Tag des Flüchtlings, 02. Okt. 19 Uhr: Sea Watch – Seenotrettung auf dem Mittelmeer ‐ Erfahrungsberichte

Einer Vielzahl von Menschen sind legale Fluchtwege durch EU‐politische Entscheidungen versperrt. So begaben sich mehr als 100.000 Menschen seit Jahresbeginn auf den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer. Während dessen diskutieren die EU‐Länder weiterhin über Verteilungsquoten und Kontingente für die Aufnahme geflüchteter Menschen. Die Situationvon Menschen, die in desolaten Booten über das Mittelmeer flüchten müssen, ist durch die Medien gegangen und politischen Entscheidungsträger_innen bekannt. Doch „Schaut die Öffentlichkeit nicht mehr hin, sterben sofort wieder Menschen.“, Hagen Kopp (Watch the Med‐Aktivist, taz13.07.15.)

Seit Mitte Juni diesen Jahres organisieren private, ehrenamtliche Aktivist_innen im Rahmen des Projektes „Sea Watch“ Seenotrettung auf dem zentralen Mittelmeer. Die Besatzung des Schiffes sorgt für medizinische Hilfe und Erstversorgung, dokumentiert die Seenotfälle und arbeitet eng mit anderen NGOs, Initiativen, wie „Watch the med“ zusammen. Sie haben damit entscheidend zur Rettung von Hunderten geflüchteter Menschen beigetragen.
An diesem Abend soll den konkreten Erfahrungen der Aktivist_innen zu den Notsituationen und Rettungseinsätzen mit einer grundsätzlichen Kritik an der EU‐Politik Raum gegeben werden.

Dazu sind eingeladen: Hr. Wolf, der im Juli 2015 für zwei Wochen Kapitän auf der „MS Sea Watch“ war und eine Aktivistin von Watch the Med – AlarmPhone.

Interkulturelle Woche | Freitag, 02. Oktober, 19 Uhr
Saal, Einewelt Haus Magdeburg, Schellingstraße 3‐4, 39104 Magdeburg

IKW-Programm-Flyer

Kurzvorstellung SOS Mediterranee

Spendenaufruf_MARKAB_SOS Mediterranee


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