3.421 Asylanträge im Mai 2011

Nürnberg. Im Mai 2011 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 3.421 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um 462 Personen (15,6 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2010 stieg die Zahl der Asylbewerber um 1.078 Personen (46,0 Prozent).

(Foto: Stefan Munder – Lizenz: by-sa 3.0)


644 Personen erhielten im Mai 2011 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (16,5 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 233 Personen (6,0 Prozent) sogenannten „subsidiären Schutz“ (Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 Aufenthaltsgesetz).

I. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Mai 2011 3.421 Personen (Vormonat 2.959 Personen) Asyl beantragt. [Anm. d. Redaktion: Gemäß dem Verteilungsschlüssel der Bundesrepublik bekommt Sachsen-Anhalt hiervon ca. 100 Personen zur Betreuung und Unterbringung zugewiesen.]

Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 462 (15,6 Prozent) gestiegen. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (Mai 2010: 2.343 Personen) ist die Zahl der Asylbewerber im Mai 2011 um 1.078 (46,0 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Mai 2011 waren:

Zum Vergleich

Nr. Land März April Mai
1 Afghanistan 656 544 705
2 Irak 467 366 468
3 Syrien 176 172 236
4 Iran 204 216 223
5 Serbien 334 227 138
6 Pakistan 111 75 137
7 Türkei 130 123 136
8 Russ. Förder. 144 97 108
9 Somalia 54 53 98
10 Kosovo 136 106 88

Neben den 3.421 Erstanträgen wurden im Mai 2011 453 Folgeanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.

Im Mai 2011 hat das Bundesamt über die Anträge von 3.907 Personen (Vormonat: 3.692) entschieden.

Insgesamt 644 Personen (16,5 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 55 Personen (1,4 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 589 Personen (15,1 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Mai 2011 bei 233 Personen (6,0 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 2.013 Personen (51,5 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 1.017 Personen (26,0 Prozent).

II. Laufendes Jahr

In der Zeit von Januar bis Mai 2011 haben insgesamt 17.369 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (12.715 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 4.654 Personen (36,6 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Mai 2011:

Nr. Land Anzahl
1 Afghanistan 3.167
2 Irak 2.441
3 Serbien 1.586
4 Iran 1.151
5 Syrien 892
6 Türkei 674
7 Russ. Förd. 584
8 Kosovo 578
9 Pakistan 553
10 Mazedonien 516

Neben den 17. 369 Erstanträgen wurden insgesamt 2.428 Folgeanträge gestellt.

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Entscheidungen

Im Zeitraum von Januar bis Mai 2011 hat das Bundesamt 20.254 Entscheidungen (Vorjahr: 15.309) getroffen.

Insgesamt 3.055 Personen (15,1 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 276 Personen (1,4 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 2.779 Personen (13,7 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Mai 2011 bei 1.226 Perso-nen (6,1 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 11.492 Personen (56,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 4.481 Personen (22,1 Prozent).

Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende Mai 2011 23.453, darunter 20.569 Erstanträge und 2.884 Folgeanträge (Vormonat: 23.326 anhängige Verfahren, davon 20.336 Erst- und 2.990 Folgeanträge).

(Quelle: Bundesamt für Flüchtlinge und Migration vom 21.06.2011)

Verteilung der Asylbewerber auf die Bundesländer


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