Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 9/2016

Neuanmeldungen, Abmeldungen, Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise bitte an: news@fluechtlingsrat-lsa.de

100 Veranstaltungen

200 Informationen, Webportale & Broschüren

300 Aufrufe & Kampagnen

400 Stellenausschreibungen und Projektförderungen

500 Weiterbildungen

600 weitere Meldungen und Fundstücke

 

100 Veranstaltungen

❏ 101 15.06. Forum »Die freie Wahl der Krankenkasse«

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Aufnahme und Integration der vielen geflüchteten Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, vor der unser Landkreis auch weiterhin steht.

Die Staßfurter URANIA e.V. hat auf der Grundlage ihres Bildungsauftrages ein Programm für die gezielte Integration von Migranten in das gesamtgesellschaftliche Leben der Region entwickelt.

Parallel dazu werden Veranstaltungen durchgeführt, um den geflüchteten Menschen und Asylbewerbern die Werte, Normen und Regeln unseres Kulturkreises nahe zu bringen.

Zu unserem Forum „Die freie Wahl der Krankenkasse“

laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Referentin ist Frau Ivonne Mähnert von der DAK Gesundheit

Ort der Veranstaltung: Staßfurter URANIA, Prinzenberg 18, 39418 Staßfurt

Zeit: Mittwoch, 15.06.2016  um 10:00 Uhr

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme telefonisch bei der Staßfurter URANIA unter

03925 / 624295 bzw. per Mail unter siegfried.mahlfeld@stassfurter-urania.de

Zum Einladungstext

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❏ 102 20.06. Info- und Aktionsabend zum Weltflüchtlingstag

Datum: Mo. 20 Jun, 2016 16:00

Ort: einewelt haus Magdeburg

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. & Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.

17.00 Uhr: Info-, Austausch- und Planungstreffen

für haupt- und ehrenamtliche Akteur*innen sowie politisch Engagierte in der Geflüchtetenhilfe:

Wie stehts aktuell um die karitative, integrative und politische Geflüchtetenhilfe

in Sachsen-Anhalt und in Magdeburg, wie wirken sich die Gesetzesänderungen der

Asylpakete I und II und das neue Integrationsgesetz aus bzw. wie gehen wir damit um

und positionieren uns? Akteur*innen mit und ohne Migrationsgeschichte sind zu einem

informativen Austauschtreffen u.a. mit der Integrationshilfe Sachsen-Anhalt e.V. / Projekt

BEGINN NEBENAN, den Magdeburger Willkommensbündnissen , der Freiwilligenagentur

Magdeburg, der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. und dem Flüchtlingsrat

Sachsen-Anhalt e.V. eingeladen.

19.00 Uhr: Podiumsgespräch für alle Interessierten

in Kooperation mit der Agentur eingebrand u.a. mit Dr. Gabriele Girke, Landesgeschäftsführerin

von Der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt sowie Vertreter*innen des nachmittäglichen

Austausch- und Planungstreffens.

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❏ 103 20.09. Fachtagung: Genderblick auf Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrung

Fachtagung

Magdeburg. Das KgKJH Sachsen-Anhalt e.V. aus Magdeburg veranstaltet anlässlich des Weltkindertages eine Fachtagung mit dem Titel „Genderblick auf Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrungen“. Die Tagung dient der Stärkung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe sowie zur Sensibilisierung für Problemlagen von Mädchen* und Jungen*.

Termin: 20.09.2016, 9:30-16:30 Uhr

Ort: Roncalli-Haus Magdeburg, Max-Josef-Metzger-Str. 12/13, 39104 Magdeburg

Kosten: keine

Inhaltliche Schwerpunkte:

Statement-Runde: Unterschiedlichkeit der Fluchterfahrungen von Mädchen* und Jungen*

Dialogischer Vortrag: Lebenssituation und Lebenswelten migrantischer Mädchen* und Jungen* in Deutschland

Fünf parallele Dialogforen für verschiedene Arbeitsfelder:

Elementarbildung in Kindertagesstätten

Schulsozialarbeit an Grundschulen und Horten

Schulsozialarbeit an weiterführenden Schulen

Kinder- und Jugendeinrichtungen

Hilfen zur Erziehung

Vernetzung und Erfahrungsaustausch

Für  Anmeldungen kontaktieren Sie die Veranstalter per Mail unter info@geschlechtergerechtejugendhilfe.de oder projekt@keb-sachsen-anhalt.de bis spätestens 17. Juni 2016. Weitere Informationen finden Sie hier.

KgKJH Sachsen-Anhalt e.V.

Schönebecker Str. 82

39104 Magdeburg

Fon: 0391.631 05 56

Mail: info@geschlechtergerechtejugendhilfe.de

Web: www.geschlechtergerechtejugendhilfe.de

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❏ 104 22.06. Eröffnung Laden International in Quedlinburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Diakonie Laden International eröffnet wird. Zur Eröffnung laden wir Sie herzlich ein, sie  findet statt am

Mittwoch, den 22. Juni 2016 um 17.00 Uhr in Quedlinburg im Gemeindehaus Carl-Ritter-Str. 16.

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❏ 105 25.06. Willkommensfest in Magdeburg-Stadtfeld

Willkommensfest 2.0 2016

Magdeburg. Auch in diesem Jahr findet wieder das Willkommensfest 2.0 statt, welches das bunte Zusammenleben in der Landeshauptstadt feiert. Spiel- und Bastelstände, Infostände, verschiedene Bands und ein buntes Rahmenprogramm laden Interessierte aller Art herzlich ein.

