Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 10/2016

Neuanmeldungen, Abmeldungen, Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise bitte an: news@fluechtlingsrat-lsa.de

 

Inhaltsverzeichnis

 

Veranstaltungen

„In our own words“ – Workshop

Workshop
Samstag, 13.08.2016 | 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Halle
Karl-Liebknecht-Str. 34
06114 Halle

Gemeinsame Veranstaltung mit Dornrosa e.V.

Die Aktivistinnen vom International Women Space haben sich im Jahr 2013 die Aufgabe gesetzt, die Lebensgeschichten von geflüchteten Frauen in Deutschland zu dokumentieren. Dabei wollen sie mit Hilfe der lateinamerikanischen Tradition der Testimonal-Literatur die „Stimme der Stimmlosen“ verstärken. Referentinnen berichteten über ihre Vergangenheit und stellen die Verknüpfung zu gegenwärtigen Kämpfen von Aktivistinnen und Fraueninitiativen in Deutschland, Europa und der Welt her.

Kontakt
Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt
Ebendorfer Str. 3
39108 Magdeburg

Telefon: 0391 25191475
E-Mail: info@rosaluxsa.de

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MACH Festival vom 8.-10. Juli in Halle

Das MACH Festival geht vom 8. bis 10. Juli 2016 in eine neue Runde!

*** 3 Tage lang Ausstellungen, Workshops, Filme, Vorträge, Diskussionsrunden und ausgelassene Party mit Bands und DJs im Hühnermanhattan in Halle! ***

*** Der Vorverkauf hat begonnen! Jetzt Festivalticket für 8€ sichern! Infos zu den VVK-Stellen unter machfestival.de ***

Nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr präsentiert sich das MACH Festival in diesem Jahr vielfältiger, bunter und breiter aufgestellt als je zuvor! Denn was die Kultur- und Medienpädagog*innen der Hochschule Merseburg im letzten Jahr ins Leben gerufen haben, ist nun zu einer einzigartigen Kooperation zwischen Studierenden der Hochschule Merseburg, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Kunsthochschule Burg Giebichenstein geworden!
Kurzum: Das MACH Festival will allen Kunst- und Kulturschaffenden der Region eine Plattform geben, sich zu präsentieren und sich zu vernetzen!
Seid dabei, beteiligt euch, staunt, genießt, feiert, tanzt und frohlockt!

Das vergrößerte MACH-Team steckt bereits seit Monaten in den Vorbereitungen und Planungen für das diesjährige Festival, Details und Line-Up folgen in Kürze an dieser Stelle!

*** Anmeldung von Exponaten, Filmen, Vorträgen und Workshops unter www.machfestival.de ***

Eintritt:
8 € – Festivalticket FR/SA/SO im VVK (limitiert auf 500 Stück)
5 € Abendkasse Freitag
5 € Abendkasse Samstag
2 € Nachmittagskasse Sonntag

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No Border Festival vom 8.-9. Juli in Magdeburg

Magdeburg. Die Soziale Hochschulgruppe und das Bündnis Studierende gegen Rechts Magdeburg – veranstalten ein „no border festival“. Diverse Geschehnisse in Deutschland, Sachsen-Anhalt und Magdeburg verlangen es immer wieder, aktiv zu werden und klare Kante gegen Rassismus, völkische Ideen und andere menschenverachtende Einstellungen zu zeigen.

Die Veranstalter*innen wollen mit dieser Aktion zeigen, dass es auch anders geht. Dafür brauchen sie Unterstützung: Sie suchen Menschen, die sich über die aktuelle Lage in Sachsen-Anhalt informieren, Leute aller Nationen kennenlernen oder einfach nur Spaß haben wollen! Neben internationalem Essen, Workshops und Info-Ständen wird es ab ca. 17.00 Uhr Konzerte geben, um die Tage musikalisch ausklingen zu lassen.

Termin: 08.-09.07.2016, 14:00- 22:00 Uhr
Ort: Hochschule Magdeburg-Stendal, Breitscheidstr. 2, 39114 Magdeburg (barrierefrei)
Kosten: keine

Weitere Informationen zu Programm und Hintergründen gibt es hier.

