Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 7/2016

Neuanmeldungen, Abmeldungen, Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise bitte an: news@fluechtlingsrat-lsa.de

100 Veranstaltungen

200 Informationen, Webportale & Broschüren

300 Aufrufe & Kampagnen

400 Stellenausschreibungen und Projektförderungen

500 Weiterbildungen

600 weitere Meldungen

 

100 Veranstaltungen

101 Tagung Feinbild Geflüchtete

Fachtagung: „Feindbild Geflüchtete“

Hannover. Rassistische Mobilisierungen haben, begleitet von einer gesellschaftlichen, politischen und medialen Auseinandersetzung um Flucht- und Migrationsbewegungen nach Deutschland, einen neuen Zulauf bekommen. Unmittelbar damit im Zusammenhang steht auch ein Anstieg von rassistischer Gewalt auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte. PEGIDA-Demonstrationen, Proteste gegen Asylunterkünfte von selbsternannten „besorgten Bürgern“ und nicht zuletzt die Wahlerfolge einer sich zunehmend radikalisierenden Alternative für Deutschland (AfD), die maßgeblich auf die Themen Einwanderung und Asyl gesetzt hat, werfen die Frage auf, inwieweit sich eine neue Bewegung „von Rechts“ entwickelt hat.

Anlässlich dessen veranstaltet das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (IDA) Ende Juni 2016 im Rahmen eines von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Projektes eine zweitägige Fachtagung mit dem Titel „Feindbild Geflüchtete – rechte und rassistische Mobilisierungen im Themenfeld Flucht und Asyl“.

Termin: 22.-23.06.2016

Ort: Stephansstift Hannover, Kirchröder Str. 44, 30625 Hannover

Kosten:

Doppelzimmer 50 Euro (erm. 30 Euro)

Einzelzimmer 70 Euro (erm. 50 Euro)

Jeweils inklusive Tagungsbeitrag, Unterkunft und Verpflegung

Durch einen Mix von Inputreferaten und einer Workshop-Phase soll über Positionen, Strategien und Aktionsformen der verschiedenen Spektren der extremen Rechten aufgeklärt und die gesellschaftspolitischen Bedingungen und Auswirkungen der zunehmenden rassistischen Mobilisierungen und Gewalt aufgezeigt werden. Zudem sollen Herausforderungen und Handlungsperspektiven, die sich für eine gesellschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung ergeben, diskutiert werden.

Weitere Informationen zu Veranstaltung, Programm und Anmeldung finden Sie hier. Anmeldungen erfolgen bis 1. Juni 2016.

IDA e.V.

Volmerswerther Str. 20

40221 Düsseldorf

Fon: 0211.159 25 55

Mail: info@idaev.de

Web: www.idaev.de

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102 7. Juni 2016 / 18 Uhr / Eine Welt Haus MD / Dokufilm: Revolution mit bloßen Händen

Dokumentarfilm / 2015 / OMU (fr/dt)

„Revolution mit bloßen Händen. La trajectoire d`un peuple. Le Burkina Faso.“

Beginn: 18:00 Uhr

Ort: einewelt haus / Großer Saal / Schellingstr. 3-4 / 39104 Magdeburg

Eintritt frei

Über den Film

„Revolution mit bloßen Händen“ ist ein filmisches Dokument über den

Aufstand vom 30./31. Oktober 2014 in Burkina Faso, der den Sturz des

diktatorischen Regimes von Blaise Compaoré herbeigeführt hat. Im Film

kommen die ProtagonistInnen des Aufstandes zu Wort. Sie berichten von

ihren Motivationen und Beweggründen, sich ohne Waffen gegen ein

diktatorisches und militarisiertes Regime zu erheben. Darüber hinaus

fragt der Film nach Hoffnungen und Erwartungen der verschiedenen

AktivistInnen für eine zukünftige Gesellschaft: Eine Diktatur wurde

gestürzt, aber welche politischen und sozialen Veränderungen müssen erst

noch erreicht werden? Nicht zuletzt möchte „Revolution mit bloßen

Händen“ Erfahrungen, die in Burkina Faso gemacht wurden, mit denjenigen

teilen, die in Afrika und anderswo auf der Welt nach einer wirklichen

demokratischen und gerechten Veränderung streben.