Termin: 25.06.2016, 11:00-19:00 Uhr

Ort: Schellheimerplatz Magdeburg, 39108 Magdeburg

Kosten: keine

Mittelpunkt des Festes ist das Bühnenprogramm:

11:00 Uhr Begrüßungszeremonie

12:00 Uhr Kindertheater „Au clair de la lune“

12:30 Uhr Saitenwahl

13:00 Uhr Simon Becker

13:30 Uhr Ismail Smail

14:00 Uhr Tanzperformances

15:00 Uhr IN MY DAYS

16:00 Uhr Berlin Syndrome

17:00 Uhr FEINDREHSTAR

Am gleichen Tag feiert das Willkommensbündnis Stadtfeld einjähriges Bestehen. Der Anlass des Willkommensfestes soll somit auch dazu dienen, allen freiwillig Engagierten der Willkommens- und Integrationsbündnisse zu danken.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Spielwagen e.V.

Annastr. 32

39108 Mageburg

Fon: 0391.597 85 50

Mail: post@spielwagen-magdeburg.de

Web: www.spielwagen-magdeburg.de

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❏ 106 18.06. Veranstaltungen des Bündnisses »Merseburg gegen Rechts«

liebe Engagierte und Interessierte,

am kommenden Samstag (18. Juni 2016) finden unter dem Motto: „Umso mehr: Merseburg stellt sich quer!“ unterschiedliche Veranstaltungen vom Bündnis „Merseburg gegen Rechts“ statt. Anlass ist eine zeitgleich geplante Demonstration von Neonazis, die, wie bereits in den vergangenen Jahren, die Ereignisse am 17. Juni 1953 in der DDR zum Anlass nehmen, um sich selbst als Kämpfer gegen angebliche „Unfreiheit und Unterdrückung“ in der heutigen Bundesrepublik zu inszenieren.

Am 18. Juni 2016 ruft das Bündnis „Merseburg gegen Rechts“ daher auf, sich ab 12.00 Uhr an den Protestveranstaltungen in der Merseburger Innenstadt / Bahnhofsvorplatz zu beteiligen. Der Aufruf ist unter www.merseburg-gegen-rechts.de zu finden. In den kommenden Tagen werden dort auch noch Details zu den unterschiedlichen Veranstaltungen am Samstag erscheinen.

In diesem Jahr ist der Termin mit einer vorgelagerten Veranstaltungswoche ergänzt. Dazu möchte ich auf die folgenden Veranstaltungen hinweisen:

Dienstag, 14. Juni 2016, 15.00 Uhr, im Gartenhaus an der Hochschule Merseburg (Eberhard-Leibnitz-Str. 2): Diskussionsveranstaltung „Attacke von Rechts – Wie reagiert die Wissenschaft?“ (Referent*innen: Andreas Kemper, Heinz-Jürgen Voß, Jennifer Stange)

Mittwoch, den 15. Juni 2016, 18.00 Uhr, Mehrgenerationenhaus Merseburg (Roßmarkt 02): historische Beleuchtung der Geschehnisse am 17. Juni 1953 in der Region (in Kooperation mit der Gedenkstätte „Roter Ochse“ in Halle)

Donnerstag, 16. Juni 2016, 19.00 Uhr, an der Domstraße 02 in Merseburg: „Mensch bleibt Mensch – Ein poetischer Protest!“ Poetry Slam mit anschließendem Konzert (Open Air)

Mehr Infos gibt`s unter www.merseburg-gegen-rechts.de und www.facebook.com/MerseburgGegenRechts

Flyer und Plakate sind bei Bedarf noch im Mehrgenerationenhaus vorrätig. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, die Informationen mit anderen zu teilen, sie ggf. auf Ihren Homepages, Facebook-Seiten etc. bekannt zu machen – und natürlich daran teilzunehmen.

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200 Informationen, Webportale & Broschüren

❏ 201 Amnesty International Report: »Leben in Unsicherheit: Wie Deutschland die Opfer rassistischer Gewalt im Stich lässt«

der vollständige Bericht zur rassistischen Gewalt

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❏ 202 Arbeitshilfe für ehrenamtliche Vormünder

Anbei erhalten Sie eine Arbeitshilfe, welche sich vorrangig an Vormünder

und Vertrauenspersonen (aus Jugendhilfeeinrichtungen, Pat*innen etc.)

von unbegleiteten Minderjährigen richtet. Sie soll einen Einblick geben

in die Bedeutung der Anhörung im Asylverfahren, den Ablauf, die

Vorbereitung und den Umgang mit evtl. auftretenden Schwierigkeiten.

Wir hoffen, dass sie zur Vorbereitung von Jugendlichen auf die Anhörung

dient.

Weiterhin gibt es ein Infoblatt „Information zur Anhörung im

Asylverfahren*.* Hinweise für Asylsuchende in Deutschland 3. Auflage

2015“ u.a. in den Sprachen Deutsch, Arabisch und Persisch (Dari/Farsi).

Hier: http://www.asyl.net/index.php?id=337. Dieses Infoblatt richtet

sich an alle Asylsuchenden (nicht speziell umF) und könnte in der

jeweiligen Muttersprache den Minderjährigen als Vorbereitungsblatt

gegeben werden.

zur Arbeitshilfe

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❏ 203 Informationsangebote des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Sehr geehrte Damen und Herren,

viele Menschen sind den vergangenen Monaten aus ihrer Heimat geflohen und nach Deutschland gekommen, um ein Leben in Sicherheit zu finden. Sie stehen vor der Herausforderung, sich ein neues Leben aufzubauen – oftmals ohne Deutschkenntnisse und ohne ein verlässliches soziales Netzwerk. Das Bundesfamilienministerium steht geflüchteten Menschen mit umfassenden Unterstützungs- und Hilfsangeboten zur Seite und unterstützt sie dabei, schnellstmöglich Fuß zu fassen.

Vor ein paar Tagen wies Staatssekretär Dr. Ralf Kleindieck mit einem Brief auf das umfassende Hilfsangebot des Bundesfamilienministeriums für geflüchtete Menschen hin, u.a. mit einem Bestellschein für Materialien in zahlreichen Sprachen. Wir möchten Sie herzlich bitten, diese Informationen in Ihrem Fachkreis an weitere Unterstützende in Ämtern, Treffpunkten, Flüchtlingsunterkünften und Beratungsstellen weiterzuleiten. Es ist uns ein Anliegen, die Unterstützungsangebote möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, die noch nicht lange in Deutschland leben und Hilfe benötigen.