Hochschule Magdeburg-Stendal
Breitscheidstr. 2
39114 Magdeburg
Fon: 0391.886 30
Mail: pressestelle@hs-magdeburg.de
Web: www.hs-magdeburg.de

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Queer Convention im Thiembuktu

Hi,

bei uns gibts am 02.07.2016 ne QUEER PARTY!
Für ein politisches Kabarett sorgt Sunna Huygen: „Zwischenräume.“
Anschließend: DJs e69 und Speedlabor.
Eintritt frei, spenden erwünscht.

Kommt vorbei! Nur für Freund*innen!
Euer Thiembuktu

Thiemstr. 13, 39104 Magdeburg

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Von der Schwierigkeit des Ankommens – MitgrantInnen und ihre neue Heimat

Diskussion / Vortrag
Freitag, 01.07.2016 | 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Frauenzentrum, Wernigerode
Breite Str. 84
38855 Wernigerode

mit Dr. Viola Schubert-Lehnhardt
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Frauenzentrum

Kann man mehrere Heimaten haben? Ist Heimat immer nur das Geburtsland? Wie finden Mitgrant_innen ihre neue Heimat, wie entstehen Zughörigkeit und Idendität? Welche Sehnsüchte und Erinnerungen bleiben, welche „neuen Türen haben sich geöffnet“ und wie greifen dabei Unterstützungsangebote vor Ort?

Kontakt
Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt
Ebendorfer Str. 3
39108 Magdeburg

Telefon: 0391 25191475
E-Mail: info@rosaluxsa.de

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Vortrag: Fakten zu Vorurteilen über Migration

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Interessierte,

hiermit möchte ich Sie auf den Vortrag von Dr. Carsten Hörich (Migrationsrecht -MLU)
zum Thema „Fakten zu Vorurteilen über Migration“ am 30.6. um 18:30 Uhr, dt.Saal, Haus 7, Franckeplatz 1, 06110 Halle aufmerksam machen.

Im Vorfeld des Vortrags werden Alumni der Erziehungswissenschaft im DialogCafé über Berufsmöglichkeiten rund um Migration und Flüchtlinge berichten, so z.B. Antje Roloff (Diakonie), Thomas Geier (Forschung) oder  Petra Schneutzer (Stadt Halle). Einen vollständigen Ablauf dazu finden Sie im Anhang.

In Verbindung mit dem Vortrag wird sicherlich im Anschluss an den Vortrag eine rege Diskussion entstehen, zu der ich Sie herzlich einladen möchte.

Eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme bis zum 27. Juni genügt.

E-Mail an: alumni-verein@paedagogik.uni-halle.de
oder facebook unter: https://www.facebook.com/events/1621403828186637/?notif_t=plan_user_associated&notif_id=1466601291223939

Leiten Sie auch gern die Einladung an Interessierte weiter. Bei Fragen oder Anregungen zum Thema können Sie mich gern jederzeit kontaktieren. Vielen Dank.

Mit besten Grüßen
Elina Mania

Alumni-Programm der Philosophischen Fakultät III – Erziehungswissenschaften
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
Franckeplatz 1, Haus 2-3, Raum Z 2., 06110 Halle (Saale)
phone: +49(0)345-5523879, fax: +49(0)345-5527284
mail:  alumni@paedagogik.uni-halle.de
home:  www.philfak3.uni-halle.de/alumni

Haben Sie Interesse, unsere Alumni-Arbeit aktiv zu unterstützen? Dann wäre auch die Mitgliedschaft in unserem Alumni-Verein etwas für Sie! Weitere Infos finden Sie unter http://www.philfak3.uni-halle.de/alumni/verein

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Vortrag: Informationen zu subsidiärem Schutz, Widersprüchen und Rechtshilfe

In den letzten Wochen und Monaten hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oft nur noch subsidiären Schutz ausgesprochen. Damit einher geht eine Reihe von Nachteilen für die betroffenen Personen. Deshalb möchten wir über folgende Themen informieren:
Grundlegendes zum subsidiären Schutz
subsidiärer Schutz im Vergleich mit anderen Schutztiteln
Vorbereitung der Anhörung
Widersprüche gegen Bescheide
Möglichkeiten der Rechtsbeihilfe
Der Referent ist Dr. Carsten Hörich. Die Vortragssprache ist Deutsch. Es wird Übersetzungen in Arabisch und Farsi geben.
Veranstaltet vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, Gastgeber ist der »Welcome Treff Halle«.