Eine Veranstaltung vom Antirassistischen Netzwerk Sachsen-Anhalt in

Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt

http://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2016/05/dokumentarfilm-7-juni-2016-revolution-mit-blossen-haenden/

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103 3. regionales Netzwerktreffen Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene

3.  Regionales Netzwerktreffen Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene

für Mitteldeutschland

(Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt)

am 9. Juni 2016 in Plauen.

Der starke Zuzug von Geflüchteten aus unterschiedlichen Krisenregionen der Welt hat unsere Gesellschaft in den vergangenen Monaten vor enorme Herausforderungen gestellt. Nicht nur die Grundversorgung der Neuankommenden, sondern zunehmend auch das gesellschaftliche Miteinander und die gegenseitige Akzeptanz zwischen Neubürgern und alteingesessener Bevölkerung sind zu gestalten.

Sicher stellt sich auch Ihnen die Frage, wie sich in den Kommunen ein wertschätzendes und verständnisvolles Miteinander entwickeln lässt?

Gute Beispiele zeigen, dass ein Verständnis für globale Zusammenhänge und Kenntnisse über die Zugewanderten erheblich zu einem verständnisvollen Miteinander beitragen (Wissen über Fluchtursachen, Bildungsniveau, kulturelle Werte etc.). Im Kontext der Eine-Welt-Arbeit – v.a. auch auf Seiten migrantischer Organisationen – haben solche Fragen entwicklungspolitischer und interkultureller Bildung eine langjährige Tradition. Die Akteure verfügen über fundierte Expertise, ein breites Angebot und erfolgreiche Konzepte, die sich auf die jetzigen Bedarfe in den Kommunen anpassen lassen. Eine Zusammenarbeit mit diesen Akteuren könnte in den Kommunen mit wenigen Mitteln große Wirkung entfalten und einen wertvollen Beitrag für Aufklärung, gegenseitiges Verständnis und somit Integration vor Ort leisten.

Um diese Zusammenarbeit zu befördern, über Chancen und Möglichkeiten entwicklungspolitischer Arbeit aufzuklären und dabei v.a. auch die enge Verbindung von integrations- und entwicklungspolitischen Themen aufzuzeigen, lädt die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH zum 3. Regionalen Netzwerktreffen Migration & Entwicklung für Mitteldeutschland nach Plauen.

Das Netzwerktreffen möchte

Ø   die verschiedenen Akteure aus Kommunen, der Einen-Welt-Arbeit, migrantische Organisationen und Geflüchtete ins Gespräch bringen

Ø   die enge Verbindung von integrations- und entwicklungspolitischen Themen aufzeigen

Ø   einen Überblick über die vorhandenen Angebote der Einen-Welt-Arbeit und migrantischen Organisationen und die Netzwerke in der Region ermöglichen

Ø   durch konkrete, gut gelingende Praxisbeispiele aus der Region und darüber hinaus inspirieren

Ø   Angebote der SKEW und der Engagement Global vorstellen, die Sie in Ihrer Arbeit möglicherweise unterstützen können

Ø   Raum geben für gemeinsame Ideenentwicklung

Ø   langfristig die entwicklungspolitische Arbeit in den Kommunen stärken

 

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich gezielt an Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen aus den Fachbereichen Integration, Internationales, Städtepartnerschaften, Lokale Agenda 21 und Umwelt sowie an Vertreterinnen und Vertreter von migrantischen Organisationen und anderen entwicklungs- und integrationspolitischen Vereinen.

