Asyl-Monologe am 25.9.2013 im einewelt haus Magdeburg

Am 25.September 2013 laden die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt und das Antirassistische Netzwerk Sachsen-Anhalt zur Aufführung der Asyl-Monologe mit anschließendem Podiumsgespräch in Magdeburg im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 ein. Das Motto der Interkulturellen Woche steht dieses Jahr unter dem Motto „Rassismus entsteht im Kopf, Offenheit auch.“

Finanziell unterstützt wird die Veranstaltung vom Landesverwaltungsamt und dem Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Magdeburg.

Der Flüchtlingsrat wird gefördert durch: Europäischer Flüchtlingsfonds, Land Sachsen-Anhalt und UNO-Flüchtlingshilfe.

Ort: einewelt haus Magdeburg, Großer Saal, Schellingstr. 3-4
Zeit: 18:00-21.00 Uhr
Theateraufführung: Asad Schwarz-Msesilamba, Harald Geil, Anna Stieblich und Bratsche: Tal Riva Theodorou
Podiumsgespräch: Michael Ruf (Regisseur), Françoise Greve (Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt), Ibrahim Toe (Heimbeirat Bernburg), Jugendliche ohne Grenzen (angefragt), Antirassistisches Netzwerk, Moderation – Manja Lorenz (AGSA)

Die Asyl-Monologe – dokumentarisches Theater, Buch und Regie: Michael Ruf

ÜberLebensTheater: wenn Theater auf das wahre Leben trifft

Nach Monaten beharrlicher Protestcamps und einem willensstarken Marsch quer durch die Republik hält der Kampf der Geflüchteten an: das Protest-Camp am Oranienplatz ist weiterhin sehr aktiv; am 25. Mai 2013 demonstrierten viele Menschen bei der bundesweiten „Fight Racism Now“-Demo in Berlin gegen die faktische Abschaffung des Asylrechts vor 20 Jahren und Mitte Juni fand das von Flüchtlingen organisierte „Internationale Tribunal gegen die Bundesrepublik Deutschland“ statt. Ihre Biografien sind geprägt von Verfolgung und Flucht. In Deutschland ringen sie um die offizielle Anerkennung als Flüchtlinge und einen Schutzstatus. Viele verleben Jahre in Unsicherheit, Isolation in abgeschiedenen Unterkünften, belegt mit Arbeits- und Bildungsverboten sowie Residenzpflicht und bedroht von Abschiebung. Die Aufnahmegesellschaft begegnet ihnen oft mit Vorurteilen und Ablehnung. Nicht selten sind Asylsuchende rechtspolitisch motivierten Angriffen ausgesetzt. Seit letztem Jahr ist jedoch viel in Bewegung geraten, Flüchtlinge haben sich organisiert, sind an die Öffentlichkeit getreten und haben ihre Rechte eingefordert.

Das dokumentarische Theaterstück Die Asyl-Monologe erzählt von Menschen, die Grenzen überwunden, Verbündete gefunden, ein „Nein“ nie als Antwort akzeptiert und unter aussichtslosen Bedingungen immer weiter gemacht haben. Wortgetreue Texte, die auf Interviews beruhen, verleihen den Stimmen sonst ungehörter Menschen Gehör. Professionelle SchauspielerInnen bieten die Monologe dar und sprechen damit das Publikum direkt an – sie berühren und aktivieren.

Bühne für Menschenrechte
Die Asyl-Monologe sind die erste Produktion des Berliner Vereins Bühne für Menschenrechte und wurden bislang ca. 130 mal in 75 Städten dargeboten, darunter in den Münchner Kammerspielen, dem Politbüro Hamburg und dem Thalia Hamburg. Inspiration sind die Actors for Human Rights aus Großbritannien. 600 professionellen SchauspielerInnen haben seit 2006 Aufführungen vor mehreren zehntausend Personen dargeboten.
Gefördert von: ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; weiterhin gefördert von Stiftung Do, Katholischer Fonds, Brot für die Welt/Evangelischer Entwicklungsdienst, Bürgerstiftung Neukölln

Auszeichnungen
Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs Aktiv für Demokratie und Toleranz der Bundeszentrale für politische Bildung 2011 ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Prof. Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung Berlin.
Dreikönigspreis 2012 des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin

Intensives, oft schmerzliches, aber für Momente auch erstaunlich komisches und warm-menschliches Kopfkino. (…) Dass Safiyes Geschichte ein leises Happy End besitzt, nimmt ihr nichts von ihrer Wucht. Amnesty Journal

Still ist es in den Publikumsreihen, vollkommen still. Süddeutsche Zeitung

Politisches Theater, das für sein Anliegen sensibilisieren und agitieren will. Und dem das eindrucksvoll gelingt. Das Thema brennt unvermindert, auch der Heimathafen ist restlos ausverkauft. Der Tagesspiegel, Berlin

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Pressekontakt:
Manja Lorenz (AGSA), 0391-5371 207, Françoise Greve (Flüchtlingsrat), 0157-7311 6732
Bühne für Menschenrechte e.V., Michael Ruf, 0176-63114541, micha.ruf@gmail.com, http:77www.buehne-fuer-menschenrechte.de Trailer: perm.ly/asyl-monologe-trailer


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