Di, 12.07.2016, 14:00 – 15:30
Welcome Treff  Halle | Waisenhausring 2, 06108 Halle (Saale)

Einladung

Invitation

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Informationen, Webportale & Broschüren

„Die enthemmte Mitte“: Gesellschaft ist zunehmend polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt

Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, zur Durchsetzung ihrer Interessen Gewalt anzuwenden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Die enthemmte Mitte“, die PD Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung durchgeführt haben.

Die Wissenschaftler befragten bundesweit 2.420 Menschen (West: 1.917, Ost: 503) zu den Themen Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Chauvinismus und Verharmlosung des Nationalsozialismus. Sie gliederten die Antworten in sechs soziologische Milieus.

„Mitte“-Studien werden seit 2002 alle zwei Jahre von einer Arbeitsgruppe um Elmar Brähler und Oliver Decker der Universität Leipzig durchgeführt. Von 2006 bis 2012 wurden sie in Zusammenarbeit mit der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung als Teil des Projektes „Gegen Rechtsextremismus“ (Forum Berlin) erstellt. Sie sind eine Langzeitbeobachtung für die politische Diskussion und Bildungsarbeit, die autoritäre und rechtsextreme Einstellungen im Zeitverlauf abbildet.

Mit der “Mitte“-Studie 2016 liegt nun die aktuelle Erhebung vor. Sie zeigt: Klassisch rechtsextreme Einstellungen haben sich in Deutschland in den vergangenen Jahren kaum verändert. Gleichzeitig wächst die Abwertung von Asylbewerber/innen, Muslimen und Sinti und Roma. Wie ist diese Entwicklung zu erklären?

https://www.boell.de/de/2016/06/15/die-enthemmte-mitte-studie-leipzig

Decker, Kiess, Brähler (2016) Die enthemmte Mitte

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16 Handlungsempfehlungen für Jugendhilfeträger des B-UMF

für den Übergang aus der Jugendhilfe in ein selbstständiges Leben wurde folgende Handlungsempfehlung vom Careleaver Kompetenznetz für Jugendhilfeträger erarbeitet.

Diese basieren auf dem Erfahrungswissen von Careleavern und Fachkräften. Careleaver sind junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in stationären Hilfen verbracht haben.

Unter folgendem Link sind die Handlungsempfehlungen aufzurufen:

http://www.b-umf.de/images/handlungsempfehlungen_careleaver.pdf

Handlungsempfehlungen Careleaver

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Aus den Augen, aus dem Sinn: Externalisierung und Regionalisierung von Migrations- und Flüchtlingspolitik

Seit dem Sommer 2015 haben Hunderttausende Schutzsuchende europäische Grenzen überwunden. Die europäischen Staats- und Regierungschefs setzen seither alles daran, Kontrolle über die Flucht- und Migrationsbewe- gungen zu gewinnen: die o zielle Route über den Balkan ist blockiert, die Abschiebungen in die Türkei haben begonnen. Zentrale Strategie der EU ist die Vorverlagerung von Grenzkontrollen in Transit- und Herkunftsländer – in die Türkei, aber auch bis weit in west- und ostafrikanische Staaten.
An Europas Außengrenzen geht das Massensterben weiter, die EU ist bereit, das individuelle Recht auf Asyl ihrer Politik der Versicherheitlichung und Abwehr zu opfern. Konzertierte Antworten aus der Zivilgesellschaft sind dringend geboten.

https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/2015/12/2016-28-06-Standpunkt-Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Medico-Brot-fuer-die-Welt-Stiftung-PRO-ASYL.pdf