Informationsmaterialien zu den Angeboten des Bundesfamilienministeriums können mit dem angehängten Bestellschein oder online unter www.bmfsfj.de/informationen-fluechtlinge bestellt werden.

Zudem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Willkommen bei Freunden“ eine App zur besseren Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge in Deutschland entwickelt hat. Ziel ist es, die Kommunen zu entlasten und das Ehrenamt vor Ort zu stärken. Mit Hilfe der App können Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, einen schnellen Zugang zu Initiativen finden  und direkt sehen, welche Art der Unterstützung aktuell gebraucht wird. Sollten Sie Lust haben, das Tool auszuprobieren, dann können Sie sich jetzt online unter www.willkommen-bei-freunden.de/helfen ein Profil erstellen und Ihren konkreten Unterstützungsbedarf angeben. Ende Juni wird dann die dazugehörige App veröffentlicht und die freiwilligen Helfer können Ihnen schnell und unkompliziert Unterstützung vor Ort anzubieten.

Abschließend möchten wir Sie auf das Wegweiser Telefon des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ aufmerksam machen. Unter der Nummer 0800 200 50 70 können sich Interessierte, die eine Patenschaft mit geflüchteten Menschen eingehen, eine Vormundschaft übernehmen oder Gastfamilie für einen minderjährigen Flüchtling werden möchten, informieren. Hier erfahren sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten des Engagements und finden Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Organisation vor Ort, die Engagierte vermittelt.

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❏ 204 Informationsangebote von PRO ASYL

Im Internet sind mittlerweile zahlreiche Informationsangebote für Flüchtlinge in Deutschland verfügbar. PRO ASYL stellt

im Folgenden einige der Angebote, die Flüchtlingen dabei helfen können, sich hier zurechtzufinden, nach Themen sortiert vor.

Übersicht: Informationsangebote für Flüchtlinge im Internet

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❏ 205 Integrationsbuch der Lotto Stiftung

Mit dem Buch sollen die Eingewöhnung, Aufenthalt und Integration von Zugewanderten und insbesondere Flüchtlingen arabischer Herkunft erleichtert werden. Auf 350 Seiten werden zweisprachig Informationen über das gesellschaftliche Leben in Deutschland und Niedersachsen, Mustersätze und Fachvokabular gegeben. Die Themen reichen vom Einkaufsbummel,  Behördengängen, Schulsystem, Arztbesuche bis hin zur Freizeitgestaltung. In dem Buch werden Mustersätze für die wichtigsten Lebenssituationen vorgestellt. Parallel finden sich Beispielwörter, die man den Mustersätzen kombinieren kann. Mit den Formulierungshilfen lassen sich die Ausdrucksmöglichkeiten beträchtlich erweitern. Zweisprachige Fachvokabulare jeweils im Anschluss an jedes Hauptkapitel fassen alle verwendeten Wörter in einem alphabetisch geordneten Wortschatz zusammen. In eigenen umfangreichen Kapiteln gibt es zudem Informationen über das gesellschaftliche Leben in Deutschland: Grundlagen von Staat, Demokratie und Politik, Sozial- Wirtschafts- oder Rechtssystem, Bedeutung von Bildung und Wissenschaft usw..

SPRACH- UND INTEGRATIONSBUCH

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❏ 206 Materialsammlung »Willkommen in Halle«

Die Freiwilligenagentur Halle/Saalekreis möchte mit den folgenden Links und Informationen Menschen in ihrem Engagement für Geflüchtete unterstützen.

willkommen-in-halle.de/informieren/material-links

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❏ 207 Neuer Flyer: Was ist der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt?

Wer wir sind und was wir machen können Sie aus unserem neuen Infoflyer erfahren.

zum neuen Infoflyer

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❏ 208 PDF-Broschüre „Integrationsangebote im Landkreis Jerichower Land“

Die vorliegende Broschüre richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Asylbewerber und Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingsarbeit, sowie  an alle Einrichtungen und Institutionen, die im Landkreis Jerichower Land Berührungspunkte mit den Themenfeldern Zuwanderung, Asyl und Integration aufweisen.

Um das Ankommen für Menschen aus fremden Ländern und Kulturen zu erleichtern, finden Sie auf den folgenden Seiten Angebote und Kontaktdaten zu Institutionen und Einrichtungen im Jerichower Land, die Unterstützung, Beratung und Begleitung im Alltagsleben anbieten und Zuwanderern dabei helfen, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Auf der Grundlage einer Trägerbefragung wurden die Integrationsangebote mit dem regionalen Fokus auf Burg und Genthin erfasst und nach den folgenden Handlungsfeldern der kommunalen Integrationsarbeit untergliedert:

§  Erstinformation und Beratung,

§  Sprachförderung,

§  Bildung, Ausbildung & Arbeitsmarktintegration,

§  Kultur und Sport,

§  Sach- und Geldspenden.

Innerhalb der nächsten Tage wird die Broschüre auf der Internetpräsenz des Landkreises unter folgendem Link abrufbar sein: „http://www.lkjl.de/de/asyl-und-integration.html“ (Diese Seite ist mittlerweile leider nicht mehr verfügbar)

Bei Rückfragen zu den regionalen Angeboten oder allgemeinen Fragen zum Integrationsprozess kontaktieren Sie bitte die Integrationskoordinatoren im Landkreis.

Die beigefügte Broschüre wird ständig aktualisiert und erweitert. Wenn Sie ein Angebot haben, das noch nicht gelistet ist, zögern Sie nicht, die Integrationskoordination im Landkreis zu kontaktieren.