Mehr Informationen zur Arbeit der SKEW im Bereich „Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene“ finden Sie unter „http://www.service-eine-welt.de/migration/migration-start.html“ (Diese Seite ist mittlerweile leider nicht mehr verfügbar)

 

Organisatorisches

Um zusätzliche Gelegenheit für informellen Austausch & Kennenlernen zu geben, bieten wir im Anschluss an das Treffen ein informelles Abendprogramm an. Passend zum Thema laden wir Sie zu einem Spaziergang durch die Geschichte, Internationalität und kulturelle Vielfalt der Stadt Plauen ein. Gerne können Sie den Abend beim gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, ob Sie an diesen Programmpunkten teilnehmen möchten.

Gerne können wir Ihnen die Fahrtkosten erstatten. Bei Bedarf buchen wir Ihnen eine kostenlose Hotelübernachtung mit Frühstück.

Genauere Informationen (Wegbeschreibungen, Informationen zur Abrechnung der Fahrtkosten etc.) erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung.

Bitte senden Sie uns den beigefügten Anmeldebogen per Mail oder Fax bis zum 31. Mai zurück. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Bitte leiten Sie diese Einladung gerne an andere Interessierte weiter!

Wir hoffen, mit diesem Angebot Ihre aktuellen Bedarfe und Fragen zu treffen und würden uns sehr über Ihre Teilnahme freuen.

Anbei finden Sie das vorläufige Programm sowie den Anmeldebogen.

Für Rückfragen inhaltlicher und organisatorischer Art steht Ihnen Frau Rauschenbach unter 01522/ 151 79 75 gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Pukhraj Choudhary

Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene

Servicestelle Kommunen in der Einen Welt

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH

Besuchsadresse: Fritz-Schäffer-Straße 26

Postadresse: Tulpenfeld 7

53113 Bonn

Telefon +49 228 20 717-434

Telefax +49 228 20 717-389

pukhraj.choudhary@engagement-global.de

www.service-eine-welt.de

www.engagement-global.de

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200 Informationen, Webportale & Broschüren

201 KOMPASS – ANTIRA – NEWSLETTER NR. 49 – MAI 2016

zum Newsletter

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202 Handreichung der LAMSA zur Stärkung einer Willkommenskultur in Sachsen-Anhalt

zur Handreichung

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203 Amadeu Antonio Stiftung: Leitfaden zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen mit Behinderung

zum Leitfaden

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204 Amadeu Antonio Stiftung: Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD

„Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen.“ lautet der Titel der Handreichung, die von der Amadeu Antonio Stiftung im April 2016 veröffentlicht wurde. Die Stiftung reagiert damit auf die Entwicklung der AfD hin zum zentralen rechten Akteur in Deutschland. Der Erfolg der Partei bei den letzten Landtagswahlen gelang vor allem dank ihres rechtspopulistischen Auftretens. Mit ihrer Hetze gegen Minderheiten beeinflusst die AfD gesellschaftliche Debatten und die politische Kultur in Deutschland. Dabei werden bei gleichbleibender Demagogie politische Inhalte kalkuliert angepasst. So wird aktuell gezielt gegen den Islam Stimmung gemacht, seit mit dem Rückgang neuankommender Asylsuchender das Feindbild Flüchtlinge an Wirkung verloren hat. Die AfD macht nicht nur rassistische, nationalistische und andere menschenfeindliche Einstellungen hoffähig, sie stellt auch die Werte der offenen und liberalen Demokratie in Frage: die Unabhängigkeit von Justiz und Medien, Religionsfreiheit und der Schutz von Individualrechten.

In der Auseinandersetzung mit der AfD wird vielfach die Überforderung mit ihrer rechtspopulistischen Strategie deutlich. Vor diesem Hintergrund nutzt die Amadeu Antonio Stiftung die AfD als Beispiel, um auf Möglichkeiten im Umgang mit Rechtspopulismus hinzuweisen. In der Handreichung der Amadeu Antonio Stiftung werden insbesondere die Auseinandersetzung mit der Partei in Parlamenten und Kommunalvertretungen, der Umgang mit der AfD in den Medien, Interventions- und Handlungsstrategien in der pädagogischen Arbeit und die Spezifika für den schulischen Kontext berücksichtigt. Für jeden dieser Bereiche werden neben Handlungsempfehlungen Anlaufstellen genannt, die Fort- und Weiterbildungen im Zusammenhang mit Rechtspopulismus anbieten und konkret weiterhelfen können.