Standpunktpapier PRO ASYL

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Beratung nach Flucht und Migration – Ein Handbuch zur psychologischen Erstbetreuung von Geflüchteten

Flucht ist eine traumatische Erfahrung, die Fluchtursachen sind es in der Regel erst recht. Geflüchtete kommen daher häufig psychisch hoch belastet in Deutschland an und leiden hier zudem unter migrationsspezifischen Stressoren. Das Angebot psychologischer Behandlungen für Asylsuchende ist bislang jedoch unzureichend. Serfiraz Demir, Hanna Reich und Ricarda Mewes zeigen, wie eine evidenzbasierte psychologische Erstberatung bei Geflüchteten in Form einer psychoedukativen Gruppe in kurzer Zeit umgesetzt werden kann.

Serfiraz Demir
Ricarda Mewes / Hanna Reich (Hrsg.)
Beratung nach Flucht und Migration
Ein Handbuch zur psychologischen Erstbetreuung von Geflüchteten
WeltTrends, Potsdam 2015
ISBN 978-3-945878-12-5

139 Seiten / 15,90 € zzgl. Porto

Demir-Flucht-Migration-Cover

 

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Broschüre: Fakten zu Flucht und Asyl in Sachsen-Anhalt

Mehr als 60 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht und suchen Asyl – auch in Sachsen-Anhalt.

Halberstadt, Halle (Saale), Stendal … In vielen Städten und Kommunen stieg 2015 die Zahl der Menschen, die hier ankommen und Schutz brauchen. Allerdings ist die öffentliche Diskussion über Geflüchtete oft gekennzeichnet von Unkenntnis, Vorurteilen und Ressentiments. Rassistische Parteien und Bewegungen nutzen diese Einstellungen und hetzen gegen Asylsuchende, den Islam und alles, was ihnen „fremd“ erscheint.

Gleichzeitig gibt es in Sachsen-Anhalt immer mehr Menschen, die sich für Asylsuchende einsetzen. Das ist nicht immer einfach, denn das deutsche Asylsystem ist schwer durchschaubar. Geflüchtete haben unterschiedliche Rechte und unterliegen vielen Beschränkungen. Allen Geflüchteten ist gemein, dass sie auf eine Perspektive warten und Schutz brauchen. Zivilcourage und Engagement sind wichtig, damit sich geflüchtete Menschen sicher und willkommen fühlen. Wir alle können mithelfen, indem wir uns menschenfeindlichen Einstellungen und Unwissenheit entgegenstellen und konkrete Unterstützung für Betroffene anbieten.

In unserer aktuellen Broschüre finden Sie Fakten zum deutschen Asylsystem, zu den Lebensbedingungen Asylsuchender in Sachsen-Anhalt sowie zu Möglichkeiten, sich für ein menschenwürdiges Asyl zu engagieren. Fakten helfen, ein Perspektivenwechsel auch. Sie bilden die Basis für jede konstruktive Diskussion. Und sie tragen dazu bei, menschenrechtliche Positionen zu stärken.

Geflüchtete sind willkommen! Refugees welcome!

Die gedruckte Publikation kann bei uns bestellt und/oder abgeholt werden. Dazu bitte eine kurze Mail an planung@boell-sachsen-anhalt.de senden und die gewünschte Menge angeben.

Die Broschüre als PDF

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Durchmarsch von Rechts: Völkischer Aufbruch: Rassismus, Rechtspopulismus, rechter Terror

Dieser Manuskripteband vereinigt die spannenden Beiträge von zwei Treffen des Gesprächskreises Rechts der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das erste fand am 5. Dezember 2015 in Potsdam statt, das zweite am 23. April 2016 in Göttingen. Neu ist, dass die Potsdamer Referate im Nachhinein, die Beiträge für das Göttinger Gesprächskreistreffen vorab veröffentlicht werden. Geschuldet ist diese «Eile» dem Eindruck, dass die Geschehnisse sich überschlagen und der Bedarf an diskussionswürdigen Thesen, Papieren, Einschätzungen und Analysen riesig ist.