Integrationsangebote im Landkreis Jerichower Land

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209 Hinweise des Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt zu Dolmetscher_innen bei der Anhörung

Die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flucht (BAMF) ist das Kernstück des Asylverfahrens. Was dort zu Protokoll genommen wird, entscheidet über die Zuerkennung oder Ablehnung eines Schutzstatus. Da die meisten Anhörungen mit einer Dolmetscherin oder Dolmetscher stattfinden, kommt dieser bzw. diesem eine sehr wirkmächtige Position zu.

Immer wieder gibt es Probleme mit den Dolmetscherinnen bzw. Dolmetschern des BAMF bei der Anhörung. Das kann an der mangelnden Qualität der Übersetzung liegen. Ebenso gab es wiederholt Fälle von Machtmissbrauch und Einschüchterung durch die Dolmetscherinnen bzw. Dolmetscher.

Wir möchten deshalb einige Hinweise geben, was bei der Anhörung zu beachten ist und welche Rechte ihr als geflüchtete Menschen habt.

Deutsch

Englisch

Arabisch

Farsi

Französisch

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300 Aufrufe & Kampagnen

❏ 301 Amnesty International: Rassismus stoppen

Brandanschläge, Angriffe, Gewaltandrohungen und Einschüchterungen: Deutschland erlebt eine drastische Zunahme rassistischer Gewalt. Täglich werden Menschen angegriffen – sei es wegen ihrer äußeren Erscheinung, ihrer angenommenen Religion oder anderer Zuschreibungen. 2015 wurden Flüchtlingsunterkünfte laut offiziellen Angaben 1.031 Mal zum Ziel von Straftaten – fünfmal so oft wie im Jahr zuvor.

Das ist ein Skandal, den wir nicht hinnehmen dürfen. Rassistische Gewalt und Diskriminierung müssen gestoppt werden! Jede rassistische Tat ist ein Angriff auf den Kern der Menschenrechte – die Gleichheit aller Menschen. Amnesty International startet deshalb heute eine Kampagne gegen rassistische Gewalt in Deutschland.

Setzen Sie sich gegen rassistische Gewalt ein! Fordern Sie die Innenminister der Länder und den Bundesinnenminister dazu auf, alles zu unternehmen, um Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland vor rassistischen Angriffen zu schützen: https://www.amnesty.de/rassismus-stoppen

Zum Start der Kampagne hat Amnesty International heute einen umfassenden Bericht veröffentlicht, für den in mehreren Bundesländern recherchiert wurde. Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner waren sowohl Betroffene von rassistischer Gewalt, als auch Vertreterinnen und Vertreter von Polizei und anderen Behörden.

Das Ergebnis: In den wenigsten Fällen werden die Verantwortlichen für rassistische Gewalt zur Rechenschaft gezogen. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden sind zu häufig nicht in der Lage, rassistische Straftaten als solche zu erkennen, zu verfolgen oder zu verhindern. In vielen Fällen vernachlässigt die Polizei rassistische Motive und erfasst sie beispielsweise lediglich als sogenannte Gewaltdelikte.

Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition! Fordern Sie eine unabhängige Untersuchung, um aufzuklären, inwieweit institutioneller Rassismus in der Polizei die Ermittlungen zu rassistischen Straftaten behindert: https://www.amnesty.de/rassismus-stoppen

Ein bekannter Fall ist die Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Jahrelang hatten die Ermittlungsbehörden rassistische Motive unbeachtet gelassen und Verwandte der Opfer wie Tatverdächtige behandelt. Amnesty sieht darin ein deutliches Anzeichen für institutionellen Rassismus.

Daraus müssen endlich Konsequenzen folgen: Behörden müssen dafür sensibilisiert werden, rassistische Taten und Denkmuster nicht zu verharmlosen, sondern als solche anzuerkennen. Alle Menschen haben ein Recht darauf, sich in Deutschland sicher zu fühlen – egal woher sie kommen, welcher Religion sie angehören oder wie sie aussehen.

Fordern Sie die Innenminister dazu auf, die rassistische Gewalt in Deutschland zu stoppen und Betroffene besser zu schützen. Unterzeichnen Sie jetzt unsere Online-Petition: https://www.amnesty.de/rassismus-stoppen

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kampagnen-Team von Amnesty International in Deutschland

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❏ 302 Aufstehen gegen Rassismus – Eine Kampagne zum Mitmachen für alle

Die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt sind ein Schock. Die AfD konnte in alle drei Landtage mit zweistelligen Ergebnissen einziehen. Wir erleben einen Rechtsruck – nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern in ganz Deutschland. In vielen Städten gingen Menschen in den letzten Wochen und Monaten auf die Straße, um gegen die AfD, Pegida und Co. zu protestieren. Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem wir eine bundesweite Initiative gegen Rassismus starten müssen.

Eine Kampagne, die mehr Menschen dazu ermutigt und befähigt gegen rassistische Hetze von AfD und Co. aufzustehen und klar zu sagen, dass unsere Alternative Solidarität heißt. In der Schule, an der Uni, auf der Arbeit, auf dem Fußballplatz, beim Konzert – überall!

Eine Kampagne bei der wir aus dem ständigen Reagieren heraus kommen und aktiv für eine bunte und solidarische Gesellschaft auf die Straße gehen.

Eine Kampagne, die auf die Aktivität von Vielen setzt und bei der jede und jeder vor Ort einen Beitrag leisten kann. Wir müssen die Mehrheit derjenigen sichtbar machen, die sich gegen Rassismus und Faschismus stellen und sagen: Nie wieder!

https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/kampagne/

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❏ 303 Die Zora in Halberstadt braucht Spenden

Die Landtagswahlen 2016 haben einen erschreckenden Rechtsruck in Sachsen-Anhalt offenbart – umso wichtiger ist es, hier in der ostdeutschen Provinz alternative Räume für gelebte Solidarität und selbstorganisierte Jugendarbeit zu schaffen und zu erhalten.