Die Handreichung wird als PDF zur Verfügung gestellt: „Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen – Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD“(PDF-Dokument)
Druckexemplare können bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt werden.

Damit wir auch in Zukunft derartige Handreichung publizieren können, brauchen wir Ihre Hilfe. Spenden Sie jetzt!

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205 Begleiten, stärken, integrieren – Themenreport Flüchtlinge

Das steht im neuen Themenreport „Begleiten, stärken, integrieren“:

Was zeichnet wirksame Projekte für Geflüchtete aus?

Was hilft nicht nur kurzfristig, sondern trägt zu einer gelungenen Integration bei?

Wie können Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft erfolgreich zusammenarbeiten?

Es gibt viele gute Ansätze, doch erst Ihr Engagement erfüllt eine wirkungsvolle Bewegung für Flüchtlinge mit Leben! Helfen Sie uns, noch mehr Menschen für diesen Gedanken zu begeistern und streuen Sie den Themenreport in Ihren Netzwerken:

Kostenfreier Download unter http://www.phineo.org/themen/fluechtlingshilfe

Für Printexemplare wenden Sie sich bitte an janine.daehlmann@phineo.org

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300 Aufrufe & Kampagnen

301 Die Familie von Dulijeta A. – Ein Bericht und Spendenaufruf

Magdeburg, den 19.05.2016

Die Familie besteht aus den Eltern Dulijeta und Fejzula und den vier Kindern Dennis (10 Jahre), Elmedina (8 Jahre), Bilal (5 Jahre) und Fatima (2 Jahre). Die Familie gehört zur Minderheit der Roma aus dem Kosovo. Weil sie im Kosovo auf der Straße leben mussten und keinerlei Hilfe erhielten, floh die Familie nach Serbien. Auch dort waren sie zur Obdachlosigkeit verdammt und lebten in ständiger Angst vor Überfällen. 2013 floh die Familie weiter nach Deutschland und lebte in Magdeburg. Ihr Antrag auf Asyl wurde abgelehnt.

Am 26.01.2016 wurde die Familie durch die Ausländerbehörde Magdeburg abgeschoben. Die Abschiebung wurde trotz eines laufenden Antrags bei der Härtefallkommission Sachsen-Anhalts (HFK) und einer Petition [2] für ein Bleiberecht für die Familie durchgeführt.

In Serbien ist die Familie als Angehörige der Minderheit der Roma stetiger Benachteiligung, Ausgrenzung und Anfeindung ausgesetzt.

Die Finanzierung ihres Lebens durch ein normales Beschäftigungs-verhältnis ist für Dulijeta und ihren Mann kaum möglich. Die Kinderbetreuung kann nicht gewährleistet werden. Somit muss mindestens ein Elternteil zu Hause bleiben, um die Kinder zu versorgen. Laut Berichten des Vaters ist es sehr schwierig als Roma eine Arbeit zu finden, mit der eine ganze Familie finanziert werden kann. Lediglich 60-80 Euro seien ein realistisches Gehalt, was nicht einmal für die monatliche Miete ausreicht. Allerdings bestünde die Möglichkeit zu arbeiten nur ohne Arbeitsvertrag, da viele Roma keine oder unvollständige Papiere haben. Häufig sei es dazu gekommen, dass den Arbeiter*innen ihr Lohn nicht ausgezahlt wurde. Rechtlich dagegen vorzugehen ist für die meisten allerdings zu teuer und nicht zielführend, da die Belange der Roma von Polizei und staatlichen Behörden ignoriert werden.

Die Familie sieht ihre Situation als absolut hoffnungslos, es gibt keine Perspektive auf ein besseres Leben.

Wir bitten dringend um Spenden für die Familie um sie vor Ort in Serbien unterstützen zu können.

Spendenkonto:

Empfänger: Verein zur Förderung antirassistischer Arbeit in Sachsen-Anhalt n.e.V.