Der komplette Band als PDF

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Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien – Handlungsempfehlungen (auch auf Englisch)

Seit vermehrt Flüchtlinge* im deutschsprachigen Raum Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, explodieren die sozialen Netzwerke. Alle und jede haben eine Meinung, eine Warnung, Sorgen, sehr viel Hass und noch mehr Wut.
In vielen Formen treffen Benutzer_innen auf explizit rassistische und flüchtlingsfeindliche Aussagen und Kommentare, oder beteiligen sich aktiv selbst daran. Schon lange agitieren Rechtsextreme und Kameradschaften in Sozialen Netzwerken, besetzen gezielt Themen – beispielsweise Heimatschutz – rekrutieren Gefolgschaft und verbreiten rechtsideologisierte Propaganda. Im Zuge der Flüchtlingsdebatte zeigt die Strategie nun Wirkung: Rechtsextreme Sprache und Bilder haben sich in kurzer Zeit über die Sozialen Medien im gesellschaftlichen Mainstream re-etabliert und sind normal im täglichen Gespräch über Flucht und Migration geworden. Gerade junge und weniger informierte  Menschen können von der Hassrede gegen Flüchtlinge in den Sozialen Medien beeinflusst werden. Oft wirken nämlich diejenigen, die Hass gegen Flüchtlinge verbreiten, in der Mehrheit. Sie sind lauter, dominanter und schüchtern  damit auch ganz gezielt ein. Soziale Medien ermöglichen Austausch und Vernetzung und können eben auch zur Verbreitung rassistischer Hetze und Rekrutierung eingesetzt werden. Im schlimmsten Falle führt dies auch zu konkreter Gewalt – nicht online, sondern offline. Clausnitz, Freital und andere Orte sind dafür Zeuge. Gerade auch weil sich die Hetze zwangsläufig in reale Gewalt gegen Menschen übersetzt, sind viele Nutzer_innen von der Wucht  menschenverachtender Hetze gegen Flüchtlinge schlicht überwältigt. Sie wollen gegen die rechte Hetze vorgehen, handeln, widersprechen, wissen aber nicht genau wie.
In dieser Broschüre werden die Möglichkeiten ausgelotet  rassistischer Hetze entgegenzutreten. Wie melde ich rassistische Beiträge? Wie kann ich eine Anzeige machen? Was muss ich dabei beachten? Und was muss ich tun, wenn ich selbst ins Fadenkreuz gerate? Die Broschüre richtet sich an alle Interessierten und die vielen engagierten Flüchtlingshelfer_innen, die sich gegen rassistische Hetze online wehren wollen, die sich eine Übersicht verschaffen wollen zu der großen Frage: Was tun? Denn es gibt viele  verschiedene Möglichkeiten Hass zu begegnen: Löschen, Blocken, Ignorieren, Diskutieren, Gegenrede, Strafverfolgung. Entsprechend gibt die Broschüre einen Überblick, wie rassistische Hetze erkannt, gemeldet und angezeigt  werden kann. Aber auch Selbstschutz und das Veröffentlichen rassistischer Hetze werden thematisiert. Die Handreichung entstand im Rahmen des Projekts no-nazi.net.

*Hinweis: Der Begriff »Flüchtlinge« ist umstritten und aus verschiedenen Gründen problematisch. Wir haben uns aus Zugänglichkeitsgründen für diese Broschüre dennoch dazu entschieden, den Begriff zu verwenden.

Die Broschüre „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien – Handlungsempfehlungen“ wurde durch das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und die Freudenberg Stiftung gefördert. Sie kann kostenfrei bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt oder im Internet heruntergeladen werden:

English Version: Hate speech against refugees

Broschüre: Hetze gegen Flüchtlinge

 

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Neu: Das Praxisbuch „Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools“

http://www.bagfa.de/fileadmin/Materialien/Gefluechtete/E-Book_Refugees_web.pdf

Zum Weltflüchtlingstag hat die bagfa (Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen) jetzt gemeinsam mit der Stiftung Bürgermut <http://www.buergermut.de/>  das E-Book „Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools“ herausgegeben.
Es zeigt, wie Initiativen und Projekte sich untereinander vernetzen können, wo Freiwillige Qualifizierung erhalten und was Erfolgsfaktoren für eine dauerhafte Bindung von Freiwilligen sind. Zu finden sind außerdem Projekte zum sofortigen Nachmachen, zahllose Tipps von Engagierten für die Arbeit vor Ort und dazu die wichtigsten Tools und Plattformen.