Das Soziokulturelle Zentrum Zora ist ein Verein, der jungen Menschen in Halberstadt unter dem Selbsthilfegedanken Alternativen zu einer konsumorientierten Lebensweise aufzeigt und eine vielfältige, bezahlbare und sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglicht. Wir bieten Raum für AG-Treffen, Studi-Initiativen, selbstorganisierte und unkommerzielle Parties und Barabende, Konzerte und viele andere Ideen. Wir fördern Solidarität und organisieren Projekte, die Menschen unabhängig von sozialem Status, Herkunft oder Religion zusammen bringen.

Durch Kürzungen im sozialen Bereich und in der Jugendarbeit wurden uns schon zu Beginn des Jahres zahlreiche Gelder gestrichen, sodass wir um das finanzielle Überleben unseres Soziokulturellen Zentrums kämpfen müssen.

Um weiterzumachen, sind wir auch auf eure Hilfe & Solidarität angewiesen. Kommt zu Konzerten oder auf ein kühles Getränk vorbei, helft uns mit Soli-Auftritten eurer Band oder spendet für uns.

Jede Unterstützung ist herzlich willkommen!

https://www.betterplace.org/de/projects/41339-zora-selbstorganisierte-jugendarbeit-gelebte-solidaritat

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❏ 304 Hinterland Magazin: Call for Papers (Ideenabgabe so schnell wie möglich, Redaktionsschluss Anfang Juli)

Call for Papers: Hinterland #32

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Schwerpunkt: Denn sicher ist sicher

Liebe Hinterland Leserinnen & Leser,

liebe aktuelle und zukünftige Hinterland Autorinnen & Autoren,

… Nichts ist mehr sicher. Die Renten nicht, der Euro auch nicht, aber dafür seit Neuestem wieder die Herkunftsländer. Horst Seehofer versichert uns, dass es mit der Willkommenskultur nun ein Ende hat, aber wir sind uns da überhaupt nicht sicher. Die Grenzen müssen, so heißt es, unbedingt gesichert werden, was bedeutet, dass auch die nicht sicher sind. Unsicher fragen wir uns: Wie sicher fühlen sich Geflohene, deren Unterkünfte mit Granaten beworfen werden? Wie sicher fühlen sich Ehrenamtliche, HelferInnen und JournalistInnen, die von Rechtsextremisten attackiert werden? Wie sicher fühlen sich die Einwohner einer Stadt, in der schwer bewaffnet Uniformierte patroullieren? Und worüber müssen wir uns mehr Sorgen machen – um unsere Sicherheit oder die Sicherheitsvorkehrungen, die zu unserer Sicherheit getroffen werden? Und wer entscheidet das überhaupt? Fragen über Fragen. Und deshalb sichern wir uns jetzt schon das Thema „Sicherheit“ für die Hinterland-Ausgabe #32 – denn sicher ist sicher.

Wir freuen uns auf messerscharfe Analysen, subjektive Meinungen, investigative Reportagen, kontroverse Kommentare, und spannende Artikel rund ums Thema Sicherheit. Zum Beispiel:

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– Sicherheitspolitik und Sicherheitsgesetze

– Sicherheitsfirmen

– Sichere Räume

– Sichere Routen, sichere (Herkunfts-)Länder

– Sicher Reisen

– Datenschutz

– Im Namen der Sicherheit

– Grenzsicherung

– Gefühlte Sicherheit

– Freiheit oder Sicherheit?

–  Sex, Gender und Sicherheit

– Safer Sex

– Sicherheitslage

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Ideenabgabe: 12. Juni 2016

Redaktionsschluss: 10. Juli 2016

Erscheinung: Anfang August 2016

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Eure Ideen und Beiträge bitte an:

redaktion@hinterland-magazin.de

Mit gespannten Grüßen

Eure Hinterland-Redaktion

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❏ 305 PETITION: Die Familie Barjamovic aus Magdeburg soll ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten!

„http://chn.ge/25MiCEK“ (Diese Seite ist mittlerweile leider nicht mehr verfügbar)

Forderung auf ein dauerhaftes Bleiberecht der Familie von den drei „Break Grenzen“ Kids Josef, Emanuel und Nesa.

Am 14.06.2015 endet die Duldung der Familie Barjamovic. Es handelt sich hierbei um die Brüder Nesa ( 11 Jahre), Emanuel (10 Jahre) und Josef (8 Jahre), ihre Eltern Kadena und Vladica Barjamovic, so wie ihre beiden jüngsten Geschwister Mario (2 Jahre) und Alex (3 Jahre).

Mit dem Ablaufen der Duldung kann seitens der Behörden offiziell die Abschiebung vollzogen werden. Abschiebungen in Sachsen Anhalt müssen seit dem Erlass des Innenministeriums im Sommer letzten Jahres nicht mehr angekündigt werden.

Behinderung der Eltern:

Bereits im Juni 2015 sollte die Familie abgeschoben werden. Die Reiseunfähigkeit des Vaters aufgrund seines gesundheitlichen Zustands stellte damals das Abschiebungshindernis dar.

Darauf aufbauend wurde die Abschiebung ausgesetzt und die Duldung der Familie um ein Jahr verlängert.

Im Verlauf des Jahres hat sich der gesundheitliche Zustand des Vaters jedoch nicht verbessert, sondern weitergehend verschlechtert. Aufgrund einer genetisch bedingten Intelligenzminderung sowie anderer Krankheiten ist der Vater körperlich und geistig behindert. Er bedarf einer ständigen medizinischen Behandlung, da er selbst die notwendige Medikamentierung nicht durchführen kann. Zusätzlich wurde auch bei der Mutter eine geistige Behinderung festgestellt. Sie kann weder lesen noch schreiben, weshalb die entsprechende Grundversorgung sowie speziell die medikamentöse Versorgung ihres Mannes und ihrer Kinder nur unzureichend erfolgen kann.