IBAN: DE76 8005 3762 1894 0553 02

BIC: NOLADE21HAL

Verwendungszweck: Dulijeta A.

Der Verein kann keine Spendenquittungen ausstellen.

Wir bedanken uns im Vorraus bei allen SpenderInnen herzlich für die Unterstützung!

[1] „https://www.change.org/p/innenministerium-des-landes-sachsen-anhalt-keine-abschiebung-von-djulieta-und-ihren-kindern“ (Diese Seite ist mittlerweile leider nicht mehr verfügbar)

zur Dokumentation

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302 Online-Befragung zum Thema ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten

Sehr geehrte  Damen und Herren,

wir sind Master-Studentinnen an der Fakultät für Sozialwesen der Hochschule Mannheim und wenden uns innerhalb eines quantitativen Forschungsvorhabens den Bedarfen und Potentialen der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe zu.

Das Forschungsteam sucht Ehrenamtliche die mit Geflüchteten arbeiten und Interesse haben an einer kurzen Onlinebefragung teilzunehmen.

Link zur Onlinebefragung: (Befragungszeitraum ca. bis 20.06.2016)

https://onlinestudien.org/limesurvey/index.php/282275/lang-de

Im Anhang finden Sie unsere offizielle Forschungsanfrage, in der die Ziele, der Ablauf sowie Datenschutzrechtliches erläutert werden. Da wir möglichst eine breite Teilnehmerschaft für die Studie benötigen, würden wir uns über eine Weiterleitung unserer Forschungsanfrage in Ihrem Netzwerk überaus freuen.

Ihre Unterstützung ist eine große Bereicherung!

Falls Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit melden!

Mit herzlichen Grüßen,

Jennifer Yeboah und Forschungsgruppe

Projektbegleitung: Prof. Dr. Martina Schäufele, Hochschule Mannheim

Eine Meldung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg zu unserem Forschungsvorhaben:

http://fluechtlingsrat-bw.de/fluechtlingsarbeit-ansicht/studie-zu-bedarfen-und-potentialen-der-ehrenamtlichen-fluechtlingsarbei.html

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303 Neue Kampagne des FR Bayern: Not safe

Kampagne

not safe. KEINE ABSCHIEBUNGEN NACH AFGANISTAN

geht an den Start

In Deutschland sollen vermehrt afghanische Flüchtlinge abgeschoben werden. Bayern ist ganz vorne mit dabei und verstärkt Abschiebeandrohungen und Abschiebeversuche. Die Initiatoren der Kampagne fordern den sofortigen Abschiebestopp in das kriegszerstörte Land!

Die Bundesregierung und die bayerischen Behörden machen ihre seit Monaten anhaltenden Drohungen ernst und versuchen derzeit afghanische Geflüchtete unter Druck zu setzen, indem sie Arbeitsverbote erteilen, Aufenthaltsdokumente nicht verlängern und sie dadurch zur Passbeschaffung drängen. Diese richten sich gegen alleinstehende junge Männer, die zum Großteil als Minderjährige nach Deutschland eingereist sind, hier zur Schule gegangen sind, bereits eine Ausbildung begonnen oder abgeschlossen haben und arbeiten. Häufig sind diese jungen Menschen traumatisiert in Deutschland angekommen und haben sich hier eine sichere Zukunft erhofft. In Afghanistan müssten sie am Existenzminimum leben, häufig fern von ihren Familien und Bekannten im Herkunftsland und sind häufig lebensbedrohlichen Situationen durch Anschläge ausgesetzt.