*         Wie vernetze ich mich mit anderen Initiativen und Projekten?

*         Wie gehe ich mit der emotional fordernden Arbeit um?

*         Wie überwinde ich Sprachbarrieren?

*         Woher bekomme ich eine Website und Tools?

*         Wie arbeite ich auf Augenhöhe mit Flüchtlingen?

*         Wie binde ich Flüchtlinge in mein Projekt ein?

*         Wo bekomme ich Qualifizierung?

*         Wie gehe ich mit Unterkunftbetreibern um?

*         Was Flüchtlinge brauchen und was nicht?

*         und viele Praxisprojekte

Ein Flipbook zum Durchblättern findet sich  <https://issuu.com/open_transfer/docs/e-book_refugees_rz_7_6_16> hier.

Das Praxisbuch als PDF

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Unterstützungsarbeit – auf Augenhöhe mit Geflüchteten?! (Ein Reflexionsvideo)

Die ehrenamtliche Unterstützungsarbeit von und mit Geflüchteten birgt für beide Seiten große Chancen, stößt doch immer wieder auch an Grenzen. Dieses Video will einen Impuls geben, diese Arbeit in Fortbildungen oder Gruppendiskussionen zu reflektieren und weiter zu entwickeln. Es soll helfen, schwierige Situationen besser zu verstehen, Stereotypisierungen bewusst zu machen und Frustrationen auf beiden Seiten zu vermeiden.

Unterstützungsarbeit – auf Augenhöhe mit Geflüchteten?!

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Video zum Asylverfahren in 10 Sprachen

Dieser Film ist ein Informationsfilm für Flüchtlinge in Deutschland.  Es geht um die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die Anhörung ist ein Gespräch während dem man seine Fluchtgeschichte erzählt. Es ist der zentrale Moment eines*r jeden Asylsuchenden. Denn danach wird entschieden, ob man als Flüchtling anerkannt wird, oder nicht.

Du kannst das Video frei nutzen, teilen und jeder*m zeigen, dem es hilfreich sein könnte. Es steht dir in 14 Sprachen zur Verfügung. Weiterführende Links zu Beratungsstellen findest du auf der nächsten Seite. Der Film ersetzt keine ausführliche rechtliche Beratung und ist eine Erstinformation. Der direkte Kontakt zu den Macher*innen ist  unter „Initiative“ zu finden.

Film

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Kampagnen und Aufrufe

Ausschreibung „Sozialer Menschenrechtspreis 2016“

Deutschland. Die Eberhard-Schulz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation wird im Jahr 2016 wieder Einzelpersonen, Vereine, Projekte, Organisationen oder Unternehmen mit dem „Sozialen Menschenrechtspreis“ auszeichnen, die sich um  sozialen Menschenrechte wie Bildung und kulturelle Teilhabe verdient gemacht haben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Die vollständige Ausschreibung ist hier zu finden.

Die Vorschläge sind schriftlich bzw. per Mail (max. 2 MB) einzureichen. Bitte nutzen Sie dafür diesen Bewerbungsbogen und fügen diesem bei:

Schriftliche Begründung für den Vorschlag
Hintergrundmaterial, Dokumente und Quellen
Möglichst Foto der/des Nominierten (jpg)

Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation
Rohrwallallee 31
12527 Berlin
Fon: 030.346 623 92
Mail: info@sozialemenschenrechtsstiftung.org
Web: www.sozialemenschenrechtsstiftung.org

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Ausschreibungen und Projektförderungen

BAMF finanziert Multiplikator*innenschulungen in der Integrationsarbeit

Deutschland. Im Integrationsprozess von (Neu-)Zugewanderten kommt dem bürgerschaftlichen Engagement eine bedeutende Rolle zu. Damit sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ehrenamtlich engagieren können, fördert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein- oder mehrtägige Multiplikator*innenschulungen. Die Förderung richtet sich grundsätzlich an alle Vereine und Organisationen der Integrationsarbeit, in denen Ehrenamtliche tätig sind.