Darüber hinaus wurde in diesem Jahr beim jüngsten Sohn Mario (2 Jahre) eine seltene Erbkrankheit diagnostiziert. Aufgrund bestimmter Besonderheiten in der Bindung von Enzymen im Körper erfolgt bei Mario die Bildung von Nierensteinen. Diese Erbkrankheit wird Mario für sein ganzes Leben an eine medizinische Behandlung binden.

Eine Rückführung nach Serbien würde eine Gefährdung des Gesundheitszustands des Vaters Vladica und des jüngsten Sohnes Mario bedeuten. Zahlreiche Berichte bestätigen, dass gerade Roma in Serbien keinen oder nur einen begrenzten Zugang zum Gesundheitssystem erhalten.

Wir fordern aus diesen Gründen daher die Aussetzung der Abschiebung sowie ein dauerhaftes Bleiberecht der Familie Barjamovic.

Darüber hinaus spricht eine starke Integration der Kinder für einen dauerhaften Aufenthalt der Familie.

Seit 2011 lebt die siebenköpfige Familie schon in Magdeburg. Die drei ältesten Söhne vermochten es dabei sich stark in der lokalen jugendkulturellen Szene zu integrieren.

Seit 2013 tanzen die Kinder mit großen Erfolgen in verschieden Projekten Breakdance und haben dabei viele Freunde gefunden. Aufgrund ihres enormen Talents  und ihrer Leidenschaft für den Tanz haben sie sich in der lokalen und überregionalen Tanz-und Hip-Hop-Szene einen Namen gemacht.

Nesa, Emanuel und Josef nahmen zunächst am Inklusionsprojekt „Break  Chance“ teil. Im Jahr 2014 erhielt dieses Projekt den ersten Platz beim Integrationspreis Sachsen Anhalt in der Kategorie „Willkommenskultur Gestalten“. Es ist an Zynismus nicht zu überbieten, dass Nesa, Emanuel und Josef, die für den Erfolg des Projekts ausschlaggebend waren, abgeschoben werden sollen. Ist das die „Willkommenskultur“, die Sachsen-Anhalt meint?

Seit der Verlängerung ihrer Duldung im Juni 2015 sind die Kinder mit ihrer Breakdance Gruppe Break Grenzen Crew auf zahlreichen Veranstaltungen aufgetreten, gaben Workshops und holten sich Erfolge und Siege bei Breakdance Meisterschaften. So traten sie bei der Weltmeisterschaft im Breakdance, beim Battle of the Year im Oktober 2015 als Showact auf. Die einzelnen Mitglieder nahmen Teil an Nachwuchs- Kontests im Breakdance in Hannover und Leipzig, wo Josef und Emanuel erst und zweit-Platzierungen belegten. Mit ihrer Gruppe wurden sie zu Veranstaltungen in Bremerhaven, Bremen, Leipzig und Marburg eingeladen. Im Dezember tanzten und rappten sie bei der Demonstration „Students against Racism“. Im Juni veröffentlichten sie ihren ersten Rap-Song “Bang Bang Boom“ mit einer dazugehörigen professionellen Musikvideoproduktion. Erst am 07.06. tanzten die Jungs beim Deutschen Präventionstag als Beispiel für sinnvoll gewaltfrei gestaltetes Kulturen übegreifendes Projekt.

Derzeit bereiten sie sich für die Deutsche Szenemeisterschaft im Breakdance- „Battle of the Year“- welche nur vier Tage nach Auslaufen ihrer Duldung am 18.06.2016 in Hannover stattfindet. Darüber hinaus proben sie für das theaterpädagogische Projekt des Puppentheaters Magdeburg „Das Haus“. Es ist das Nachfolgeprojekt des Tanztheaterstücks „Breakdance verbindet“ , in welchem sie bereits letztes Jahr im Rahmen der 5. Kinder Kultur Tage im Puppentheater Magdeburg die Menge durch ihre schauspielerischen, tänzerischen Fertigkeiten verzauberten. Anfang Oktober soll es zum ersten Mal aufgeführt werden.

„Break Grenzen“:

Rap Video Bang Bang Boom:

facebook:

https://www.facebook.com/breakgrenzen

website:

http://breakgrenzen.jimdo.com/

tumblr:

http://breakgrenzen.tumblr.com/

instagram:

„https://www.instagram.com/breakgrenze“ (Diese Seite ist mittlerweile leider nicht mehr verfügbar)

youtube:

„https://www.youtube.com/channel/UCgMb“ (Diese Seite ist mittlerweile leider nicht mehr verfügbar)

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❏ 306 PM: Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL fordern Aufnahme von Transitflüchtlingen aus Griechenland

Presseinformation von der Tagung der Landesflüchtlingsräte auf der Ebernburg, Rheinland-Pfalz, 10.06.2016

Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL fordern Aufnahme von Transitflüchtlingen aus Griechenland

Die Flüchtlingsräte der Bundesländer fordern gemeinsam mit PRO ASYL und zahlreichen Flüchtlingsinitiativen die Aufnahme von Schutzsuchenden aus Griechenland in Deutschland.

Das Flüchtlingscamp in Idomeni ist geräumt. Tausende Geflüchtete wurden in menschenunwürdige Aufnahmelager und Gefängnisse in Griechenland verteilt und damit aus dem Fokus der Öffentlichkeit entfernt. Ihnen droht die Abschiebung in die Türkei.

Unter den Schutzsuchenden in Griechenland sind zahlreiche Familien mit Kindern, Alte, Menschen mit Behinderung und unbegleitete Minderjährige. Viele haben Angehörige in Deutschland und anderen europäischen Ländern. In Griechenland können sie aufgrund des nicht funktionierenden Aufnahmesystems noch nicht einmal Asylanträge stellen. Familienangehörige in Deutschland warten verzweifelt darauf, dass ihre in Griechenland festsitzenden Verwandten und Bekannten nachkommen können.

Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL stellen fest: In Europa und Deutschland fehlt der politische Wille, dem Sterben an Europas Grenzen und dem Elend in Griechenland ein Ende zu setzen. Bereits im September 2015 hatten die EU-Staaten gemeinsam beschlossen insgesamt 160.000 schutzbedürftige Personen aus Griechenland und Italien in anderen Mitgliedstaaten aufzunehmen. Deutschland hatte sich verpflichtet rund 27.500 Personen aus den beiden Staaten zu übernehmen (sog. Relocation-Programm). Bis Mitte März 2016 hat Deutschland davon jedoch erst 57 aufgenommen.

Selbstorganisierte Geflüchtete, Initiativen von UnterstützerInnen aus dem Wendland, aus Essen, Osnabrück, Wuppertal, Mannheim, Neustadt an der Weinstraße und anderen deutschen Städten sehen schon seit längerer Zeit diesem Zustand nicht mehr tatenlos zu. Sie rufen zur Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland auf und fordern Kommunen, Landes- und Bundesregierungen auf, sich bereit zu erklären, diesen einen sichereren Aufenthaltsort zu ermöglichen.

Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL unterstützen diese Forderung. Bernd Drüke vom AK Asyl Rheinland-Pfalz erklärt dazu: „Die Situation in Griechenland ist zum Symbol für Europas humanitäres Versagen in der Flüchtlingspolitik geworden. Wir fordern legalen Zugang für Schutzsuchende. Die Bundesregierung muss sich außerdem auf EU-Ebene dafür einzusetzen, den EU-Türkei-Deal umgehend außer Kraft zu setzen.“

Beispiele aus Kommunen:

http://zufluchtwendland.de/sonderzug-idomeni-wendland/

https://w2wtal.noblogs.org/

Fünfzig Menschen aus Idomeni nach Osnabrück bringen

Offener Appell an die Bundesregierung

https://rooms-of-hope.org/

Kontakt:

AK Asyl Rheinland-Pfalz, Bernd Drüke, Tel. 0152 54 23 52 93, info@asyl-rlp.org

Pro Asyl

Pressetelefon +49(0)69/24231430 E-Mail: presse@proasyl.de

Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, Stefanie Mürbe, Tel.: 0391 50549613, Mobil: 0157 73116732, info@fluechtlingsrat-lsa.de

Pressemitteilung als PDF

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❏ 307 Spendenkampagne: Mobile Hospital

Mit deiner Spende hilfst du, es zu ermöglichen, dass das mobile Krankenhaus noch im Sommer ins Einsatzgebiet Nordsyrien und -irak fahren wird. Im folgenden kannst du dir in der Grafik interaktiv einen Überblick verschaffen, welche Bauteile der LKW besitzt und die gewünschten Bauteile symbolisch in einem Spendenkorb zusammenfassen. Für eine pragmatisch direkte Spende kannst du direkt einen Betrag in das Spendenfeld eintragen oder den Betrag des Spendenkorbes nach unten oder oben korrigieren.

Für weitere Infos kannst du dich im unteren Teil in den Reitern WARUM, WAS und WIE über unsere Motivation, das Einsatzkonzept und unser Vorankommen informieren.

http://mobile-hospital.org

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400 Stellenausschreibungen und Projektförderungen

500 Weiterbildungen

❏ 501 Fortbildungen der LAMSA: Juni, September und Dezember 2016

Fortbildungen der Lamsa 2016

Sachsen-Anhalt. Die Servicestelle „Interkulturelles Lernen in Kita und Schule“ der Lamsa ist Anlauf- und Beratungsstelle für pädagogische Fachkräfte aus Schulen und Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt. Auch in diesem Jahr initiiert Lamsa wieder zahlreiche Fortbildungen.

Flucht & Asyl – Fakten und Hintergrundwissen zur Flüchtlingssituation in Deutschland

In dieser Fortbildung werden ausgewählte Fragestellungen aus dem Asylrecht sowie aktuelle Entwicklungen der Asylpolitik behandelt. Neben einer Einführung in das Asylverfahren wird auch die Lebenssituation von Geflüchteten in Sachsen-Anhalt betrachtet, explizit auch die Situation der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Es werden praktische Handlungskompetenzen für die Beratung und Begleitung von Geflüchteten vermittelt. Veranstaltungen:

27.06.2016: Stendal (Anmeldeschluss: 13.06.2016)

10.09.2016: Dessau (Anmeldeschluss: 29.08.2016)

01.12.2016: Magdeburg (Anmeldeschluss: 17.11.2016)

Theorie und Praxis – Interkulturelle Bildungsarbeit

Um Begegnungen zwischen Pädagog*innen, Kindern und Schüler*innen unterschiedlicher Herkunft konstruktiv zu gestalten, brauchen Einrichtungen ein stärkenorientiertes Konzept  und ein interkulturell kompetentes Personal. Hilfreich ist eine Bildungsarbeit, die sich unter anderem auf den Umgang mit sprachlicher Vielfalt und unterschiedliche Migrations- und Integrationserfahrungen einstellt und weitere Fragen thematisiert: Welche Bilder habe ich von bestimmten Menschengruppen? Wie werden diese produziert und wiedergegeben? Was bedeutet Migration für die einzelne Biografie? Wann wird individuelles und situationsabhängiges Verhalten mit Kultur begründet? Was hat Kultur mit Rassismus zu tun?