Mit dem Argument der innerstaatlichen Fluchtalternativen sicherer Regionen Afghanistans, in die Geflüchtete zurückkehren könnten, werden die vielfach kritisierten Abschiebebestrebungen gerechtfertigt. Innenminister Thomas de Maiziére wird nicht müde, für Ausweisungen nach Afghanistan die Werbetrommel zu rühren und unermüdlich auf den vermeintlich sicheren Regionen zu beharren. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist aber weiterhin katastrophal. Zahlreiche Anschläge im letzten Jahr trafen bis zu 11.000 zivile Opfer. Auch 2016 ist die Zahl der zivilen Opfer weiter angestiegen, wie die UN berichtet. Auch Kabul war und ist regelmäßig Ziel von Sprengstoffattentaten. Abschiebungen, mit dem Wissen über die fragile und prekäre Lage in Afghanistan dennoch auszuführen, zeugen von absurder, bürokratischer Brutalität. „Hier wird auf Kosten schutzbedürftiger junger Menschen eine Symbolpolitik der Abschreckung durchgeführt, welche darauf abzielt, Flüchtlingszahlen niedrig zu halten.“ kritisiert Johanna Böhm vom Bayerischen Flüchtlingsrat.

Die Kampagne „Not safe – Keine Abschiebungen nach Afghanistan“ mit dem Ziel, gegen die menschenverachtende Abschiebepolitik der Bundesregierung zu protestieren und geplante Abschiebungen nach Afghanistan zu stoppen, geht nun an den Start. Die Kampagne will ein größeres Bewusstsein für die aktuelle Lage in Afghanistan schaffen und aufzeigen, dass Abschiebungen dorthin lebensbedrohliche Folgen für die Betroffenen mit sich ziehen. Die Initiatoren der Kampagne, Afghanische Geflüchtete, die Karawane München, Muc Support und der Bayerische Flüchtlingsrat u.a. unterstützen und beraten Betroffene und versuchen gegen den Druck gemeinschaftlich vorzugehen.

„Betroffen sind viele junge, gut integrierte Afghanen, die täglich ihre Abschiebung befürchten müssen. Die erzwungene Rückführung Geflüchteter in das Kriegsgebiet widerspricht dem Flüchtlingsschutz und ignoriert die tatsächliche Sicherheitslage und Menschenrechtssituation vor Ort“, sagt Johanna Böhm vom Bayerischen Flüchtlingsrat.

Auf dem am Samstag in Nürnberg stattfindenden Festival „Rage against Abschiebung“ wird die Kampagne das zentrale Thema sein.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.facebook.com/KeineAbschiebungenNachAfghanistan

Not Safe Postkarte 01

Not Safe Postkarte 02

Not Safe Postkarte 03

Not Safe Postkarte 04

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304 Neue Kampagne des FR Bayern: Platz da!

PLATZ DA!

Privates Wohnen für Geflüchtete

Massenunterkünfte sind unmenschlich und verhindern die Integration

Massenunterkünfte für hunderte oder gar tausende Asylbewerber dürfen kein Dauerzustand sein. In ihnen entsteht zwangsläufig sozialer Sprengstoff. Viele geflüchtete Menschen sind traumatisiert, sie brauchen Rückzugsmöglichkeiten und individuelle Hilfestellungen. Das bisherige Modell verhindert auch persönliche Kontakte zwischen Asylsuchenden und der deutschen Bevölkerung. So wachsen auf beiden Seiten Ängste und gefährliche Ressentiments.

Willkommenskultur als Praxis

Viele Menschen, die Flüchtlinge in Bayern willkommen geheißen und unterstützt haben, fragen, wie es nun weitergehen soll. Nicht wenige wären bereit, einen oder mehrere Flüchtlinge privat aufzunehmen. Doch dafür gibt es in Bayern, anders als in einigen anderen Bundesländern, hohe Hürden. Vor allem jene Flüchtlinge, die sich noch im Asylverfahren befinden, haben kaum eine Chance. Warum eigentlich?

Wenn wir unsere Schüler oder Studenten ins Ausland schicken, bringen wir sie meist in Gastfamilien unter. Dort lernen sie am schnellsten die Sprache, dort kommen sie am besten mit der anderen Kultur in Kontakt. Oft entstehen so Freundschaften oder berufliche Verbindungen. Was für unsere Kinder richtig ist, kann für Flüchtlinge nicht falsch sein.

Unterstützen Sie uns!