Beantragt werden können Fördergelder für folgenden Bereiche:

Interkulturelle Öffnung: je 80.000 Euro
Altersunabhängige Multiplikator*innenschulungen: je 30.000 Euro
Kompetenzvermittlung zum Umgang mit Vorurteilen: je 15.000 Euro
Multiplikator*innenschulungen für jugendliche Migrant*innen: je 15.000 Euro
Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier. Bewerbungsfrist ist der 30. September 2016.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Referat 312
Frankenstr. 210
90343 Nürnberg
Fon: 0911.943 66 01
Web: www.bamf.de

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integrationsprojekte/ausschreibung-multiplikatorenschulungen.pdf?__blob=publicationFile

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Studienvorbereitende Intensivsprachkurse „Deutsch als Fremdsprache“ für geflüchtete Studieninteressierte

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Hochschule Magdeburg-Stendal bietet im Rahmen ihrer Initiative „Integration von politischen Geflüchteten mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen“ ab Oktober 2016 erneut studienvorbereitende Intensivsprachkurse „Deutsch als Fremdsprache“ für geflüchtete Studieninteressierte an.

Voraussetzungen zur Teilnahme sind:
Aufenthaltserlaubnis
Hochschulzugangsberechtigung (auch bei unvollständigen Nachweisen)
Integrationskurs (absolviert bis Mitte September)
Studienwunsch an einer Hochschule in Sachsen-Anhalt

In jedem Falle danken wir Ihnen für eine Weiterleitung an Interessierte und Engagierte!

Bewerbungen werden auf Grundlage unseres Datenbogens (Webseite) jederzeit im International Office der Hochschule Magdeburg-Stendal (Campus Magdeburg, Haus 4, Raum 2.18) sowie mit gescannten Dokumenten zum Nachweis der Voraussetzungen an integration@hs-magdeburg.de bis zum 10.07.2016 entgegen genommen.

Die Voraussetzungen zur Teilnahme für unsere Initiative zur „Integration von politischen Flüchtlingen mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen“ und eine Übersicht häufig gestellter Fragen finden Sie auch auf unserer Webseite:
https://www.hs-magdeburg.de/hochschule/international/wege-an-die-hochschule/studium-fuer-gefluechtete.html

Herzlichen Dank im Voraus.
Bei Fragen oder Anmerkungen melden Sie sich sehr gerne!

Beste Grüße,
Ihre Hochschule Magdeburg-Stendal


International Office
Initiative „Integration von politischen Flüchtlingen mit akademischen Hintergründen bzw. Ambitionen“

Hochschule Magdeburg-Stendal
University of Applied Sciences
Breitscheidstr. 2
39114 Magdeburg

Infoflyer EN

Infoflyer DE

Daten- und Anmeldebogen

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Teamer_innenausbildung: für Projekttag für Demokratie und Mitbestimmung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich möchte euch daran erinnern, dass der Anmeldeschluss für die nächste PDM-Schulung ansteht! Falls es noch interessierte Kolleginnen und Kollegen gibt, meldet euch bitte bei mir!

Die nächsten PDM-Teamschulungen im Jahr 2016 finden statt:

PDM 4: 07.08.-12.08.2016 in Flecken Zechlin (Anmeldeschluss 24. Juni)

PDM 5: 21.08.-26.08.2016 in Hattingen (Anmeldeschluss 08. Juli)

Jugendbildungsreferentin
DGB-Jugend Sachsen-Anhalt
Augustastraße 1│06108 Halle
barbara.huth@dgb.de
Telefon  0345-68269-15
Fax  0345-68269-10
Handy  0170-9171815
www.gewerkschaftsjugend.de

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Weiterbildungen

Fortbildung zum Thema Alltagsrassismus

Halle (Saale). Das SCHIRM-Projekt Halle bietet in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendamt eine Fortbildung zum Thema Alltagsrassismus an. Sie richtet sich an Sozialpädagogische Fachkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen, Multiplikator*innen sowie Menschen mit und ohne Rassismuserfahrung.

