglaublich viel Wut in Moria
angestaut. Am Montag hat sie sich nun endgültig entladen.

In der Regel wird das Lager bei Aufständen sofort abgeriegelt.
Montagabend war alles anders. Die Polizisten, die den Weg zum
Hintereingang bewachten, schienen fast dankbar, dass wir helfen wollten.
Dafür brüllten uns entflohene Lagerbewohner wütend an. Sie wollten
unsere Hilfe nicht. Das überraschte mich: Eigentlich haben wir ein gutes
Verhältnis zu den Bewohnern und ein schwieriges zu den Polizisten.

Der weitere Weg zum Hintereingang des Lagers führte uns durch einen
dunklen Waldabschnitt. Er ist nur zu Fuß zugänglich und es gibt keine
Straßenlaternen. Wir wussten, dass viele unserer Mandanten und ihre
Freunde sich in der Dunkelheit des Waldes versteckten und auf uns
warteten. Lange kam aber niemand raus, vermutlich konnten sie uns nicht
zuordnen und hatten Angst. Erst als wir zwei Flüchtlingen auf dem Weg
begegneten und uns eine Weile mit ihnen unterhielten, fassten die
anderen Vertrauen. Nach und nach kamen dann etwa 40 Flüchtlinge aus dem
Unterholz. Sie zeigten uns ihre Verletzungen und berichteten
aufgebracht, was passiert war. Wir gaben ihnen Wasser und zogen dann
weiter zum Lager.

Von Hilfe keine Spur

Am Hintereingang gab es eine weitere Polizeisperre. Auch diesmal waren
die Beamten kooperativ. Wir gingen direkt zu den Essenswagen, wo wir
normalerweise unsere Mandanten zur Rechtsberatung treffen. Was ich sah,
war der Horror. Überall lagen vom Streik völlig ausgehungerte und vom
Rauch dehydrierte Flüchtlinge. Viele waren schwer verletzt, die meisten
am Kopf, Blut quoll aus den Verbänden. Vermutlich waren sie mit Steinen
oder Metallstangen aufeinander losgegangen. Andere hatten tiefe
Schnittwunden an Armen und Beinen, andere gebrochene Arme und Finger.

Wir versuchten, die Brüche mit improvisierten Schienen zu stabilisieren
und hofften, dass bald Ärzte kommen würden – vergeblich. Ich sah
lediglich die Hilfsorganisation Rescue Aid. Sie brachte einige Verletzte
zu benachbarten Flüchtlingslagern. Ansonsten waren fast keine Helfer da.
Mein Kollege und ich blieben eineinhalb Stunden am Eingangsbereich, um
Zeugenaussagen aufzuschreiben und Verletzungen zu fotografieren. Danach
gingen wir weiter ins Lager, um zu sehen, ob wir helfen können. Dort
fand ich einen meiner Mandanten. Er ist 15 Jahre alt und alleine nach
Europa geflohen. Wie viele andere Jugendliche wurde er von den Behörden
als 18-Jähriger registriert. Damit ist er in einer schwierigen
Situation, da er weder den besonderen Schutz für Minderjährige erhält
noch die Lebenserfahrung hat, um mit den Behörden umzugehen. Er hatte
seine Dokumente, seine Decke und sein Telefon bei sich. Alles andere war
verbrannt.

Selbst zu den besten Zeiten sind die Zustände in Moria entsetzlich

Wir gingen weiter zum Familiengelände. Da trafen wir eine hochschwangere
Frau und Kinder, die vor lauter Rauch nicht mehr atmen konnten. Andere
hatten Panikattacken oder lagen mit gebrochenen Knochen am Boden. Es war
schockierend. Bereits zu den besten Zeiten sind die Zustände in Moria
entsetzlich. Was ich in jener Nacht vorfand, übersteigt alles, was ich
je gesehen habe. Ich stieg über schwer verletzte Menschen und versuchte,
so viel zu tun, wie ich mit meinem kleinen Erste-Hilfe-Koffer und meinen
beschränkten medizinischen Fähigkeiten tun konnte. Mein Kollege
versuchte in der Zwischenzeit, mehr Hilfe zu organisieren. Die anderen
Organisationen sagten uns aber nur, dass sie nicht reinkämen. Niemand
wusste, was zu tun war und was die offiziellen Anordnungen waren.

In der ganzen Nacht sah ich nur drei andere Helfer. Ich wünschte, es
wären mehr Leute gekommen, vor allem mehr Ärzte. Ich hoffe, dass sie in
den nächsten Tagen kommen werden. Und ich hoffe, dass die Polizisten sie
reinlassen werden.

Um drei oder vier Uhr morgens legte sich das Chaos. Die Leute wurden
müde und schliefen ein. Ich schätze, dass etwa 80 Prozent des Lagers
abgebrannt waren. Immerhin waren am Morgen die Flammen vollständig
erloschen und der Rauch verweht. Als die Sonne aufging, befanden sich
vielleicht noch 700 Leute im Lager. Sie schliefen auf dem Boden in der
Nähe des Eingangs – für den Fall, dass sie bald wieder wegrennen müssen.“

/Protokolliert von Vanessa Vu/

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Hilfe nach der Not

 

Die Zeit der Nothilfe ist vorbei – trotzdem gibt es für Flüchtlingshelfer noch viel zu tun…

http://www.sueddeutsche.de/politik/integration-sieben-tipps-wie-sie-fluechtlingen-jetzt-helfen-koennen-1.3054795 

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Hilfe in Zahlen

Bis zu acht Millionen Menschen haben sich zwischenzeitlich engagiert. Sie unterscheidet so einiges von den Flüchtlingsgegnern…

http://www.sueddeutsche.de/politik/engagement-jung-weiblich-gebildet-fluechtlingshelfer-in-zahlen-1.3118324

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Anleitung zum Nationalismus

Auch in Europa entsteht Nationalismus nicht einfach von selbst. Er ist ein zartes Pflänzchen, das viel Pflege braucht. Mit diesen zehn Tipps gelingt er garantiert…

http://www.zeit.de/kultur/2016-08/europaeische-union-nationalismus-populismus-anleitung 

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