Es gibt Platz für Flüchtlinge in Bayerns Wohnungen und Häusern. Die Kinder sind ausgezogen, ein Paar hat sich getrennt, in der Wohngemeinschaft ist ein Zimmer frei. Was spricht dagegen, dort Flüchtlinge unterzubringen?

Sie können unsere Kampagne unterstützen. Wenn Sie es richtig finden, dass künftig auch in Bayern Flüchtlinge privat untergebracht werden dürfen, unterschreiben Sie auf

www.platz-da-bayern.de

Wenn Sie sich die Aufnahme eines Flüchtlings oder einer geflohenen Familie bei sich zu Hause vorstellen können, tragen Sie sich auf unserer Warteliste ein. Mit jedem Namen wird unsere Kampagne glaubwürdiger.

Wer wir sind

Hinter Platz-da-Bayern.de stehen Refugio München (Anni Kammerlander, Jürgen Soyer), Bellevue di Monaco (Johannes Seiser, Matthias Weinzierl), der Verein für Sozialarbeit e.V. (Johannes Seiser), der Bayerische Flüchtlingsrat (Matthias Weinzierl) und Lichterkette e.V. (Peter Probst, Harriet Austen, Eva Ehrlich). Alle Beteiligten kennen die Realität von Flüchtlingen seit vielen Jahren aus der Praxis.

Mit unserer Kampagne wollen wir eine breite Diskussion über die künftige Unterbringung von Flüchtlingen anstoßen. Uns ist bewusst, dass es Kriterien für die private Aufnahme geben muss, die gemeinsam entwickelt werden können. Unser Ziel ist es, zu einer deutlichen Entspannung in den Gemeinschaftsunterkünften beizutragen und die Situation der geflohenen Menschen nachhaltig zu verbessern.

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305 Petition: Sprachkurse für alle

Liebe alle,

Deutsch lernen zu können, ist eine zentrale Voraussetzung für Integration und Teilhabe am öffentlichen Leben. Die Möglichkeit, zu arbeiten und ein selbständiges Leben führen zu können, hängt maßgeblich von der Fähigkeit sprachlicher Verständigung ab. Nach wie vor gibt es in Deutschland keine flächendeckende Bereitstellung von Sprachkursen für geflüchtete Menschen. Das muss sich ändern!

Seit Herbst 2015 hat nun ein ausgewählter Teil von Geflüchteten während des Asylverfahrens das Recht, einen sogenannten Integrationskurs, welcher insbesondere der Vermittlung grundlegender Deutschkenntnisse dient, zu besuchen. Lediglich Asylsuchende, bei denen eine „gute Bleibeperspektive“ angenommen wird, profitieren von der Neuregelung. Alle anderen erhalten, oft monate- oder jahrelang, nur eine rudimentäre oder gar keine Sprachförderung. Wir halten diese Einschränkung für falsch und fordern eine umfassende Bereitstellung von Sprachkursen für ALLE geflüchteten Menschen in Deutschland: Zugang zu Integrationskursen für alle Geflüchteten!

Bitte unterstützt unsere Forderung und verbreitet und unterschreibt die Petition:

>>> PETITION ZEICHNEN !

Die Petition wird unterstützt von:

Flüchtlingsrat Niedersachsen, Bundesfachverband UMF, Flüchtlingsrat Berlin, Flüchtlingsrat Thüringen, Medibüro Hamburg, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, Hessischer Flüchtlingsrat, Bayerischer Flüchtlingsrat, Karawane München

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400 Stellenausschreibungen und Projektförderungen

401 Förderung für Veranstaltungen mit Flüchtlingen

Bereits seit zwei Jahren führt die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus das Projekt „Veranstaltungen mit Flüchtlingen“ durch.

Durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums des Innern und von Pro Asyl ist es der Stiftung ab sofort möglich, Veranstaltungen im Rahmen dieses Projekts das ganze Jahr über zu fördern. Im beigefügten Flyer finden Sie detaillierte Informationen zur Planung und Durchführung.