Termin: 17.11.2016
Ort: Halle (Saale)
Kosten: 10 Euro

Folgende Schwerpunkte werden gesetzt:

Reflexion und Austausch über verschiedene Formen, Ursachen und Wirkungsweisen von Rassismus und Vorurteilen
Diskussion über Handlungsstrategien
Sensibilisierung für alltägliche Rassismen und deren Vielschichtigkeit
Stereotype in der Bildsprache
Reflexion über subtile „Normalitätserwartungen“, durch welche unsere Wahrnehmung und Interpretation vom Verhalten anderer Menschen geprägt ist
Methoden: Dialog, Gruppenarbeit, Mindmap, Rollenspiel, Reflexion, Film
Anmeldungen richten Sie bitte an Frau Cornelia Grottke unter 0345.514 16 24 oder per Mail. Die vollständige Ausschreibung steht hier zum Download bereit:

Ausschreibung_Workshop_Alltagsrassismus

Jugendwerkstatt Frohe Zukunft Halle-Saalekreis e. V.  / S.C.H.I.R.M. – Projekt
Rudolf-Ernst-Weise-Str. 8
06112 Halle (Saale)
Fon: 0345.299 899 65
Mail: Schirm-Projekt@jw-frohe-zukunft.de
Web: www.jw-frohe-zukunft.de

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Seminar: Diversity und Vielfalt

Leipzig. Verschiedenheit als Normalität zu begreifen und die eigene Verortung darin zu sehen und zu hinterfragen, sollte als Grundprinzip kulturpädagogischer Arbeit gelten. Doch wie lässt sich der Diversity-Ansatz in der Praxis mit ihren heterogenen Gruppen so umsetzen, dass alle Beteiligten sich optimal einbringen können? Wie können gemeinsam Werte verhandelt, Gruppenregeln bestimmt, Inhalte ausgewählt und die eigene Perspektive sichtbar gemacht werden, wenn die Meinungsvielfalt sehr groß ist oder unvereinbar scheint?

Dieses Seminar der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V. (lkj) geht der Frage nach, wie beteiligungsorientierte kulturelle Bildungs- und Gruppenprozesse gestaltet werden können, um die Gruppenbildung zu fördern, individuelle Einflüsse aufzunehmen und eine kooperative Atmosphäre herzustellen. Insbesondere soll auch die eigene Position in diesen Prozessen thematisiert und ein sensibler Umgang damit gefunden werden.

Termin: 27.09.2016
Ort: Leipzig
Kosten: 40 Euro (erm. 20 Euro)

Eine Anmeldung ist hier möglich: http://lkj-sachsen.de/bildungsangebote-und-leistungen/anmeldeformular

Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und
Jugendbildung Sachsen e.V.
Sternwartenstr. 4
04103 Leipzig
Fon: 0341.257 73 06
NEU AB 01.07.16:
Nordplatz 1
04105 Leipzig
Fon: 0341.583 146 60
Mail: info@lkj-sachsen.de
Web: www.lkj-sachsen.de

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weitere Meldungen und Fundstücke

Videobeitrag: Aussortiert – Was denken Menschen, die abgeschoben werden

Manche Flüchtlinge leben ohne gültige Papiere in Deutschland, bei anderen wird der Asylantrag abgelehnt. Wer nicht freiwillig ausreist, landet schnell in einem Abschiebegefängnis. Eines der größten liegt in Büren, Westfalen. Hier sitzen zur Zeit knapp 50 Menschen ein. Was denken sie dort kurz vor der Abschiebung?

https://correctiv.org/recherchen/flucht/artikel/2016/06/17/aussortiert/

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