Veranstaltungen:

27.06.2016: Halle (Anmeldeschluss: 13.06.2016)

10.09.2016: Stendal (Anmeldeschluss: 29.08.2016)

01.12.2016: Dessau (Anmeldeschluss: 17.11.2016)

Islam in Schule, Hort und Kita

Der Islam prägt den Alltag vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland. Eltern wie Kinder wünschen sich auch im Einrichtungsalltag eine Anerkennung ihrer jeweiligen religiösen Identität. Wie in allen anderen Religionen gibt es auch unter Muslimen Menschen mit unterschiedlichen religiösen Bezügen und Gewichtungen. Manche halten sich streng an Gebote und Empfehlungen, für andere spielen diese eine eher untergeordnete Rolle in ihrem Alltag. Angesichts des kontrovers diskutierten Themas „Islam“, dem Zuzug von Geflüchteten und der partiellen Radikalisierung innerhalb des Islams stehen auch Erzieher*innen und Lehrer*innen vor neuen Herausforderungen. In dieser Fortbildung, einer Kooperation mit dem Projekt „Islam und Schule“, sollen die Pädagog*innen mit der komplexen Thematik vertraut gemacht werden. Es wird dabei praxisnahen Fragestellungen nachgegangen, die sich mit dieser hochdifferenzierten Religion befassen und aktuelle Informationen zum Islam und der Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus werden vermittelt. Es wird nach Möglichkeiten gelingender Integration gefragt und inwiefern Schule, Horte und Kitas als Lernorte zu Toleranz und Vielfalt beitragen können.

Veranstaltungen:

27.06.2016: Magdeburg (Anmeldeschluss: 13.06.2016)

10.09.2016: Halle (Anmeldeschluss: 29.08.2016)

01.12.2016: Stendal (Anmeldeschluss: 17.11.2016)

Mit Eltern ins Gespräch kommen – Zusammenarbeit mit Eltern in der Einwanderungsgesellschaft

Die Kooperation mit zugewanderten Eltern oder Eltern mit Migrationshintergrund kann für pädagogische Einrichtungen Bereicherungen, Verunsicherungen und Missverständnisse zugleich bereithalten. Eine andere Erstsprache als Deutsch, bildungsbezogene Vorerfahrungen im Herkunftsland und unzureichende Informationen am aktuellen Aufenthaltsort machen es zugewanderten Eltern nicht leicht, sich im deutschen Erziehungssystem zurechtzufinden. Pädagog*innen wissen nicht immer, wie sie den Kontakt zu Eltern so gestalten können, dass ihr primäres Ziel – die Kinder bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen – erreicht werden kann. Wie können Informationen so aufbereitetet werden, dass Eltern die Anliegen, zum Beispiel einer Kita, verstehen? Wie können Missverständnisse und Konflikte geklärt werden? Ziel der Fortbildung ist es, gemeinsam Wege zu erarbeiten, wie die Zusammenarbeit mit Eltern für alle Seiten zufriedenstellend gelingen kann. Welche Unterstützungsangebote können genutzt werden, um mehrsprachige Angebote in Einrichtungen zu implementieren? Wie können Eltern in die jeweilige Bildungsarbeit einbezogen werden? Welche weiteren Möglichkeiten bieten sich zur persönlichen Begegnung?

Veranstaltungen:

27.06.2016: Dessau (Anmeldeschluss: 13.06.2016)

10.09.2016: Magdeburg (Anmeldeschluss: 29.08.2016)

01.12.2016: Halle (Anmeldeschluss: 17.11.2016)

Die Tagesveranstaltungen finden jeweils zwischen 10 und 16 Uhr statt. Nähere Informationen zu Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.

Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V.

Bernburgerstr. 25a

06108 Halle

Fon: 0345.171 940 51

Mail: mamad.mohamad@lamsa.de

Web: www.lamsa.de

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600 weitere Meldungen und Fundstücke

❏ 601 Institut Solidarische Moderne (ISM) – Mit der Demokratie neu beginnen – Gegen die Politik der Angst, für eine Politik der Hoffnung!

Das Institut Solidarische Moderne ist eine Programmwerkstatt. Ziel ist, über Parteigrenzen hinweg konkrete und durchführbare politische Alternativen zum Neoliberalismus zu entwickeln.

https://www.solidarische-moderne.de/de/article/471.mit-der-demokratie-neu-beginnen-gegen-die-politik-der-angst-fuer-eine-politik-der-hoffnung.html

direkt zur Studie: Mit der Demokratie neu beginnen – Gegen die Politik der Angst, für eine Politik der Hoffnung!

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❏ 602 Offener Brief: ABSTIMMUNG IM BUNDESRAT: SIND ALGERIEN, MAROKKO UND TUNESIEN „SICHERE HERKUNFTSSTAATEN“?

Sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten,

Sie entscheiden am 17. Juni im Bundesrat, ob Deutschland in Zukunft schwere Menschenrechtsverletzungen in Algerien, Marokko und Tunesien billigend in Kauf nimmt. Es liegt an Ihnen, zu verhindern, diese drei Länder als sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ einzustufen und so das Grundrecht, Asyl zu suchen, weiter auszuhöhlen. […]

Der ganze Brief: https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/2015/12/2016-06-13-Offener-Brief-AI-und-PRO-ASYL-zu-SHL-Algerien-Tunesien-Marokko.pdf

und hier

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❏ 603 Reihe: Forschung gegen Mythen

Immer wieder stellen Politikerinnen und Politiker sowie Personen des öffentlichen Lebens fragwürdige Behauptungen in den Raum, die durch Medien aufgegriffen und teils zu Stammtischparolen werden. Häufig werden Stereotypen über Asylsuchende gefördert, die als Fakten darstellt werden, doch im besten Fall nicht viel mehr als Annahmen sind. Sie erfahren jedoch große Aufmerksamkeit und können weitreichende Konsequenzen haben.

Was sagen WissenschaftlerInnen zu solchen Behauptungen? Nachstehend kommentieren Mitglieder des Netzwerks Flüchtlingsforschung mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse typische Aussagen mit dem Ziel, Mythen aufzuklären.

http://fluechtlingsforschung.net/fluchtlingsforschung-gegen-mythen/

http://fluechtlingsforschung.net/fluchtlingsforschung-gegen-mythen-2/

http://fluechtlingsforschung.net/fluchtlingsforschung-gegen-mythen-3/

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