Das Projekt soll Menschen, die in Deutschland aus welchen Gründen auch immer Schutz suchen, die Möglichkeit bieten, in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen Veranstaltungen zu organisieren, deren Themensetzung und Ablauf sie selbst bestimmen. Für die sog. Mehrheitsgesellschaft besteht dadurch die Gelegenheit, einen Perspektivwechsel zu vollziehen, indem sie von Menschen mit Fluchterfahrung oder von anderen Experten zur Flüchtlingssituation in Deutschland informiert wird oder schlicht mit Geflüchteten zum Austausch zusammenkommt.

Anfallende Kosten wie Raummieten, Honorare, Fahrtkosten oder Sachmittel können von der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus gefördert werden.

Nähere Informationen finden Sie in den FAQ sowie im Formular der Antragsstellung.

Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Goebelstr. 21

64293 Darmstadt

Fon: 06151.33 99 71

Mail: stiftung@interkultureller-rat.de

Web: www.stiftung-gegen-rassismus.de

Infoflyer

FAQ für Veranstaltende

zum Förderantrag

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500 Weiterbildungen

501 Fortbildungsreihe Flucht und Geflüchtete

Göttingen/Nürnberg/Bonn. In diesem und im letzten Jahr haben viele Menschen in Deutschland Schutz vor Krieg, Not und Verfolgung gesucht. Eine große Zahl dieser Geflüchteten wird für eine längere Zeit oder dauerhaft hierbleiben. Damit verbunden ist die Frage, wie eine erfolgreiche Integration gelingen kann – eine Frage, die sich nicht nur an die Zugewanderten richtet.

Die politische Bildung kann einen Beitrag zum Erwerb von Kenntnissen über die Grundlagen des demokratischen Zusammenlebens sowie zum Aufbau von Kompetenzen und Motivation zur Mitgestaltung der Demokratie leisten.

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) und das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA) führen im laufenden Jahr mit Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung eine Fortbildungsreihe mit drei jeweils zweitägigen identischen Tagungen durch.

Wichtige Inhalte sind die eigene Verortung der Teilnehmenden sowie mögliche Vorbehalte und Befürchtungen, Informationen zur vielfältigen Gruppe der Geflüchteten sowie das gesellschaftliche Klima rund um das kontroverse Thema Flucht und Asyl. Weiterhin ist Raum für einen Erfahrungsaustausch sowie zur Erarbeitung von Formaten, Methoden und Inhalten für die (politische) Bildungsarbeit mit Geflüchteten.

Es gibt folgende Tagungsorte und -termine:

27.–28.06.2016 (Anmeldeschluss: 10.06.2016): Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring bei Göttingen, www.mariaspring.de

10.–11.10. 2016 (Anmeldeschluss: 23.09.2016): Caritas-Pirckheimer-Haus, Nürnberg, www.cph-nuernberg.de

17.–18.10. 2016 (Anmeldeschluss: 30.09.2016): Gustav-Stresemann-Institut, Bonn, www.gsi-bonn.de

Kosten: 60 Euro (erm. 40 Euro) (inkl. Programmkosten, Übernachtung und Verpflegung. Fahrtkosten können leider nicht erstattet werden)

Alle Informationen zum Programm finden Sie hier.

Anmeldungen sind ab sofort für alle drei Veranstaltungen möglich. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über:

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB)

Mühlendamm 3

10178 Berlin

Fon: 030.400 401 00

Mail: neumann@adb.de

Internet: www.adb.de

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502 Interkulturelles Training für die Arbeit mit Geflüchteten in Halberstadt

Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet am 23.06. in Halberstadt ein Training für die Arbeit mit Geflüchteten an.

zur Ausschreibung und Anmeldung

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600 weitere Meldungen

601 ZEIT Online: Syrer schreibt einen Brief an Angela Merkel

Ein Syrer wartet im deutschen Flüchtlingscamp auf Asyl. Seine Familie sitzt im Bombenhagel von Aleppo. Jetzt hält er es nicht mehr aus. Ein Abschiedsbrief an Angela Merkel…

http://www.zeit.de/2016/09/aleppo-syrischer-fluechtling-asyl-rueckkehr

(nach oben)


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