Roma in Serbien – sicherer Herkunftsstaat?

Pro Asyl hat einen Bericht veröffentlicht, in dem von einer Reise von Anwält_innen, Journalist_innen und Flüchtlingsorganisationen nach Serbien berichtet wird, durch die diese sich über die Situation der Roma ein Bild machen wollte. Die Gruppe besuchte informelle Siedlungen, in denen Roma leben, die nicht an ein Wasser- oder Stromnetz angeschlossen waren. Die Menschen, auch Familien leben in Hütten aus Sperrmüll. Es wurde von körperlichen Übergriffen und Beleidigungen aufgrund der Identifikation als Roma berichtet, eine polizeiliche Strafverfolgung findet aber praktisch nicht statt. Obwohl die Situation von zahlreichen NGOs bestätigt wird, plant die große Koalition aus SPD und CDU/CSU, Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina, aus denen hauptsächlich Roma fliehen, als „sichere Herkunftsstaaten“ einzustufen. Asylanträge können so leichter abgelehnt werden.


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