Vorrang für ausländische Absolventen unserer Hochschulen

Michael Kretschmer
(Foto: Hans-Martin Dewitz / Martin Jepp – Lizenz BY-SA-3.0)

Berlin. Das Kabinett berät an diesem Mittwoch über ein neues Fachkräftekonzept der Bundesregierung. Hierzu erklärte sich der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer.

„Wer bei uns einen Abschluss macht, verdient auch eine faire Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Wer sich für Deutschland als Studienort entscheidet, deutsch lernt und zudem noch eine aus öffentlichen Mitteln finanzierte hochwertige Ausbildung erhalten hat, ist beim Fachkräftethema unser erster Ansprechpartner.

Deshalb wollen wir den internationalen Studierenden durch Streichung der bestehenden Nebenverdienstbeschränkungen schon während des Studiums und einer anschließenden Orientierungsphase den Weg in eine angemessene Beschäftigung ebnen.

Es kann nicht sein, dass wir in Dresden ausgebildete Ingenieure nach Denver, Dallas oder Detroit ziehen lassen, um unseren Fachkräftebedarf dann mit Ingenieuren aus Aserbaidschan, Armenien oder Ägypten zu decken.

Reichen Ländern hingegen wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz gilt es zudem klarzumachen, dass sie für die Ausbildung ihrer Ärzte selbst verantwortlich sind. Sie müssen im Zweifel die Zahl der Studienplätze erhöhen.“

Hintergrund:
Rund 250.000 junge Menschen kommen zum Studium nach Deutschland. Viele von ihnen suchen und finden nach Abschluss des Studiums in einem Drittland eine Anstellung. Bislang berechtigt die Aufenthaltserlaubnis für ausländische Studenten und Absolventen im Orientierungsjahr zu einer Beschäftigung von maximal 90 Tagen im Jahr. Die Ausbildung eines Arztes in Deutschland kostet den Steuerzahler rund 200.000 €.

(Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag)


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